Archiv der Kategorie 'Kommentar'

„Merkels Medienlandschaft“ schockiert: Kreml böse

Viele Nachrichten haben zwei Seiten. So auch im Fall des Pussy-“Krieges“. Für die Radio Stimme Russland sind die deutschen Medien böse; besonders die Springer-Presse, denn die sorge über miese Meinungsmache für die Traumatisierung Putins.

Henrik C. Sassen
– Glaubt man der Radio Stimme Russland, so haben deutsche Medien und Politiker Russland und ganz besonders Putin den Pussy-“Krieg“ erklärt. Und das Schlimmste dabei: Deutsche Leser seien ganz genau über das böse Spiel von Intrigant BILD informiert und andere Zeitungen und auch Fernsehsender richteten sich nach dem miesen politischen Leitbild.

In Deutschland jedoch fallen die Taten der Frauen-Punkband Pussy-Riot, weshalb sie in Russland zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurden, zunehmend ins Fach der Gelassenheit. Schließlich hat Deutschland sich an seine „Raubauken“ längst gewöhnt und sie teilweise auch als Punks ganz lieb gewonnen. Punkige Frisuren zählen zum Standard, was Friseure auch für konservative Frauen anbieten.

Olivier Renault, der Kommentator von Radio Stimme Russland, erregt sich besonders über den „Auftrag“ in Deutschland, die Gerichtsverhandlung über Pussy Riot zu benutzen und zu verbreiten, Russland sei Diktatur!

Olivier Renault bemüht sich als Rächer und Krummbieger, wie ich meine: „Da die Lage im eigenen Land so schwierig ist, sind die Deutschen nicht mehr wirklich bereit die Informationen, die in der BILD erscheinen, zu glauben. Vor einem Tag sollten sie erfahren, dass die, bis sie 80 Jahre alt sind, arbeiten müssen. Die Rentner bekommen jedes Jahr weniger Geld und die Zahl der Arbeitslosen klettert nach oben. Kein Politiker tritt dagegen auf! Für sie ist es legal, also menschenwürdig! Aber die Strafe gegen Pussy Riot ist unwürdig!

Die Medien nutzen Pussy Riot als Propagandamaterial gegen Russland.

Die Deutschen wären ehrlich gesagt froh, wenn seine Politiker etwas für seine Rentner, seine Familien, seine Kinder und für seine Arbeitsplätze machen würden, anstatt sich um drei Frauen zu kümmern!“

Während Spiegel-Kommentartor Uwe Klußmann unter der Überschrift „Der Kreml sät Hass“ schreibt: „Russlands Mächtigen scheint nicht bewusst zu sein, wie sehr der politische Prozess um Pussy Riot ein Symptom für die tiefe Krise ist, in der sich die russische Gesellschaft befindet. Gegen den Willen des Kreml-Herrs Putin wäre das Urteil nicht denkbar gewesen.“

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich zu einem Kommentar verleiten : „Den Prozess gegen Mitglieder der Band Pussy Riot habe ich mit Besorgnis verfolgt. Das unverhältnismäßig harte Urteil steht nicht im Einklang mit den europäischen Werten von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, zu denen sich Russland u.a. als Mitglied des Europarates bekannt hat.“ Ergänzend sagte sie, eine lebendige Zivilgesellschaft und politisch aktive Bürger seien Voraussetzung und keine Bedrohung für Russlands Modernisierung.

Na denn! Vielleicht möchte sie nun Putin eine Praktikantenstelle in ihrem „Rechtsstaatlichkeits- und Demokratieamt“ anbieten.

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Ist Krieg geil?

Seit Jahren gärt in etlichen unprofessionellen Möchtegern-Presse-Blogs ein unterschwelliges Hoffen auf den Krieg zwischen Iran und Israel. Selbsternannte Experten tun nicht nur hierzulande so, als wüssten sie mehr als offizielle Regierungsstellen der Staaten. Sie schüren mit ihrer fahrlässigen und unverantwortlichen Sensationslust unter ihren Lesern Angst.

Marcel Franz-Paulé
– Was wir seit Jahren in den Blogs und auch professionellen Medien zu lesen kriegen und miterleben, ist nicht neu. Das Säen von Misstrauen und Angst unter Menschen ist alt, und es war schon immer ein Mittel der Kriegstreiberei.

Die Kirche erfand den Teufel.
Der Autor des „Hexenhammers“, der Dominikaner und Inquisitor Heinrich Kramer schuf die Hexenverfolgungen. Nach neuesten Erkenntnissen soll er das Vorwort zu seinem Machwerk selbst verfasst und einem damaligen prominenten Autor untergeschoben haben. Sogar dessen Unterschrift soll er gefälscht haben, wie Historiker nach gründlichen Handschriftenvergleichen herausfanden, damit „Der Hexenhammer“ reichlich Absatz fand, der dann als „Standardwerk“ der Verfolgung zu dem Wahnsinn der Hexenverbrennungen führte.

Scheinheilige „Krämerseelen“ wie der Inquisitor Kramer, die sich alles oder vieles aus den Fingern saugen, um sich einen Vorteil davon zu versprechen, existieren heutzutage leider zu Tausenden. Dabei muss es nicht immer finanzielle Bereicherung sein, die als Triebfeder dahinter steckt. Vielmehr sollte man von unbefriedigter Geltungssucht ausgehen. Bei Heinrich Kramer wird mutmaßlich aber beides zutreffend gewesen sein; möglicherweise sogar zusätzlich eine gehörige Portion von Perversion und Sadismus.

Heute finden sich selbsternannte Geheimdienstexperten, die von geheimdienstlicher Tätigkeit träumen, aber von staatlichen Geheimdiensten als „Spinner“ gemieden werden. Oder sonderbare Zeitgenossen, die offensichtlich beruflich nicht ausgelastet sind und sich hobbymäßig als „Journalisten“ betätigen und aus Presseberichten das herauskopieren, was paradigmatisch in ihr kleingeistiges Weltbild passt. Besonders Informationen, die sie zwischen den Zeilen in den sachlich verfassten Artikeln der professionellen Journalisten herauszulesen glauben, weckt ihre Fantasie und ihren (antisemitischen?) Fanatismus. Da genügt es – wie gerade geschehen – dass es beispielsweise im Iran zwei heftige Erdbeben gab, diese, obwohl sie in einer bekannten Erdbebenzone und fern von Zentren der atomaren iranischen Aufrüstung stattfanden, spontan als kriegerischen Angriff eines anderen Staates zu werten. „Beweise“ für kriegerische Handlungen lassen sich auf diese Weise praktisch immer finden; und wenn es nur wieder einmal das Passagierflugzeug einer wenig bekannten Fluggesellschaft ist, das spontan als CIA-Flieger „enttarnt“ und fortan von so genannten Flugzeug-Spottern mittels „Spielzeugen“ wie „Live Flight Tracker“ übers Internet hysterisch verfolgt und auf zivilen Flugplätzen fotografiert wird.

Hatte Israel jetzt den Iran mit Atombomben angegriffen?

Nun, das zu behaupten wäre wohl zu vollmundig gewesen. Also wird zunächst auf „klein-klein“ gemacht und beispielsweise behauptet, mit „elektromagnetischen Wellen“ (als Waffe) hätten die Erdbeben doch auch ausgelöst werden können. Hätten! Die „Stammtischweisheiten“, als Synonym für penetrantes, kleinbürgerliches Politikbewusstsein hat sich im Internet festgefressen. Und die Atombomben dürfen damit noch weiterhin einige Jahre warten, denn es gibt seitens der neuzeitlichen „Inquisitoren“ noch viel Angst zu schüren. Sonst gebe es schließlich nichts mehr, was sie sich aus den Fingern saugen könnte.

Selbstverständlich lässt sich eine Kriegsgefahr zwischen Iran und Israel (oder umgekehrt) nicht leugnen. Aber das ist etwas anderes und soll hier nicht Thema des Artikels sein. Es geht hier vielmehr ums Spekulative, ums Hoffen und Bangen auf Krieg, auf Gewalt.

Gewalt hatte Menschen schon im alten Rom fasziniert. Das in Rom zerfallende Collosseum, in den Sklaven von Gladiatoren und Raubkatzen bekämpft und vor den Augen vieler Zuschauer zerfleischt wurden, hat heutzutage seinen Ersatz in blutrünstigen Kinofilmproduktionen, TV-Nachrichtenshows, dem Internet und Computerspielen gefunden. Einen großen Einfluss hat bei Hollywood-Produktionen leider immer noch die US-amerikanische Waffenlobby, und im Grunde genommen kann man es den Filmplakaten schon von weitem ansehen, wie viel Waffenlobby in einem „Motion Picture“, einem Spielfilm, steckt: Waffen als Postermotiv in Händen der Actionhelden.

Wen wundert es da also noch, wenn die neueste Batman-Verfilmung bei seiner Premiere in den USA einen Waffennarren anlockte, um als „Joker“ während der Filmvorführung Zuschauer zu erschießen? Schlagartig war die Angst vor Nachahmer groß.

Der Täter hatte aber mehr erreicht als „nur“ Menschen getötet zu haben. Er hatte seinem Trieb folgend unter Menschen nicht nur Angst verursacht, sondern auch Sensationslust angeheizt; was sich leider auch im Pressemainstream niederschlug.

Erfreulicherweise gibt es keine Videos, die ihm beim Töten zeigen. Damit bleiben der Weltöffentlichkeit ständige Wiederholungen der Tat, wie einst nach den terroristischen Angriffen auf die Twin-Tower des WTC in New York erspart. Dennoch erkannten moderne Inquisitoren auf Fotos und Videos von den Flammenbällen und Rauch- und Staubwolken der in sich zusammen sackenden Wolkenkratzer apokalyptische Teufelsfratzen.

Professor Thomas Elbert (Klinische und Neuropsychologie an der Universität Konstanz) erforscht die Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft. In seinem bei ZEIT-Online publizierte Artikel schreibt er, die Gestalt vieler heutiger Kriege könne bewirken, dass durch Sozialisation erworbene Hemmungen wieder verloren gehen: „Denn nicht mehr reguläre Armeen stehen sich gegenüber. Am oft diffusen Kampfgeschehen sind Rebellen, Söldnergruppen, Kriminelle und ausländische Truppen beteiligt. Zusehends verschwimmt auch die klare Grenze zwischen Soldaten und Zivilisten, die immer häufiger zu Opfern und zu Akteuren werden.“

Zur Gestalt heutiger Kriege zählen meiner Meinung nach aber auch viele selbsternannte Spezialisten, die sich Ihr Wissen aus den Fingern – oder aus dem Nichts – zu saugen scheinen und die häufig vor Dummheit triefenden Ergüsse davon in Foren und Pseudo-Presseblogs produzieren.

Sie warten nicht auf einen nächsten großen Krieg, sie reden ihn herbei.

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EGMR stoppt Mafiosi-ähnliche Verletzungen des Eigentumsschutzes

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte negiert die Zwangsmitgliedschaft von Eigentümern von Wald-, Feld- und Wiesenflächen in einer Jagdgenossenschaft. Jäger und deutsche Politiker sind aufgebracht.

Henrik C. Sassen – Nein, von Mafia ist hier nicht die Rede, obwohl man unwillkürlich bei einer Zwangsmitgliedschaft von Grundeigentümern in einer Jagdgenossenschaft daran denken könnte. Eigentümer von Wald-, Feld- und Wiesenflächen bis zu 75 Hektar mussten nämlich bisher einer Jagdgenossenschaft anzugehören und die Jagd auf ihrem Boden dulden. Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) stellten eine Verletzung des Eigentumsschutzes fest, der in der europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist. Die Zwangsmitgliedschaft sei eine unverhältnismäßige Belastung, hieß es in der Urteilsbegründung, womit nun die Zwangsbejagung gestoppt wird. Aber die Empörung von Jägern und Politikern macht verborgene Verbindungen sichtbar; als „Verfilzung der Jägerschaft mit Politik und Behörden“ von Gegnern der Hobby-Jägerei kritisiert.

Geklagt gegen die Zwangsbejagung hatte ein Jurist und Tierschützer aus Baden-Würtemberg, Eigentümer von zwei Grundstücken unter 75 Hektar und laut Bundesjagdgesetz automatisch Mitglied der Jagdgenossenschaft. Bisher musste er das Jagen auf seinen Grundstücken dulden. Weil er jedoch als Vegetarier das Töten von Tieren aus Gewissensgründen ablehnt, verlangte er von der zuständigen Jagdbehörde seine Mitgliedschaft zu beendigen. Doch die Behörde wies seinen Antrag zurück genauso nachfolgend wie das Verwaltungsgericht Trier. Ebenso erfolglos geblieben waren seine Beschwerden beim Ober- und beim Bundesverwaltungsgericht. Er musste in die nächste Instanz gehen, den Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Die Geschichte des deutschen Bundesjagdgesetzes hat braune Flecken. Erstmals als entscheidende Grundlage für das Jagdrecht in der Nationalversammlung zu Frankfurt am Main im Jahr 1848 beschlossen – damals galt noch das Jagdrecht nicht auf fremden Grund und Boden – wurde es 1929 vom sozialdemokratischen preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun mittels dem preußischen Jagdgesetz sowie der Preußischen Tier- und Pflanzenschutzverordnung zur Grundlage des Reichsjagdgesetz von 1934, ergänzt aber mit einer von nationalsozialistischen Ideologie durchsetzte Präambel des Naziministers Hermann Göring (der im Nürnberger Prozess zum Tod durch den Strang verurteilt wurde, sich aber der Vollstreckung des Urteils durch Selbstmord entzog). Das deutsche Bundesjagdgesetz basiert auf die vorherigen Jagdgesetze, stammt aus dem Jahr 1952 und wurde 1976 und 2011 überarbeitet.

Auf das Urteil des EGMR reagieren Jäger und Politiker nun mit Unverständnis. Für sie es ein sehr negatives Urteil, wie der Dithmarscher Kreisjägermeister Thies Peter Claußen der Landeszeitung sagte und stereotyp auf Probleme hinwies: Große Probleme bei der Bestandskontrolle und der Seuchenbekämpfung. „Wenn uns ein Grundstückseigentümer nicht mehr auf seine Fläche lässt, kann sich das Wild auf dem Gelände unkontrolliert vermehren“, ergänzte er, der Verbiss an jungen Pflanzentrieben habe dort zugenommen.

Offensichtlich sind sich Jäger ihres inzwischen schlechten Images bewusst, welches sie sich unter der Bevölkerung erworben haben und so argumentieren sie weiterhin unbeirrt mit Bildern, die Kritiker längst als unglaubwürdig und nostalgisch entlarvt haben: Dem Bild des Jägers als Naturschützer und Artenschützer.

Vor und nach dem Krieg sei eine Begünstigung der Jäger seitens der Politik verständlich gewesen, schreibt Autor und Selbstverleger Fritz Werner unter seiner Internetadresse wasjaegerverschweigen.de, damals diente die Jagd noch der Nahrungssicherung für die Bevölkerung, durch Reduzierung der Wildschäden an den Feldkulturen. Jäger erfüllten somit noch eine gemeinnützige Aufgabe.

Doch Deutschland wurde zu einer Industrienation, in der die Landwirtschaft, obwohl noch existent, an wirtschaftlicher Relevanz verlor und die Natur zu einem Erholungsraum für die Bevölkerung wurde, womit sich die Jagd mehr und mehr konträr zu den Interessen der Allgemeinheit verhielt. Die Jägerschaft sei von ihrem eigentlichen Auftrag der Wildschadensverhütung abgerückt, kritisiert Fritz Werner, ihre Jagd erhöhe inzwischen Wildschäden durch Betrügereien. Er nennt Fälle. Sie mögen Einzelfälle sein, doch ist nicht bekannt, ob sie nicht vielfach Nachahmer gefunden haben. So soll ein Jagdgehilfe damit geprahlt haben, er habe im Frühjahr mit der Rückseite seines Taschenmessers die Rinde an jungen Obstbäumen abgeschabt. Dafür bekämen die Grundeigentümer ihren „Wildschaden“ bezahlt. Nur so blieben „wir Jäger in dieser schönen abgelegenen Ecke allein und ungestört unter uns“. „Man dürfe nur eines nicht“, zitiert Werner einen Jäger, „sich im Beisein von Zeugen erwischen lassen“. Er hatte sich die Wildschadenszahlungen für seine selbst-verursachten Schäden erspart und die gegen den Wildverbiss angebrachten Drahthosen an den Bäumen entfernt und den Geschädigten wegen angeblich fehlendem Verbißschutz dann die Wildschadenszahlung für die Fegeschäden durch „Rotwild“ verweigert.

Das Bundesjagdgesetz, das in seiner heutigen Form aus einer Zeit stammt, in der Nazis in Deutschland darüber bestimmten, was Recht und Ordnung ist, in der das Jagdrecht auch von deren Rassismus geprägt wurde, wird nun endlich geändert werden müssen, auch wenn sich Jagd-liebende Politiker dagegen noch sträuben. Böcke schießen werden sie sicherlich noch weiterhin in den Parlamenten. Böcke schießen werden sie sicherlich noch weiterhin in den Parlamenten. Aber wer zu viele schießt, verliert die Wählergunst.

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Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
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Die Welt nach Bin Laden: Fragen verboten

Barna Donavan, angeblich ein Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität St. Peter in New Jersey, sagt, wenn es ein Informationsvakuum gebe, fingen die Leute an zu spekulieren. Sind Fragen verboten?

Hein Hering
– Die Tötung von Bin Laden nützt der Welt wenig, wie sich schon jetzt zeigt. Darin sind sich besonders Politiker einig, wenn auch sie wohl aus Angst vor der Willkür der USA das eher verschwurbelt formulieren. Doch wenn Bürger Fragen zu den Umständen um den Tod Bin Laden stellen, werden sie ganz schnell, auch von hiesigen Mainstream-Medien, wie die ARD-Tagesschau oder SPIEGEL-Online, als „Verschwörungstheoretiker“ moralisierend beschimpft – als wenn deren Meinungsmacher den totalen Durchblick hätten und sich deshalb Recherchen gespart haben. Recherchen aber zählen zum Handwerk von Journalisten, wenn sie nicht zu reinen Plagiatoren verkommen wollen. Und das sind sie meiner Meinung nach nicht erst jetzt geworden. Es ist, als sei das Investigative des Journalismus eine böse Angelegenheit. Das Nachforschen, das Hinterfragen und überhaupt Fragen!

Als Barna Donavan von der Versenkung der Leiche Bin Ladens „im Ozean“ hörte, sei ihm klar gewesen, dass nun Verschwörungstheorien die Runde machen würden, schreibt SPIEGEL-Online. Interessant hierbei der Gigantismus: War zunächst nur die Rede von einer Bestattung im Meer, so ist es nun der Ozean. Was kommt als Nächstes? Hoppla, das war schon wieder eine Frage, und Fragen ist jetzt verboten. Ich will mich schließlich nicht als Verschwörungstheoretiker in eine Ecke stellen lassen, die schon mit Esoteriker, Weltverbesserern und Friedensaktivisten gefüllt ist – ein Lager der „Spinner“. Nein, kein Konzentrationslager. Fragen Sie lieber nicht nach, warum nicht. Keine Fragen – keine Spekulationen.

Also Fakten!

Fanatiker von Bin Laden sollen angeblich in ihrer Wut damit gedroht haben, es werde nun nach der Tötung Bin Ladens Tausende Bin Ladens geben. Ich verstehe das so, und das ist keine Spekulation sondern eine Tatsache, dass seine Anhänger ihm seine Fähigkeit zum Führen abgesprochen und ihn damit als austauschbar erklärt haben. Und damit ist klar, dass er schon vorher für seine Knaller „tot“ war, noch bevor er als Unbewaffneter von den ganz, ganz, ganz harten US-amerikanischen Soldaten erschossen wurde, weil die selbstgerechte Moral der USA das forderte. Die Welt nach Bin Laden: Fragen verboten, moralisieren erlaubt. Der Terror wurde nicht besiegt, er wird gemacht seitens jener, die die Moral auf ihrer Seite wissen. Und deshalb werden die USA so bald keinen Foto-Beweis der angeblichen Leiche Bin Ladens veröffentlichen. Das sei zu „grausig“.




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