Archiv der Kategorie 'Klima'

Arktis stoppt Umweltpaddler

Der Klimawandel muss ein für Wissenschaftler schwer zu berechnendes Phänomen der Natur sein. Entgegen vieler pessimistischer Vorhersagen, gibt es noch arktisches Eis.

Der 38-jährige Brite Lewis Gordon Pugh, Umweltschützer, Extremschwimmer und Anwalt für Seerecht, hatte sich eine Aktion ausgedacht, mit der er der Weltöffentlichkeit zeigen wollte, wie das dramatische Schmelzen der Polkappen voranschreitet. Er wollte im Kajak zum Nordpol paddeln. Er kam damit auch so weit wie niemand vor ihm in die Nähe des Nordpols, doch bei 81 Grad nördlicher Breite stoppte Packeis seine Paddeltour. Er sah sich zum Aufgeben veranlaßt, wie er heute bekannt gab.

Gegener der Klimawandel-These sollten nicht zu früh jubeln: Die Meldung bedeutet nicht, dass der Abtauprozeß gestoppt ist. Packeis ist in der Arktis noch vorhanden.


Die Google-Earth-Darstellung des Nordpols trügt: Noch reicht das Packeis stellenweise bis zum 81 Grad nördlicher Breite.
© Graphik: Google-Earth

Kurbelt geologisches Monstrum die Hurrikan-Häufung an?

Auf dem Grund des Zentralatlantiks, direkt über dem Mittelatlantischen Rücken, scheint es einen Einschlagkrater zu geben, der mit circa 670 Kilometer Durchmesser mehr als doppelt so groß ist wie der bislang größte verifizierte Einschlagkrater, der Vredefort-Krater nahe dem Witwatersrand-Gebirge bei Vredefort in Südafrika. In Google-Earth zeigt sich dieses Monstrum in der auf NASA-Bildern basierenden Tiefsee-Darstellung als nahezu kreisrunde Anomalie mit einem inneren Hauptring und einem äußeren Sekundärring; was typisch für „Sternwunden“, für Astrobleme ist, wie Einschlagkrater auf der Erde seit 1960 auch genannt werden. Pikanterweise existiert um und über dieser Anomalie, die den Mittelatlantischen Rücken zu unterbrechen scheint, nach NASA-Erkenntnissen die Wiege der Hurrikane.

Harald Haack – Weil sich in den vergangenen Jahrzehnten die Tropenstürme gehäuft haben und rasch hintereinander nach Westen driften und zudem die Durchschnittstemperatur der Erde gestiegen ist, die Eiskappen der Pole abtauen, es auch in Europa und besonders in Asien, wie gegenwärtig in Indien, immer häufiger zu Wetterkatastrophen kommt, geht man von einem Klimawandel aus. Der kann inzwischen auch nicht mehr geleugnet werden. Doch die Ursachen des Klimawandels sind nach wie vor umstritten.

So gibt es gibt Studien, die uns Menschen als Verursacher beweisen sollen. Es gibt aber auch Studien, die besonders die Industrien freisprechen. Der Studien-Irrsinn tobt. Krieg in der Wissenschaft, erzwungen von Naturschützern und Industrielobbyisten; in den USA sogar eine Frage christlich-fundamentaler Fanatiker, die im Klimawandel ein Wirken Gottes sehen wollen sowie einer christlichen Sekte, welche die bisherigen Erkenntnisse der Wissenschaft negiert und nach Gutdünken umdichtet. Und scheinbar über allen schwebend gibt es jetzt eine Studie, die unabhängig von der Frage, wer daran schuld ist, untersuchte, wo und wie Tropenstürme entstehen und was deren Häufung begünstigt.

Das warme, äquatoriale Atlantikwasser soll es sein, wodurch die Tropenstürme überhaupt entstehen. So das Ergebnis der neuesten Studie und das scheint wie eine Binsenweisheit zu klingen. Wussten wir das nicht auch schon vorher?

Am Äquator erwärmt sich das Meereswasser besonders, verdunstet, bildet Wolken. Je wärmer das Wasser, desto besser funktioniert der Saugeffekt der Wirbel, die sich durch die Coriolis-Kraft bilden. Und je großflächiger das Wasser, umso ungehinderter kann ein Wirbel zu einem Tropensturm heranwachsen.

Untersuchungen der NASA belegen, dass die Kinderstube der Tropenstürme des Zentralatlantiks in Nähe des Äquators zu suchen ist. Bislang nahm man an, nur die Erwärmung der Luft in dieser Tropenregion führe zur Bildung der Hurrikane. Aber die Studie eines Teams um James Elsner von der Florida State University in Tallahassee belegt: Es ist auch das warme Wasser.

Nun könnte man annehmen, der Zentralatlantik müsse sich durch den Klimawandel erwärmen. Doch dieses Modell könnte allenfalls bei einem Flachwassermeer wie die Nordsee funktionieren, in der übrigens die Artenvielfalt zugenommen haben soll – begünstigt durch die Warmwasserzufuhr aus dem Golfstrom. Für die Tiefseezonen scheidet die Erwärmung durch solare Wärmestrahlung zunächst aus, wenn man von der vertikalen Umwälzung der Wassermassen absieht. Es muss also noch eine zusätzliche Ursache für die Erwärmung des Atlantiks geben. Und die scheint nun gefunden.

Ständige Messungen der NASA sowie des USGS verweisen nämlich konkret auf eine Anomalie in der Tiefsee des Zentralatlantiks, wo sich das Wasser erwärmt und oberen Wasserschichten, die sowieso schon erwärmt sind, noch einmal kräftig einheizt.


Die Wege der Tropenstürme verweisen auf ihre Wiege, den Zentralatlantik…
© Google Earth / NASA


…wo es eine kreisrunde Anomalie auf dem Meeresgrund gibt – hier entsprechend heller farbig markiert entsprechend der vorhandenen kreisrunden Verteilung.
© Google Earth / NASA /Newsbattery


Die Anomalie scheint die Wulst des Mittelatlantischen Rückens, der sich ständig durch Lava erweitert, zu unterbrechen. Auffällig ist hier, wie auch an anderen Stellen, ein durchgehender, quer verlaufender Graben.
© Google Earth / NASA /Newsbattery


Auf dem seismic monitor der IRIS wird der Mittelatlantische Rücken durch eine Vielzahl lilafarbener Punkte angezeigt, wobei jeder Punkt für ein Erdbeben der letzten 5 Jahre steht. Interessant hierbei: Die oben im Text beschriebene Anomalie fällt hier durch seismische Nichtaktiviät auf.
© seismic monitor / Newsbattery

Kurbelt dieses geologisches Monstrum die Hurrikan-Häufung an?
Als ich dieser Frage nachging, entdeckte ich mit Hilfe der in Google-Earth veröffentlichten NASA-Daten diese Anomalie im Zentralatlantik, die wirklich aussieht wie das Fragment eines riesigen Einschlagkraters.

Ich sage nicht, es könnte das gesuchte Atlantis sein, weil ich vermute, dass es sich hier um eine Masse handeln könnte, die über dem Mittelatlantischen Rücken zu liegen kam, als sich die Wulst, aus der ständig Lava austreten und schnell erstarren soll, schon längst in Folge der Kontinetaldrift gebildet hatte. Diese erdbebenarme Anomalie könnte entweder eine kalte Zone sein, weil sich die Magmaströme unter der Kruste einer Laune der Natur folgend ausgerechnet dort geteilt haben und diesen Bereich umgehen oder aber, was ich plausibler finde, eine erdfremde, inzwischen größtenteils erodierte Masse ist, die vom aufströmenden Magma wie eine Herdplatte erhitzt wird und damit auch das Wasser in der Tiefsee erwärmt und dieses dann das Oberflächenwasser – zusätzlich zu den bisher bekannten Ursachen. Oder müsste diese Anomalie als kaltes Gebilde verstanden werden, woran sich die Brüche des Mittelatlantischen Rückens „schubbeln“ und wodurch ringsum vermehrt abgegebene Erdwärme das Wasser der Tiefsee zwar geringfügig, aber permanent und wirksam fürs Klima erwärmt?

Ob diese Anomalie ursächlich mit der Erwärmung des Wassers zu tun hat und ob es tatsächlich Reste eines uralten Einschlagkraters sind, werden Untersuchungen zeigen müssen. Das deutsche Forschungsschiff METEOR hat die betreffende Region bisher leider nur am südwestlichen Rand überquert und interessante, aufschlussreiche Daten gesammelt.

Ob es möglicherweise sogar das versunkene Atlantis ist, darüber aber kann nur spekuliert werden. Ein schönes Thema, das eine Vielzahl von „Gläubigen“ produziert hat und mit dem immer wieder Geld verdient wird. Einer der deutschsprachigen Autoren, die mit ihren versponnenden Büchern über Atlantis kräftig abkassierten, droht Kritikern neuerdings mit einer Strafanzeige wegen „Geschäftsschädigung“.

Aktualisierung vom 10.9.2008:
Am südöstlichen Rand der kreisrunden Anomalie gab es heute ein heftiges Erdbeben.

Dazu folgende Daten:

== PRELIMINARY EARTHQUAKE REPORT ==

***This event supersedes event AT00105210.

Region: CENTRAL MID-ATLANTIC RIDGE
Geographic coordinates: 8.001N, 38.687W
Magnitude: 6.4 Mw
Depth: 10 km
Universal Time (UTC): 10 Sep 2008 13:08:15
Time near the Epicenter: 10 Sep 2008 10:08:15
Local standard time in your area: 10 Sep 2008 14:08:15

Location with respect to nearby cities:
1307 km (812 miles) N (359 degrees) of Fortaleza, Brazil
1542 km (958 miles) ENE (76 degrees) of CAYENNE, French Guiana

ADDITIONAL EARTHQUAKE PARAMETERS
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event ID : US 2008wubm

This event has been reviewed by a seismologist at NEIC
For subsequent updates, maps, and technical information, see:
http://earthquake.usgs.gov/eqcenter/recenteqsww/Quakes/us2008wubm.php
or
http://earthquake.usgs.gov/

National Earthquake Information Center
U.S. Geological Survey
http://neic.usgs.gov




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