Archiv der Kategorie 'Klima'

„Hinter der Kurve“ – Mogo 2010

Am 13. Juni 2010 gab es wieder einmal den Motorradgottesdienst am und nun auch im Hamburger Michel. 30.000 Biker sollen dabei gewesen sein, behaupten der Presse-Mainstream. Doch es waren weitaus mehr. Gezählt wurden nämlich nur die Bikes, die Maschinen, und auf den Böcken saßen oft auch zwei Personen. Hein Hering, der wieder einmal mit seiner HDV-Moviecam an der A7 war, kam jedoch nur auf (aus den Abgasen erschnupperten) 29997 Bikes. Sein Video enthält die Erklärung.

Nicht nur Hein Hering und seine Frau hatten einen Brummschädel durch die Abgase der Motorräder gekriegt, auch etliche Teilnehmer klagten hinterher über Kopfweh und verließen zwischenzeitlich den Konvoi, um auf einem Rastplatz neben der Autobahn wieder etwas mehr Atemluft zu inhallieren. YouTube-User Maximilian K. lieferte eine Erklärung: Unter dem Schutzhelm habe sich der Abgasmief verfangen und gestaut. Er wie auch viele andere fieberte nach dem neuen Video von Hein Hering zur Mogo 2010.

Und hier ist es nun:

Baustelle Elbphilharmonie in Flammen

Die im Bau befindliche Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt, dem Baukonzern Hochtief, den Generalplanern und den Parteien in der Bürgerschaft. Nachdem nun die Hamburger Morgenpost als April-Scherz vom Verkauf der Namensrechte an eine arabische Fluggesellschaft berichtete, brennt das umstrittene Gebäude. Der Hamburger Senat bereitet sich jetzt offenbar auf eine Verschiebung der für Mai 2012 vorgesehenen Eröffnung der Elbphilharmonie vor. Bewohnern der im Luftzug befindlichen Stadtteile wird geraten Fenster und Türen zu schließen. Es besteht aber mutmaßlich keine Gefahr für Leib und Leben.


© Webcam: elbwetter.de


Aktualisierung von 13.13 Uhr


Es müssen wohl alle bereits installierten Glasscheiben ausgetauscht werden. Sie haben offensichtlich Luft gezogen und scheinen an den Rändern vom Rauchgas beschlagen zu sein.
© Foto: Harald Haack

Meldung vom 2. April 2010:
Beschwerdestelle des Senats für Geschädigte der Elbphilharmonie

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Abwrackprämie fürs AKW Krümmel?

Die Abwrackprämien für Pkw laufen vorzeitig aus. Angeblich reiche das Geld dafür nicht mehr, behauptet BILD unter Berufung auf Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Doch nach dem verwaltungsrechtlichen Super-GAU des Energiekonzerns Vattenfall, dem Betreiber vom AKW Krümmel, scheint es als käme nun die Abwrackprämie für die Atomindustrie.

Gila Akkers – Der Atomindustrie geht es eigentlich nur ums Geld und kaum um eine für Menschen und Umwelt sichere Energieerzeugung. Dafür verschwendet sie jede Menge an Energien. Zum Beispiel den Kanzlerin-Flüsterer, Prof. Lars Göran Josefsson, Vorsitzender, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Vattenfall AB, der 2006 zum Klimaschutzbeauftragten der Bundesregierung ernannt wurde und auch als „Energieberater“ von Angela Merkel gilt. Offensichtlich lässt Vattenfall ihn bei Merkel ausbrennen wie einen überhitzten und in Brand geratenen Lockenstab; und ausgerechnet Vattenfall, einer der größten Klimakiller Europas, erlaubt ihm diese schlüpfrige Nebentätigkeit. Wie kürzlich wieder bewiesen wurde, zählt Vattenfall auch zu den größten Täuschern der europäischen Energiewirtschaft.


Die „Abwrackprämie fürs AKW Krümmel“, momentan noch außerirdisch unwirklich. Doch die Merkel-Koalisation hat schon weitaus mehr Geld „notleidenden“ Reichen zugeschoben. Beim Finanzministerrat in Brüssel sagte Peer Steinbrück heute, die Bundesregierung prüfe die Möglichkeit einer direkten Unterstützung notleidender Konzerne.
© Foto [M]: Harald Haack

Der Name „Vattenfall“ ist das schwedische Wort für „Wasserfall“. Das klingt wie frisch gewaschen, doch auf ehemaligem DDR-Gebiet hat Vattenfall fünf relativ neue Braunkohlekraftwerksblöcke mit 4.340 Megawatt und 4.000 Megawatt ertüchtigte DDR-Blocks. Diese sollen mit weit über 50 Millionen Tonnen „Klimaschadgas“ CO2 im Jahr zu den katastrophalen Klimaänderungen beitragen, so der Verband „Grüne Liga“. Vattenfall wolle nicht etwa aussteigen, sondern suche weiter nach Vorräten und Standorten für neue Braunkohlekraftwerke, schimpfte der Verband 2006, was mit dem Bau des Kohlekraftwerks Moorburg in Hamburg seine Bestätigung fand. Auch dort gab es seitens Vattenfall massive Einflussnahme in die Politik. Die Grünen, die dort zusammen mit der CDU derzeit regieren, gaben den massiven Klageandrohungen nach, wichen von ihren Versprechen ab, die sie vor der Wahl gegeben hatten (sie kämpften mit Plakatsprüchen wie etwa „Kohle von Beust“) und genehmigten das Kraftwerk unter hohen Umweltauflagen, die aber inzwischen (typisch Vattenfall?) verwässert wurden.

Die Bundestagswahlen stehen wieder einmal an. Auch wenn CDU-nahe Meinungsforschungsinstitute und die Springer-Presse Kanzlerin Merkel immer noch als Beliebteste im ganzen Land preisen, der Zauberspiegel von Angela Merkel hat ihr mutmaßlich die ganze niederschlagende Wahrheit gesagt. Und dies weiß offensichtlich auch Vattenfall und versucht noch vor der Wahl als Gewinner aus dem Sumpf von Negativ-Schlagzeilen hervorzugehen.

Und dafür scheint der Konzern seinen besten Mann vorzuschicken. Doch wo so verbissen um Macht und Pfründe gekämpft wird, gibt es aufgrund des selbst geschaffenen Leistungsdrucks immer häufiger Ausrutscher. Das Schicksal verpasste dem Konzern kurz nach Josefssons Ausruf, in dem er die „Renaissance der Atomenergie“ fälschlicherweise behauptete – als übereilte Antwort auf das Vorhaben der Konkurrenten Solarkraftwerke in der Sahara zu fördern – mit dem Vorfall im AKW Krümmel eine Abfuhr.

Umweltminister Gabriel, der 2006 Vattenfalls Josefsson noch gemeinsam mit Kanzlerin Merkel lobte und behauptete, man müsse ihn und die „Interessen der Wirtschaft“ mit „ins Boot holen“, lehnt angesichts des erneuten Pannen-Komplexes vom AKW Krümmel längere Laufzeiten für schrottige Atomkraftwerke ab. Er forderte die Stromkonzerne auf, „die ältesten und problematischsten Reaktoren abzuschalten und deren Stromkontingente auf die jüngeren Anlagen zu übertragen“. Sichere AKW könnten dann länger am Netz bleiben. Er halte den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „für längere Laufzeiten der alten Atomreaktoren für unverantwortlich“.

Als hätte er die Debatte verschlafen, reagierte Unionsfraktionschef Volker Kauder konfus verschreckt und wies die Forderung Gabriels zurück: „So lange Kernkraftwerke sicher sind, sollen sie auch laufen können“, teilte der CDU-Politiker der Springer-Postille „Hamburger Abendblatt“ pauschal mit.

Der Fraktionschef der schleswig-holsteinischen FDP, Wolfgang Kubicki, wurde dagegen schon deutlicher. Im Gegensatz zur Bundes-FDP, die so kurz vor der Wahl schon nach der Macht geifert und sich dem Atomkurs von Kanzlerin Merkel genähert hat, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“: „Krümmel soll nicht wieder ans Netz.“

Aber wie soll man das Vattenfall schmackhaft machen? Mit einer Abwrackprämie? Ist es das, wohin der Konzern strebt? Ist damit die unglaubliche Häufung von Pannen in den Atomkraftwerken Vattenfalls zu erklären? Soll dafür das Image von Vattenfalls „bestem Mann“ befleckt werden?

Wie Vattenfall jetzt bekannt gab, werde sein AKW in Krümmel für mehere Monate ausfallen und rechnete vor, dass die Gesamtkosten für die Erneuerung der Transformatoren rund 20 Millionen Euro betragen. Unternehmenssprecherin Barbara Meyer-Bukow sagte, die Transformatoren kosteten jeweils rund acht Millionen Euro. Dazu kämen Kosten für ein neues Trafo-Haus und der Ausfall der beiden schleswig-holsteinischen Reaktoren Brunsbüttel und Krümmel koste das Unternehmen täglich rund eine Million Euro.

Ob es die Abwrackprämie für die Atomindustrie nun geben wird oder auch nicht: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück denkt schon mal laut über die Kreditvergabe an Konzerne nach. Beim Finanzministerrat in Brüssel sagte er heute, die Bundesregierung prüfe die Möglichkeit einer direkten Unterstützung notleidender Konzerne.

Eigenartig ist, dass Vattenfall kürzlich für seine deutschen Atomkraftwerke einen neuen Personalreferenten suchte. Der scheint nach einer skandalträchtig anmutenden Suche nun gefunden. Und auf eigenen Wunsch wurde der Krümmeler Kraftwerksleiter Hans-Dieter Lucht angeblich von seinen Aufgaben entbunden. Die Anlagenleitung übernehme sein bisheriger Stellvertreter Walther Stubbe, gab Vattenfall heute bekannt.


Wie unsicher Vattenfall sogar in der deutschen Sprache ist, also nicht nur Atomkraft nicht sicher beherrscht, sondern auch das falsche Geschlechtswort (Artikel) gebraucht, demonstriert diese Google-Werbung.
Screenshot von dieser Webseite. Newsbattery hat keinen Einfluß auf den Inhalt der von Google eingeblendeten Werbung. Aber wir können veranlassen, dass hier keine Werbung mehr angezeigt wird. Das wird voraussichtlich in den nächsten Tagen realisiert werden. Doch dieser von Vattenfall erbrachte Teilbeweis der Unfähigkeit wird als Zitat weiter hier zu sehen sein. Danke Vattenfall!

AF447: Zeitungen wetteifern um des Rätsels Lösung

Weil die brasilianische Luftwaffe Leichen der Passagiere und mutmaßlich des Bordpersonals an Orten fand, die mehr als 80 Kilometer voneinander liegen, soll es laut „New York Times“ eine Theorie geben, demnach der A330 in der Luft auseinandergebrochen sei.

Harald Haack - Die „New York Times“ bietet diese Theorie aufgrund offenbar neuer Hinweise ihren Lesern an. In dem Bericht von Airbus an seinen Kunden Air France heisst es, eine erneute Auswertung der automatischen Meldungen des A330 belege zuerst den Ausfall des Geschwindigkeitsmessers. Dadurch habe der Pilot die Maschine zu schnell geflogen, was mutmaßlich zum Auseinanderbrechen in der Luft geführt haben könnte.

Es scheint, als regiere die Ungeduld bei den Zeitungen, die offensichtlich nicht das Ergebnis der Suche nach der Black Box abwarten wollen. Das Geschäft mit den Berichten soll jetzt gemacht werden. Die Redaktionen der Zeitungen wollen die Ersten sein, die das Absturzrätsel lösen und wetteifern darum. So werden Spekulationen durch die mehrfache Erwähnung zu Fakten suggeriert. Ein sonderbares Verhalten der Presse-Industrie. Diese Bezeichnung sollten sich die Kolleginnen und Kollegen, die an der Flug-Katastrophe gut verdienen, inzwischen gefallen lassen.

Zwar könnten auch die geborgenen Trümmer des A330 auf ein Auseinanderbrechen in der Luft hindeuten, doch das gefundene Kleingeheckselte können Ermittler erst durch eine Rekonstruktion des Flugzeugs, durch ein Zusammenfügen, sicher beurteilen. Der Umstand allein, dass die Leichen in einer Distanz von 80 Kilometern verteilt gefunden wurden, kann nicht als Maß für ein vermutetes Auseinanderbrechen in der Luft herhalten. Denn dort wo der Absturz erfolgte, kreuzen sich zwei mächtige Meeresströmungen, eine warme, die über die Bermuda-Region als Golfstrom weiter nach Europa fließt, und eine kalte, die ihren Beginn als Labrador-Strömung hat. Dieser kalte ozeanische Meeresstrom streicht über die unterseeischen Gebirge, der warme Strom ist oben an der Ozeanoberfläche zu finden, weshalb es dort in dem Bereich, wo die Leichen und die Trümmer geborgen wurden, Wassertemperaturen um die 29° Celsius gibt.

Das Suchgebiet befindet sich an der Kreuzung der beiden großen Ströme im Atlantik.

Sicher dürfte sein, dass der abgestürzte Airbus zerstückelt wurde. Große Teile, die in die Tiefsee sanken, könnten Opfer enthalten haben, die, bedingt durch die einsetzende Verwesung in den Körpern, erst Tage später nach und nach aus dem Wrack von der kalten Strömung gerissen wurden und langsam an die Wasseroberfläche trieben, wo sie weit entfernt von jenen Opfern, die nicht in die Tiefe gerissen wurden, lokalisiert wurden. Die Leichen wurden also mutmaßlich von den unterschiedlichen Strömungen auseinander getrieben.

Wie zielsicher alle Spekulationen auch sein mögen, eines ist sicher: Der Atlantik ist dort nicht zu vergleichen mit dem Ententeich im New Yorker Centralpark.

LICHT AUS! Earth Hour 2009 in Hamburg

Sie wirkte albern, die Verdunkelung des Hamburger Rathauses, weil kein Geschäft in der näheren Umgebung bei der „Earth Hour“ mitmachte. Einmal mehr rückte ins Bewusstsein, dass die Beleuchtung der Läden viel zu grell und verschwenderisch ist.

Hein Hering - Im Roten Rathaus in Berlin gingen am Samstagabend für eine Stunde die Lichter aus. Zwischen 20.30 und 21.30 blieb die Beleuchtung ausgeschaltet. Die Aktion war Teil der weltweiten «Earth Hour», an der sich zahlreiche Städte rund um den Globus beteiligten, um auf die mit der Energieerzeugung verbundene Umweltbelastung aufmerksam zu machen. Doch kaum einer wußte davon. Es stand zwar in den Zeitungen, doch es geschah an einem Samstagabend in der grell erleuchteten City Hamburgs. Und nicht nur dort.

Von den Berliner Partnerstädten beteiligten sich Paris, London, Buenos Aires, Mexiko-Stadt, Los Angeles, Istanbul, Warschau und Brüssel an der symbolischen Aktion. Weltweit hatten über dreitausend Städte in mehr als achtzig Ländern ihre Teilnahme angekündigt. An allen Orten gingen dann wohl jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde die Lichter aus. Neben Berlin beteiligte sich als einzige weitere deutsche Stadt Hamburg.

Aber Frau W. war nicht über die Aktion informiert. Frau W. ist Polizistin und als „Palastwache“ fürs Hamburger Rathaus eingeteilt. Frau W. hat lockige, blonde Haar und ist etwas mollig – eine typische Durchschnittshamburgerin. Nachdem das Rathaus „dunkel“ war, kam Frau W. auf uns zu und sprach uns mit den Worten „Darf ich Sie mal was fragen“ an. Sie wollte wissen, wieso so viele Fotografen gerade mit Stativen ums Rathaus aktiv waren. Ich fragte: „Ja, wissen Sie es denn nicht?“ Sie: „Nee, was denn?“ Ich: „Na, schauen Sie mal dort, das Rathaus.“ Sie dreht sich um um und blickte zum Rathaus: „Ja, das Rathaus. Und?“ Ich: „Es ist nicht mehr beleuchtet. Und das ist so, weil nicht etwa die Sicherung heraus geflogen ist, sondern weil dies eine weltweite Aktion ist…“

Nun ja, nachdem Frau W. das verstanden hatte und darauf hinwies, sie habe es nicht auf dem Dienstzettel als Hinweis gehabt, erzählte sie uns lang und breit ihre Anekdoten aus ihrem Leben als Rathauswächterin, wie sie einen früheren Bürgermeister maßregelte, weil der ihr unhöflich ins Wort fiel als sie sich gerade mit dessen Tante unterhielt. Und dann kriegte der deshalb auch noch von seiner Tante eine Standpauke zu hören. Merke: Wenn sich zwei Hamburgerinnen angeregt unterhalten, darf sie niemand unterbrechen, weder der Kaiser von China noch der Hamburger Bürgermeister. Und bei Frau W. zu Hause jodelt der Hamster aus der Steckdose, sagte sie. Oder meinte sie den Strom?

Bis auf das Rathaus und einige große Hotels, darunter jenes, in der Udo von Lindenberg Dauergast ist, blieb Hamburg hell beleuchtet. Und der nervige Nieselregen hörte allmählich auf. Und Frau W. wünschte mir noch ein angenehmes Wochenende. Ich habe sie in mein Herz geschlossen. Frau W. eine Palastwache mit Herz und Seele und irgendwie doch auf Draht.




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