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Kolumbianische Klippenspringer erobern Hamburg

Beim Finale des Red Bull Cliff Diving 2008 sprangen die weltbesten Klippenspringer heute unter dem Jubel der 1.500 Zuschauer 25,5 Meter tief von Bord der Rickmer Rickmers. Weltmeister und Red Bull Athlet Orlando Duque (COL) gewann vor José Eber Pava Ordoñez (COL) und Gary Hunt (GBR).

Hamburg (ots) – Drei Tage lang waren die besten Cliff Diver der Welt durch den Hamburger Hafen gezogen, um Cliff Diving in die Großstadt zu bringen. Ihre Sprungbretter: ein Fenster in der Speicherstadt, ein Schiffskran, ein Containerfrachter und die Museumskräne am 50er Schuppen.

Trotz des strömenden Regens waren gestern rund 1.500 Zuschauer zum Finale gekommen, um ihre Helden zu feiern: Co-Initiator des Events Orlando Duque (COL), José Eber Pava Ordoñez (COL), Hassan Mouti (FRA), Gary Hunt (GBR), Alain Kohl (LUX), Vitali Ruhl (RUS), Cyrille Oumedjkane (FRA), Andrey Ignatenko (UKR), Michal Navratil (CZE) und Europameisterin Anna Bader (GER)! Fünf Judges bewerteten die Sprünge nach Schwierigkeitsgrad, Dynamik beim Absprung, korrekte Ausführung, Ästhetik und Eintauchen mit möglichst wenig Spritzwasser.

Orlando Duque, Gary Hunt und Cyrille Oumedjkane hatten sich bereits in Führung gebracht, als José Eber Pava Ordoñez mit einem dreifachen Vorwärtssalto mit eineinhalb Schrauben den kolumbianischen Triumphzug in Hamburg einläutete. Gary Hunt überdrehte bei seinem Sprung minimal. Dann absolvierte Orlando Duque seinen dreifachen Vorwärtssalto mit eineinhalb Schrauben sicher und präzise – und gewann vor José Eber Pava Ordoñez und Gary Hunt. „Ich bin überglücklich“, sagte Duque. „Nach so einer Woche, in der wir überall im Hamburger Hafen gesprungen sind, ist dieser Sieg der perfekte Abschluss!“

Ergebnisse:

1. ORLANDO DUQUE (COL) 190,95 Pts
2. JOSE EBER PAVA ORDONEZ (COL) 180,15 Pts
3. GARY HUNT (GBR) 175,05 Pts
4. CYRILLE OUMEDJKANE (FRA) 169,20 Pts
5. HASSAN MOUTI (FRA) 150,35 Pts
6. ALAIN KOHL (LUX) 116,70 Pts
7. VITALI RUHL (GER) 100,70 Pts
8. MICHAL NAVRATIL (CZE) 82,00 Pts
9. ANDREY IGNATENKO (UKR) 46,80 Pts

Weitere Informationen: www.redbull.de/cliffdiving .

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Ein Wunder weniger in Bern

1954 ist Bern das Mekka für alle Fussballbegeisterten. Am 4. Juli stehen 64.000 Zuschauer im strömenden Regen im Wankdorfstadion und fiebern dem Ende der alles entscheidenden Partie Ungarn-Deutschland entgegen. Die letzten Minuten sind nichts für schwache Nerven.

Peter Maibach - Geschichte ist der Live-Kommentar des deutschen Reporters Zimmermann „Sechs Minuten noch im Berner Wankdorf Stadion. Keiner wankt. Unaufhörlich prasselt der Regen hernieder. Und Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn, hat den Ball – verloren diesmal an Schäfer. Nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt… Tor! Tor! Tor! Tor! 3:2 für Deutschland. Halten Sie mich für verrückt. Halten Sie mich für übergeschnappt, aber ich finde, auch Fußball-Laien sollten ein Herz haben.“

Endlich Schlusspfiff – Deutschland jubelt. Deutschland ist Weltmeister. Man ist wieder wer. Die brave Longines-Stadion-Uhr bleibt um 20:16 stehen, zeigt den Spielstand: Ungarn – Deutschland 2:3.

Die Jahre vergehen und kein Stein bleibt über dem andern. Das in Ehren ergraute Wankdorf-Stadion wird 2001 abgerissen. Im 2005 nimmt an seiner Stelle das Viersternestadion „Stade de Suisse“ den Betrieb auf, kühl, modern, elegant und multifunktional. Einzig die alte Stadionuhr hat überlebt. Sie wurde liebevoll und aufwändig restauriert und erhielt auf dem Vorplatz des neuen Stadion einen Ehrenplatz. Zur Erinnerung das emotional wichtigste Wankdorfspiel zeigte sie den historischen Stand von1954 an.

Doch auch diese nette Geste ist jetzt passé. Auf Betreiben der Fans des Berner Fussballclubs Young Boys wurde der Spielstand heute geändert. Jetzt wird das letzte Heimspiel von YB im Wankdorf angezeigt, das 1:1 gegen Lugano.

„Bern wirkt Wunder“, war das Motto der letzten EM. Nun, auch Wunder sind vergänglich. Für alle, die nochmals im Glanz vergangener Zeiten schwelgen möchten: Hier ein Bild zur Erinnerung an das echte Wunder von Bern.


Die Longines-Stadion-Uhr zeigte seit 1954 bis vor kurzem noch Zeit und Spielstand des als „Wunder von Bern“ bezeichneten Länderspiels zwischen Ungarn und Deutschland an.
© Foto-Copyright: Peter Maibach, Bern




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