Archiv der Kategorie 'Wetter'

VULKANASCHE: Gefahr in der Luft – volle Verarschung am Boden, aber dann…

„Scheiss Vulkanasche!“ mag so mancher Flugpassagier geflucht haben, denn die seit Mittwoch ausgespuckte Vulkanasche von Islands Gletschervulkan Eyjafjallajökull (Eyja Fjalla Jökull = Insel Gebirge Gletscher = Island Gebirgsgletscher) behindert den Flugverkehr zwischen Nordamerika und Europa und in Europa überhaupt beträchtlich.

Harald Haack – Doch am Boden, zumindest in Hamburg, blieb das von Meteorologen angekündigte und von Fotografen erhoffte Himmelsspektakel vorerst aus. Kein „Blutregen“, kein purpurroter Himmel. Manch einer fühlte sich verarscht, denn das Wetter ist unspektakulär, der Himmel wirkt alltäglich. Immerhin wiesen Meteorologen darauf hin, dass die Vulkanasche tagsüber wie ein Hochnebel aussehen könnte.


Nur mittels digitaler Foto-Bearbeitung (HDR-Enhancement) sichtbar: Heute gegen 8 Uhr hatte die Sonne über Hamburg einen blaßgrünen Hof. Die dunklen Wolkenfetzen sind bodennahe Wolken und gehören wohl nicht zur Vulkanasche. Die Straßenlampe war noch eingeschaltet, weil gerade ein Wartungsdienst in der Otto-Brenner-Straße (Hamburg-Kirchdorf), wo dieses Foto gemacht wurde, die Leuchtstoffröhren wartete.
© Foto: Harald Haack

In der vergangenen Nacht hatte sich die Wolke mit der Vulkanasche über der Nordsee geteilt. Ein Teil zieht jetzt über die Niederlande, ein anderer Teil über Südschweden und ein kleiner Mittelteil über den Süden Schleswig-Holsteins und Hamburg.


Ohne digitale Verstärkung: Gestern Abend, 15. April, am Himmel über Hamburg (Wilhelmburg – Buschwerder Hauptdeich), kurz vor Sonnenuntergang: Bizarre Wolken aus Eiskristallen und mutmaßlich Aerosolen des isländischen Vulkanausbruches aus der Zeit vor Mittwoch.


Ebenfalls ohne digitale Verstärkung: Intensives Farbenspiel schon beim gestrigen Sonnenuntergang. Verursacht mutmaßlich durch Aerosole der Vulkanausbrüche vor Mittwoch. Im Vordergrund Teile der Alten Harburger Elbbrücke (über der Süderelbe). Aber: Ein fast normaler Sonnenuntergang.

© Beide Fotos: Harald Haack


Und so hätte der Himmel aussehen können, wie hier im Jahr 1978 in Kiruna (Nordschweden) bei -28° C und nach einem vorherigen Vulkanausbruch mit der Stärke 5,3 auf Island.
© Analog-Foto, publiziert im Buch „Fotografieren vom Pol bis zum Äquator“ von Siegfried Merkel, Agfa-Gevaert/Knapp, fotografiert vom Hotel Ferrum aus von Harald Haack

Aktualisierung vom 16. April 2010 – 21 Uhr:


Newsbattery-Leser Björn Jacobs erlebte über dem Himmel von Elskop in Schleswig-Holstein heute Abend diese Farbenpracht.
© Foto: Björn Jacobs


Der Abendhimmel etwa zur selben Zeit in den Vier- und Marschlanden an der A25 bei Neuallermöhe. Die vom Vulkan ausgestoßenen Partikel erzeugten in der Erdatmosphäre eine Lichtsäule über der untergehenden Sonne.
© Foto: Harald Haack


Newsbattery-Leserin Ingrid P. war auch auf der A25 unterwegs und erlebte den Abend-Himmel als Beifahrein.
© Foto: Ingrid P.

Weitere Fotos von glühenden Sonnenuntergängen in anderen Teilen Europas, die durch die Vulkanasche verstärkt wurden, zeigt spaceweather.com

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Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

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Baustelle Elbphilharmonie in Flammen

Die im Bau befindliche Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt, dem Baukonzern Hochtief, den Generalplanern und den Parteien in der Bürgerschaft. Nachdem nun die Hamburger Morgenpost als April-Scherz vom Verkauf der Namensrechte an eine arabische Fluggesellschaft berichtete, brennt das umstrittene Gebäude. Der Hamburger Senat bereitet sich jetzt offenbar auf eine Verschiebung der für Mai 2012 vorgesehenen Eröffnung der Elbphilharmonie vor. Bewohnern der im Luftzug befindlichen Stadtteile wird geraten Fenster und Türen zu schließen. Es besteht aber mutmaßlich keine Gefahr für Leib und Leben.


© Webcam: elbwetter.de


Aktualisierung von 13.13 Uhr


Es müssen wohl alle bereits installierten Glasscheiben ausgetauscht werden. Sie haben offensichtlich Luft gezogen und scheinen an den Rändern vom Rauchgas beschlagen zu sein.
© Foto: Harald Haack

Meldung vom 2. April 2010:
Beschwerdestelle des Senats für Geschädigte der Elbphilharmonie

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BLÖD: Buddel Dir Deine Meinung

Was macht ein B-Mann, wenn das Thema „Winter“ erschöpft ist? Schlag(löcher)zeilen.

Rolf Fischer - Heute in Hamburg-Wilhelmsburg: Er setzte sich eine gelbe Warnleuchte aufs Auto, griff zur Schaufel und grub auf einer Straße offensichtlich nach neuen Geschichten.

Mutmaßliche Überschrift: „Vom Winter gerissen“. Oder: „Unser schönstes Schlagloch“.

Newsbattery argwöhnt: Der Mann war fleißiger Ein-Euro-Jobber, von der B-Zeitung gesponsert, der half, ein Hamburger Winter(schlag)loch bildhaft aufzupeppen. Dazu noch in „schicker“ Sponsorenjacke. Wenn schon, denn schon!

Doch wozu benötigte er dabei ein Metermaß, eine verdreckte Radkappe, eine Farbdose und einen Fotografen, der alles so manipulierend „von ganz unten“ in Szene setzte?

Ein B-Mann von ganz unten?


© Fotos: Rolf Fischer

Hallo Herr Winter! Frau „Sommer droht“

Eine herunter gekommene deutsche Illustrierte titelte: „Heißer Frühling und Sommer droht.“ Tja, wenn es in jener Redaktion sonst keine Sensationen mehr außer gefälschte Tagebücher und Wetter gibt und als wenn auf Frühling nicht mehr Sommer folgt, dann sollte man des Nachts den Sternschnuppen zuschauen und sich wünschen, dass es für fest angestellte Redakteure dort bald wieder Gehirne gibt, mit denen sie besser titeln könnten.

Harald Haack – Wenn es nicht so kalt wäre! Wenn es nicht Winter wäre! Dann wäre jetzt wohl Sommer. Oder Frühling. Oder irgend etwas, was man dafür halten könnte. Oder nicht?

Wetter, so argwöhne ich, ist das Thema bei gelangweilten und von Katastrophen verwöhnten Redakteuren, mit dem sie Lücken zu füllen glauben. Und man kann es ihnen nie Recht machen. Tja, und nun ist es mein Thema. Ähem. Aber nur ausnahmensweise!

Aber: Ist es im Sommer einmal schön warm, klagen die Kolleginnen und Kollegen über die Hitze und die Trockenheit. Gibt es dann endlich einmal Regen, scheint die Welt unter zu gehen. Offenbar haben sich ihre Stamm-Leser den gefühlten Wetter-Katastrophen angepasst und geraten prompt in Panik, wenn es regnet oder schneit.

Die ARD-Tagesschau zeigte bisher im Winter gerne Einstellungen von durchdrehenden Rädern von Autos, aber nicht um zu zeigen, dass ein Volltrottel (oder ein Tagesschau-Reporter) am Steuer des Wagens gesessen hatte, sondern das es glatt gewesen war. „Extrem glatt!“ wie bis vor einigen Jahren noch eine hysterisch klingende NDR-Rundfunksprecherin nervte, obwohl die Straßen Hamburgs längst vom Eis befreit und abgetrocknet waren – was prompt zu Staus führte, denn das Fahren in „Trauerzügen“, die extrem langsam durch Hamburg schoben, schien damit angesagt gewesen zu sein. Und durchdrehende Räder schienen bei Autofahrern, die ängstlich hinter dem Lenkrad ihres Wagens saßen, in Mode gekommen. Ein negativer Lerneffekt wohl. Was im Fernsehen gezeigt wird, muss nachgeahmt werden. Das ist dann so, als wenn alle so fahren. Dann gehört man dazu. Besonders dann, wenn man im tiefsten Winter immer noch mit Sommerreifen umher rutscht. „Winterreifen sind doch nur was für Besserwisser!“ „Meine Ganzjahresreifen tun’s doch auch!“ Ja, rutschen.

Doch überlassen wir das Gemecker über die Blöden im Straßenverkehr dem Verkehrsminister Ramsauer und den Automobilclubs. Und: Natürlich geht es auch ohne Winterreifen im Winter. Die Bahn macht das jeden Tag. Die allerdings hat Schienen und ganz andere Probleme.

Wenn ich all das glauben sollte, was Kolleginnen und Kollegen ständig übers Wetter ablassen, so müsste, wenn ich all das Gezeter richtig verstehe, die Deutschen die Erde verlassen und sofort auf einen Planeten ohne Wetter umsiedeln. Doch, wo soll der existieren? Selbst auf dem Mars, wüst und leer, nichts als vereisten Sand, gibt es Wetter und Jahreszeiten.

Und was wäre eine Stadt wie Hamburg ohne Wetter? Nun, ich denke, dann würde es jetzt nicht regnen… Ja, stimmt! Das wäre banal. Und ich hätte hier nichts zu meckern über meckernde Kolleginnen und Kollegen…

Der Winter in Hamburg 2009/2010

Winter kann interessante Motive bieten. Hier eine Auswahl meiner Winter-Fotos:


Durch dieses Packeis auf der Norderelbe westlich der Freihafen-Elbbrücke war ein Eisbrecher geflügt und hat diese Rinne geschaffen.


Unterhalb des Fleetschlösschens, „Bei St. Annen“ in der Speicherstadt.


Vereister Fleet in der Speicherstadt. Auch zu anderen Jahreszeiten ein beliebtes Foto-Motiv bei Touristen.


Im Schneegestöber: Naturschutzgebiet Heuckenlock in Nähe der Autobahnraststätte Stillhorn an der Süderelbe.


Blick vom Bunthaus-Leuchtturm auf die Häuser in Hamburg-Gauert an der Norderelbe.


Eichhörnchenspur neben der Reifenspur meines Wagens. Keine Bange: Dem Tierchen ist nichts passiert. Es hat in dem Baum neben dem Stellplatz für meinen Wagen seinen Kobel, die Behausung.


Tanz der Krähen. Entdeckt beim Gästehaus des Hamburger Senats an der Straße „Schöne Aussicht“.


„Komm Fiete! Steh‘ hier nicht so rum. Die Fische…“ Bronzen am Fischmarkt in Hamburg-Altona.


In der Elbe treibendes Eis beim Restaurant Lutter & Wegner in Hamburg-Altona.
© Copyright alle Fotos: Harald Haack / Newsbattery.eu

Hamburg: Fröstelnde Schlangen an der Außenalster

Experten der Hamburger Umweltbehörde hatten das Eis der zugefrorenen Außenalster geprüft. Aber da es viele eingeschlossene Luftblasen enthielt, gab die Behörde keine Genehmigung für eine offizielle Volksbelustigung auf dem Eis. Die Gefahr sei zu groß, dass das Eis die Last von Millionen von Menschen nicht hielte. Das aber hielt rund 35.000 Menschen nicht davon ab, die Eisfläche dennoch zu betreten.

Harald Haack – Verboten war das Betreten der zugefrorenen Außenalster nicht. Deshalb konnte die Polizei auch nur am Ufer stehen und zusehen und den Verkehr der anliegenden Straßen regeln. Unterstützt in Sachen Sicherheit wurde die Polizei von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Da es keine offizielle Freigabe für die Eisfläche gegeben hatte, durften auch keine Stände aufgestellt werden. Glühwein und Bratwurst musste man sich von den Buden auf der Kennedybrücke und an den Bootsanlegern beschaffen und dafür viel Geduld mitbringen, denn die Schlangen jener, die hungrig geworden war oder denen fröstelte und sich an Glühwein erwärmen wollte, waren lang.

Und wie so oft bei solchen Versammlungen mit Volksfestcharakter kriegten die rund 100 bereitstehenden Feuerwehrleute und Sanitär auch was tun, doch „nur“ acht Menschen stürzten und mussten mit Prellungen oder dem Verdacht auf Knochenbrüchen klinisch behandelt werden.

Noch taut es tagsüber in Hamburg und schneit etwas. Doch Nachtfröste sorgen für weitere Eisbildung. Und in der nächsten Woche könnte es wieder Dauerfrost geben, womit die Wahrscheinlichkeit für ein offizielles Eisvergnügen auf der Außenalster steigt.


Am 8. Januar 2010 war das Eis der Außenalster noch sehr dünn.


Am 30. Januar 2010 aber wurde es von rund 35.000 Menschen betreten.


Und viele kriegten Lust auf Bratwurst und Glühwein. Lange Schlangen bildeten sich an den Bootsanlegern und auf der Kennedybrücke.


Rund 100 Feuerwehrleute und Sanitär standen bereit…


… für jene, die zu viel gewagt hatten und stürzten.
© alle Fotos: Harald Haack, Newsbattery.eu

Die weiteren Aussichten:

In der Nacht Bevölkerungszunahme im Nordwesten und vereinzelt Schneehauer.




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