Archiv der Kategorie 'Waffen'

„Totschläger“ immer beliebter bei Polizeichefs

Duisburgs Polizeichef fürchtet sich vor wütenden Islamisten. Deshalb traten seine Beamten kürzlich die Tür zu einer Wohnung ein, vor deren Fenster eine israelische Fahne aufgehängt war. Diese Fahne hatte islamistische Demonstranten erregt und zu Schneeballwürfen veranlasst. Auch wurden, wie Zeitungen berichteten, andere Wurfgeschosse verwendet. Anstatt gegen die aggressiven Demonstranten vorzugehen, ging die Polizei, so wurde nachträglich seitens der Polizeiführung behauptet, gegen den Provokateur vor. Doch der war angeblich nicht zu Hause. Um nun an die „böse, böse Fahne“ zu gelangen, schien den Beamten die Annahme der „Gefahr im Verzug“ gegeben zu sein. Aber dieses von Polizisten häufig beliebte „Allheilmittel“ für aggressive Dienstvergehen, als Ausrede eingebracht, unterliegen einer unbeschränkten gerichtlichen Kontrolle. Gab es diese Kontrolle in Duisburg? Was erwartet uns künftig noch von der Polizei?

Marcel-Franz Paulé – Der Rechtfertigungsversuch der Duisburger Polizeiführung gründet auf reine Spekulation, hypothetische Erwägungen, demnach die Islamisten noch wütender hätten werden können. Nach dem Leitsätzen des BVerfG, Az.: 2 BvR 1444/00, verkündet am 20.2.2001, reichen lediglich auf kriminalistische Alltagserfahrung gestützte, fallunabhängige Vermutungen nicht aus.

Hitzige Islamisten, schlagkräftigere Polizei
Die Polizeichefs von Bremen und Rheinland-Pfalz hatten sich schon für eine drastische Aufrüstung gegen Aggressoren entschieden. Auch einzelne Beamte der Bundespolizei sollen sich für den „Totschläger“ entschieden haben: Einen Teleskopschlagstock, der den Gummiknüppel ablösen soll, weil der nur blaue Flecken verursachte. Sprich: Schläge mit dem Gummiknüppel ergaben keine so gravierenden Verletzungen wie mit dem Teleskopschlagstock, dessen Besitz für den deutschen „Michel“ seit 1. April 2008 in Deutschland verboten und ordnungswidrig ist, „soweit kein berechtigtes Interesse des Führenden vorliegt“.

Laut Pressemitteilung der Hamburger Polizei, die jetzt auch den Teleskopschlagstock eingeführt hat, sollen Polizisten künftig auf Menschen mit diesem Stahlprügel einschlagen, weil im Rahmen einer Bund- und Länder-Arbeitsgruppe 2006 beschlossen wurde, „die Länderpolizeien mit einem moderneren Einsatzmittel auszurüsten, das den heutigen Anforderungen an den Polizeidienst angepasst ist. Von 2009 bis 2013 sollen sukzessive alle Hamburger Polizeibeamtinnen und -beamten sowie die Angestellten im Polizeidienst mit dem neuen Einsatzgerät ausgestattet werden.“

Die „Hamburger Morgenpost“ (MOPO, Thomas Hirschbiegel) zitiert hinsichtlich des Vorteils dieses Mordwerkzeugs Hamburgs Polizeipräsidenten Werner Jantosch: „Damit wird für uns die Lücke zwischen dem Einsatz von Pfefferspray und der Schusswaffe geschlossen“.

MOPO-Autor Thomas Hirschbiegel ergänzt: „Schon das Geräusch, wenn der Stahlstock mit einer Bewegung aus dem Handgelenk ausgefahren wird, soll Angreifer abschrecken.“

Dagegen behauptet aber der Lieferant des Teleskopschlagstock (EKA) der Polizei, die Firma „SicherheitsService Berlin GmbH“, die das Prügelwerkzeug über ihren SSB Online-Shop für 138,90 Euro anbietet: „Die Gleitringe sorgen zusätzlich für ein geräuschloses Öffnen und Schließen des Einsatzstockes. (Keine metallischen Schleifgeräusche, kein Klappern).“

Offensichtlich also eine heimtückische Waffe – wenn sie in falsche Hände gerät. Doch Polizisten sind keine Engel, „auch nur“ Menschen.

Hirschbiegel: „Auf den Kopf darf mit dem Stahlstock nicht geschlagen werden.“

Hoffentlich beherzigen dies die Polizisten, die künftig mit dem EKA auf Menschen einschlagen. Und niemand sollte „versehentlich“ mit seinen Kopf dem EKA dann im Weg sein.

Der Lieferant, der SSB Online-Shop, schwelgt auf seiner WebSite: „Das neu entwickelte Produkt soll den bisherigen „Gummischlagstock“ ersetzen, der keine Akzeptanz beim Anwender hat und beim Einsatz meist wirkungslos bleibt. Die Wirkungslosigkeit des bisherigen Gummischlagstockes wiederum erfordert ein außerordentlich hohes Maß an Schlägen um einen Angreifer angriffsunfähig zu machen. Der EKA ist bei sachgerechter Anwendung sehr wirkungsvoll, d.h. bei einem Schlag auf den Oberarm ist ein Angreifer in der Regel nach nur einem Schlag angriffsunfähig. Er lässt sich bauartbedingt unauffällig, z.B. hinter dem Rücken ausziehen und wirkt dadurch nicht zwangsläufig aggressiv.“

Aber wirklich heimtückisch! Und Polizisten bräuchten für den Einsatz des EKAs denn auch „kein oder nur sehr geringes Training“.

Welch blasiertes Verkäufergeschwätz! Als wenn schlecht ausgebildete Polizisten keine Gefahr für die Allgemeinheit wären.

Und genau dies scheint der Kern der Euphorie der Polizeichefs zu sein: Weniger gut geschulte Polizisten, kosten ja viel Geld, dafür mehr Waffen mit effizienter Wirkung. Und das verärgert nicht nur die Polizeigewerkschaft, sondern erschreckt auch manche Polizisten und Bürger.

Sollte dieser Artikel Mordgelüste in Ihnen geweckt haben, so geben Sie sich keiner falschen Hoffnung hin. Der EKA wird vom SSB Online-Shop angeblich „nur“ an legitimierte Personengruppen verkauft: Polizeibeamte; MP-Feldjäger; Zollbeamte; BGS-Beamte; Waffenbesitzkarten (WBK); Waffenschein- oder Jagdschein-Inhaber. „Professionelle taktische Protektoren für schutzbedürftige Körperteile, wie Oberkörperschutz, Unterarmschutz, Knieschutz, Schienbeinschutz und Ellenbogenschutz sowie Schutzhelme“ unterliegen dagegen mutmaßlich keiner Verkaufsbeschränkung des SSB Online-Shops.

Morddrohung gegen Obama schon im Mai 2008

Carl Dupre, „Großer Drachen“ der Bayou Knights, einer Klan-Gruppe des Ku-Klux-Klans, hatte schon im Frühjahr diesen Jahres mit der Erschießung von Barack Obama gedroht, falls dieser der 44. US-Präsident werden sollte. Dieser werde nicht lange Präsident bleiben, hatte Dupre in einem Interview dem deutschen Magazin FOCUS mitgeteilt.

Carl Landow – Der Jubel über den haushohen Sieg Obamas war noch nicht verhallt, da sendete der ARD-Kanal Eins EXTRA das Hintergrundsinsert „Siegheil Obama“.

Eine geschmacklose Entgleisung des Senders, die nicht zuletzt auf dem Vergleich amerikanischer Gegner des künftigen US-Präsidenten fußte, er habe Jugendliche um sich gesammelt wie einst Adolf Hitler.

Während der ARD-Nacht zur US-Präsidentschaftswahl hatte ein in Deutschland wenig bekannter, in Kalifornien lebender US-Schauspieler deutscher Abstammung diesen Vergleich wiederholt, allerdings als Zitat. Er habe es so von den netten Amerikanern gehört, die ihn umringten, als er unversehens in eine Open-Air-Wahlveranstaltung Obamas geraten war. Und er hatte hinzugefügt, gerade dort, wo man doch unter der Menge Jubelnder ausschließlich Anhänger Obamas vermutete, sollen etliche gewesen sein, die glauben, der Ku-Klux-Klan werde schon dafür sorgen, dass Barack Obama nicht lange Präsident sein werde.

In einem Filmbetrag ließen zwei ARD-Reporterinnen dann Rassisten zu Wort kommen. Einer saß in einer Kneipe und zischte unverhohlen, er hasse „Nigger“, und ein Anderer, ein Truck-Fahrer, der dem Rassisten ähnlich sah als wäre es ein Bruder, und den die Reporterin ausführlich zu Wort kommen ließ, wiederholte: „I hate niggers!“ Für die im ARD-Studio versammelte Runde mit Ex-ARD-Korrespondent Gert Ruge und Ex-Innenminister Chily schien dies der Anlass gewesen zu sein sich über ihre Hilflosigkeit zu verständigen, wie man denn passend Menschen mit „schwarzer“ Hautfarbe nennen dürfe.

Da habe sich doch inzwischen vieles verändert, sagte Ruge, als er noch als Korrespondent in den USA war und von den Rassenunruhen berichtet hatte. Damals habe er sie als „Neger“ bezeichnen dürfen. Selbst in den USA sei man unsicher gewesen und habe sie als „colored people“ umschrieben. Daraus habe man dann in Deutschland den Begriff „Farbige“ gemacht. Und so kam was angesichts dieser rassistischen Verklemmtheit kommen musste: Es wurde gefragt, was Barack Obama denn nun sei, Schwarzer oder Weißer. Er sei beides, kam die Antwort. Und die Amerikaner müssten sich darauf einstellen, dass sie bis 2038 laut einer Studie alle so seien wie Obama, weder schwarz noch weiß. Bis dahin hätten sich alle hinreichend vermischt. Auch die Mitglieder vom Ku-Klux-Klan, die weißen „schwarzen Schafe“ der Amerikaner, von denen einige US-Bürger jetzt schon die Ermordung des neuen US-Präsidenten erwarten?

Dass es keine Hysterie ist, bewiesen kürzlich zwei angeblich Rechtsextremisten, die kurz vor dem Versuch Obama zu ermorden verhaftet wurden.

Wie sehr die Massen der USA zu extremen Aggressionen neigen, erfuhr MCCain als er gegen 21.15 Uhr Ortszeit auf der Bühne im Garten des Biltmore-Hotels in Phoenix (Arizona) seine Niederlage eingestand und Obama gratulierte. Dabei sprach er über Rassismus und Rassentrennung als „die große Ungerechtigkeit, die den Ruf unserer Nation beschmutzt hat.“ Nach seinen Worten, mit denen er seine Anhänger aufforderte Obama mit gutem Willen entgegenzutreten und politische Kompromisse mit ihm einzugegen, im Interesse der USA, wurde MCCain laut ausgebuht. Er reagierte mit schmerzverzerrtem Gesicht und glasigen Augen auf den Hass. Dabei hatten er und Sarah Palin sich während des Wahlkampfes nicht gescheut, Barack Obama mit falschen Behauptungen bei ihren Anhängern schlecht zu machen.

Der Fantômas unter der McCain-Maske

Fantômas ist ein skrupelloser und zugleich genialer Schurke. Seine Verbrechen zeichnen sich aus durch Brutalität und Einfallsreichtum. So ist er Befürworter des Irakkriegs und er strebt einen Krieg gegen den Iran an. Russland bezeichnet er „revanchistisch“ und verlangt den Ausschluss Russlands aus dem Kreis der G8-Staaten. Er verlangt die Abkehr von Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs der USA, fördert den Verkauf, den Erwerb und das Tragen von Schusswaffen, befürwortet die Todesstrafe und will in den USA 45 neue Atomkraftwerke bauen. Und er verbreitet deftige Lügen über Barack Obama.

J.J. Maryse – McCain ist nicht Fantômas, aber unter der Maske McCains existiert Fantômas. Wer sonst außer Fantômas hätte sich eine aufgeblasene Latex-Puppe ins Wahlkampfteam geholt und sie als Vize vorgestellt? Fantômas hat das Paris seiner geistigen Schöpfer Pierre Souvestre und Marcel Allain längst hinter sich gelassen, wo er einst Schwefelsäure in Parfümflaschen füllte und in einem Kaufhaus deponierte. Er ist leibhaftig geworden und behauptet nun Amerikaner von Geburt an zu sein. Aber wie alle Verbrecher machte auch Fantômas Fehler und kürzlich wurde enttarnt. So hatte er vor kurzem vergessen, sich die abgeleierte Haut McCains über den Kopf zu spannen und wurde prompt von einem Fotografen abgelichtet. Die Amerikaner müssen sich nun fragen: Was kommt als nächstes ans Licht, nachdem aus seiner Vize-Puppe sämtliche Luft heraus gefurzt ist?


Das wahre Gesicht von Fantômas ohne die abgeleierte Haut McCains.


Latex-Sarah, die Geheimwaffe von Fantômas.

Palin als US-Präsidentin
Interaktive Flash-Animation

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Duftbomben aus Israel

Vor einigen Jahren machten Floristen über ihren Fachverband auf drastisch zunehmende Erkrankungen ihrer Mitglieder aufmerksam und warnten in diesem Zusammenhang vor importierte Blumen, wozu besonders Rosen zählten. Die nämlich hätten es in sich: Pestizide und künstliche Duftstoffe nämlich.

Harald Haack – Alle Jahre wieder zur Winterszeit werden Rosen importiert. Sie kommen vornehmlich aus Brasilien und Israel, wo sie unter großen Einsatz von Pestiziden produziert werden. Nebenwirkung der Pestizide: Die Blumen verlieren ihren Duft. Dies machte eine Beduftung mit Parfüms notwendig. Floristen und Verbraucher reagierten auf diese Blumen mit Allergien und Fremdstoffmetabolismusstörungen. Dies hinderte die Produzenten in jenen Ländern jedoch nicht daran ihre Produktionsweise zu ändern.

Schimmer noch: Israelische Wissenschaftler wollen nun eine Methode entwickelt haben, um den Duft von Blumen „genetisch zu verstärken“. Nicht nur Blumen könnten mit stärkerem Geruch, sondern auch mit „neuen Duftrichtungen“ gezüchtet werden. Dies behauptete gestern der Leiter der Forschungsgruppe von der Hebrew University, Alexander Vainstain.

Hat die Welt darauf gewartet? Rosen mit Schokoladenduft? Nelken mit einem intensiven Duft, der an frische Kuhmilch erinnert?

Wie es heißt, sei es den Forschern gelungen, den Duft von Blumen um das Zehnfache zu verstärken. Die genmanipulierten Pflanzen sollen ihre Dünste sogar Tag und Nacht verbreiten.

Welch Terror! Blumenduft zeichnete sich bisher durch das Wenige aus. Nun wird es brutal und vulgär.

Die israelischen Blumenvermurkser wollen ihre neu entdeckte Methode auch in anderen Bereich angewendet sehen: So sollen künftig Obst und Gemüse besonders schmackhaft erzeugt werden. Die Ausdünstungen von Pflanzen sei dabei ein grundlegender Faktor für ihren Geschmack, erklärte der israelische Forscher Vainstain. Ob sich Verbraucher an die übersteigerten Düfte des unnatürlichen Grünzeugs gewöhnen und ob die Stinke-Produkte künftig dazu dienen könnten, neu entwickelte Kampfgase unbemerkt in ein feindliches Land zu schmuggeln und dort zu verbreiten, verriet er nicht.

Von den meisten der berüchtigten Kampfgase der beiden Weltkriege ist bekannt, dass deren Dünste als fruchtig empfunden werden. Wer allerdings zu dieser Erkenntnis nach dem Einatmen solcher Gase gekommen ist, für den soll es bereits zu spät sein.

Wie schön, denn so bleibt ihm ein langer Leidensweg erspart. Leiden, erzeugt mit Pestiziden. Die Blumen, das Obst und das Gemüse der Zukunft wird, da es durch Genmanipulation künftig zehn Mal heftiger duftet, dann noch rücksichtsloser mit Pestiziden behandelt werden, um Insekten von den Blumen fernzuhalten. Das bunte, heftigst duftende Grünzeugs wurde, so argwöhne ich, nur deshalb manipuliert. Und Lösemittel, die nach Rosen duften, hatten bei Blumen offensichtlich den selben Effekt wie bei Mensch und Tier: Sie machten sie kaputt. Diese Chemie aber kann nun eingespart werden. Das ist, wie ich meine, wenig tröstlich, denn: Haben Sie sich schon einmal gefragt, was bei den Rosen so duftet?

Nun, es ist ein Stoff, den Botaniker als „Apfelesther“ bezeichnen und als eines der heftigsten Allergene erkannt haben. Wenn also beispielsweise Rosen künftig zehn Mal intensiver duften, weil ihre Gene das so regeln, so wird dieser Duft künftig noch mehr Menschen zu Allergikern machen und es wird zu wesentlich mehr Herz- und Kreisverlaufversagen kommen. Das ist doch umwerfend.

Heimliche Giftgas- und Raketentreibstoffproduktion in Wülfrath?

In einem in den Medien namentlich zunächst nicht näher bezeichneten Chemiebetrieb in Wülfrath ist ein gasförmiges chemisches Zwischenprodukt namens „Dicyclopentadien high purity“ unkontrolliert ausgetreten.

Harald HaackLOCALXXL nennt die Firma ASK Chemicals in der Dieselstraße von Wülfrath als Unglücksort. Im bundesweiten Branchen-Telefonbuch von Klicktel ist sie nicht enthalten. Gibt es Gründe der Geheimhaltung?

In einem Portrait von chemie.de wird das Unternehmen wie folgt beschrieben:

„Die Ashland-Südchemie-Kernfest GmbH (ASK Chemicals), mit Firmensitz in Hilden bei Düsseldorf, ist mit 3 Produktionsstandorten und 9 Vertriebsniederlassungen in Europa (ASK Chemicals-Gruppe) ein führender Hersteller von hochwertigen, auf den Kunden zugeschnittenen chemischen Produkten für die Gießereiindustrie und Spezialitäten im Bereich Kunstharze, vor allem für Farben- und Lackindustrie.“

In politisch kritischen Zeiten wie dieser, die geprägt wird von dem Georgien- und NATO/Russland-Konflikt, mutet es eigenartig an, wenn in einem deutschen Chemiebetrieb eine Chemikalie entweicht, die für die Parfüm- und Giftgasherstellung gleichermaßen verwendet werden kann. Mit „Dicyclopentadien high purity“ ist die Rede von einer Kohlenwasserstoffverbindung; ein äußerst aggressives Lösemittel, das Gummi und sogar Autoreifen auflösen kann und, neben seiner hohen Entzündlichkeit, hochgradig gesundheitsgefährlich ist: Neben Augen-, Atemwegs- und Hautreizungen sollen laut GESTIS-Stoffdatenbank zu den akuten Reaktionen Vergiftungen von Lunge, Leber und Nieren hinzukommen.

Wer bisher glaubte, Parfüme seien harmlose Luxusartikel, sollte spätestens jetzt gewarnt sein. Denn Dicyclopentadien ist mutmaßlich in vielen Markenparfümen enthalten, und nicht nur dort, sondern auch in Pflegemitteln wie Waschmittel und Shampoo. Immer dann, wenn der Duft eines Körperpflege-Produkts auf Kampfer aufgebaut ist, wird Dicyclopentadien darin enthalten sein. Und weil alle Parfüme aus Kohlenwasserstoffen zusammen gepantscht sind, können sich nicht in Flaschen aus Kunststoff aufbewahrt und verkauft werden; deshalb sind Flakons aus Glas.

Eine brisanter Stoff also! Und nicht nur in Parfümen, Giftgas, Kunststoffen (als Weichmacher) enthalten, sondern eine Chemikalie, die auch als Düsentreibstoff unter dem Kürzel „JP-10 für Strahltriebwerke verwendet wird.

Wikipedia: „Er ist in der Spezifikation MIL-DTL-87107D beschrieben und wird u.a. in Flugkörpern wie der AGM-84 Harpoon eingesetzt. JP-10 besteht ausschließlich aus Exo-Tetrahydro (Dicyclopentadien) und hat einen Flammpunkt von 54,4°C und einen niedrigen Gefrierpunkt (-79°C).“


Dicyclopentadien wird laut Wikipedia für solche Waffen, wie die AGM-84 Harpoon, als Treibstoff eingesetzt.
© Foto: Wikipedia/Avriette

Das Einatmen der Dicyclopentadien-Dämpfe verursachte angeblich in Tierversuchen bei Ratten, Mäusen und Hunden – je nach Konzentration – auch Koordinationsverlust, Zittern, Atemstörungen, Krämpfe und Bewusstlosigkeit. Das sind übrigens auch die Symptome unter die Parfüm-empfindliche Verbraucher leiden, wenn sie den „Giftgas-Dünsten“ ihrer Mitmenschen ausgesetzt sind. Wer dann mit seinen gesundheitlichen Beschwerden bei einem Mediziner landet, der sich von PR und Geld hat einkaufen lassen, wird merken, wie schnell er aufs psychische Abstellgleis geschoben wird.

Das könnte auch den Anwohnern im Bereich Wülfrath, Velbert-Tönisheide und Neviges geschehen, wenn sie Sensibilisierungssymptome in einigen Wochen an sich entdecken werden. Ihnen wird jetzt geraten: „Bleiben Sie im Gebäude oder im Kraftfahrzeug, schließen sie Fenster und Türen, schalten sie Lüftungs- und Klimaanlagen aus.“

Menschen, die sich am Montagvormittag, 25. August, nach 10.30 Uhr im Bereich des Industriegebiets auf der Dieselstraße in Wülfrath aufgehalten und den Bereich unkontrolliert verlassen haben, sollten sich bei der Feuerwehr Wülfrath, Tel.: 02058 / 924466, melden und beim geringsten gesundheitlichen Problem unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Nicht dekontaminierte Fahrzeuge sollten wegen der aggressiven Lösemitteleigenschaft der im gasförmigen Zustand ausgetretenen Chemikalie im Hinblick auf die Bereifung überprüft werden.


In nicht einmal einem Kilometer Entfernung von der Dieselstraße (links im Bild als Schreife verlaufend) Autobahn und Gewässer. Dicyclopentadien gilt als gefährdend für Gewässer.
© Google Earth


In der offiziellen Gefahrenzone um Wülfrath (Kreuz) lagen auch die Ortschaften Velbert-Tönisheide und Neviges.
© Google Earth/Newsbattery

NACHTRAG (26.08.2008 – 11.20):
Patriot-Raketen in Deutschland sollen US-Raketenbasis in Polen schützen

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