Archiv der Kategorie 'Katastrophen'

Hamburgs Atomkraftwerk muss zurückgebaut werden

Mit dem Rücktritt von Kanzlerin Merkel verschwindet nun ein uns altbekanntes Symbol, das schon zum Logo der deutschen Atomkraft geworden ist: Das schwarze Flügelrad auf gelben Grund. Aus mit Schwarz-Gelb. Aber eine Katastrophe kommt selten allein. Aus Hamburg sickerte durch, dass die noch in Bau befindliche Elbphilharmie noch teurer wird als bereits zum wiederholten Mal angekündigt: Wegen dem Umbau vom geheimen Atomkraftwerk zum Konzerthaus.


Aus für Schwarz-Gelb?

Hein Hering – Es hätte so schön sein können: Hamburgs erstes und eigenes Atomkraftwerk, getarnt als Konzerthaus und Hotel. Nun, nach Merkels Rücktritt von der Atomkraft, wurde fast zeitlich die erneute Verteuerung des Bauwerks bekannt. Der Grund: Das geheime Atomkraftwerk mit seiner schwingungsfrei aufgehängten Stahlbeton-Blase, die für den Atommeiler vorgesehen war, muss zurück gebaut werden. Um nicht alles noch schlimmer zu machen, entschied sich Hamburgs neue Senatsriege wohl der ursprünglichen Intention zu folgen. Die Elbphilharmonie soll tatsächlich Konzerthaus werden, aber erst in einigen Jahren. Schließlich dauert solch Umbau seine Zeit.


Noch vor der Fertigstellung der Außenfassade wurde das Atomkraftwerk getestet, was allerdings als „Licht-Kunstwerk“ der Öffentlichkeit verkauft wurde. Unterstützt wurde dieses PR-Fake mit blauen Neonröhren, die an den Baukränen installiert waren. Im Innern des Bauwerks aber war das Atomlicht gezündet.
© Foto: Harald Haack, Hamburg

Besuchern der Baustelle war vieles schon recht merkwürdig aufgefallen. Warum wurde die Stahlbeton-Blase schwingungsfrei aufgehängt? Seit den tragischen Ereignissen in Japan wissen wir es. Das Hamburger Atomkraftwerk sollte auch ein schweres Erdbeben widerstehen, und keine Flut sollte es unter Wasser setzen. Denn die Stahlbeton-Blase wurde sehr hoch über dem bisher höchsten bekannten Wasserstand der Elbe installiert. Und warum mussten die Baustellen- Besucher gelbe Strahlenschutzanzüge tragen und sich in gelben Gummistiefeln bei Führungen durch die Hafen-City die Hacken wundlaufen? Weil auf der Baustelle ein Fluch lastet? Der Fluch von Claas Störtebeker, bekannt als „Seeräuber“, den der Hamburger Senat vor einigen hundert Jahren hier auf dem Grasbrook enthaupten ließ?


Opfer von Vandalismus: Störtebeker-Denkmal in Hamburgs Hafen-City © Foto: Harald Haack, Hamburg

In Hamburg wird noch vieles ans Licht kommen müssen. Positiv: Hamburgs SPD-Fraktion will das noch von der CDU-Alleinregierung abgeschaffte Korruptionsregister für öffentliche Aufträge wieder einführen. „In Anlehnung an die Bestimmungen in Berlin sollen in diesem Register Korruptionsdelikte und andere wirtschaftskriminelle Handlungen, wie etwa wettbewerbswidrige Absprachen oder illegale Beschäftigung, erfasst werden, um sicherzustellen, dass öffentliche Aufträge nur an gewissenhafte Geschäftsleute vergeben werden“, soll laut dpa der SPD-Fraktionschef Andreas Dressel am Dienstag gesagt und einen entsprechenden Gesetzentwurf angekündigt haben. Es solle sichergestellt werden, dass schwarze Schafe keine Aufträge der öffentlichen Hand erhielten und langfristiges Ziel sei ein bundesweit geführtes Korruptionsregister.

Warum aber das Störtebeker-Denkmal mehrere Male in Hamburg seinen Standort wechseln musste, scheint wohl kein Geheimnis zu sein.

Doch was Unbekannte damit bezweckten, der Störtebeker-Statue, die mutmaßlich einen nackten Mann zeigt der lediglich bekleidet mit Stiefeln ist, die Stiefel knallgelb anzumalen, werden wohl nur jene wissen, die mit der verfluchten Baustelle zu tun haben. Schon einmal war das Denkmal Opfer von Vandalismus geworden. Reste davon sind noch auf der Brust der Statue zu erkennen.

Operation Tomodachi: Mit den Anti-Strahlen einer A-Bombe gegen die Kernschmelzen?

Die japanische Agentur jiji berichtet, die japanische Regierung habe das US-Militär um Hilfe gebeten. „Operation Tomodachi“ so der offizielle Name der Rettungsaktion, in der möglicherweise der Einsatz einer oder mehrerer Atombomben vorgesehen ist, um die Kernschmelzen in den Reaktoren des japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 zu stoppen.

Gila Akkers
– Als ich diese Meldung bei jiji.com entdeckte, kam es mir vor, als habe ich es mit einem billigen japanischen Katastrophenfilm zu tun, denn da ist die Rede von „Anti-Strahlen“, gefolgt vom Hinweis, das US-Militär habe Atombomben an Bord seines Flugzeugträgers. Doch da steht auch, die japanische Regierung habe das US-Militär um spezielle Hilfe bei der Bekämpfung der atomaren Katastrophe gebeten. Vielleicht habe ich den in japanischer Sprache verfassten Text auch missverstanden. Eine atomare Katastrophe in den Atomkraftwerken und Atombomben an Bord von US-Schiffen – das sind zweierlei Aspekte. Aber woher sollte das US-Militär die „Anti-Strahlen“ nehmen, wenn nicht aus der Kettenreaktion einer oder mehrerer kleiner Atombomben? Wasser?

Mit dem US-Katastrophen-Thriller „Das China-Syndrom“ wurde die Gefahr einer Kernschmelze von Atomreaktoren einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Es hieß „Das China-Syndrom“, weil man annimmt, der mehrere Tausend Grad heiße Kernschmelzen-Brei könne sich nicht nur durchs Fundament des Atomkraftwerks fressen, sondern durch die Erdkruste, um dann am anderen Ende der Welt – im Fall der Kino-Fiktion – in China wieder aufzutauchen. Doch dies ist bisher nur Fiktion und Theorie geblieben. Theoretisch aber könnte der Kernschmelzen-Brei sich mit Magma vereinigen und sich verteilen, ohne jemals irgendwo wieder aufzutauchen. Doch anderseits könnte der Kernschmelzen-Brei auch eingekapselt durch seine eigene Radioaktivität etc. auch von der Konvektion des glutflüssigen Erdinnern mitgerissen werden, um dann an jedem Punkt der Erde wieder aufzutauchen. In gerader Linie von Fukushima aus läge die Ausbruchposition östlich von Südamerika im Atlantischen Ozean, großzügig gemessen nahe dem Kap Horn.

Und mit der Konvektion, den Strömen des Erdinnern? Von der Gefahr, der metallische Erdkern könnte beschädigt werden von dem kleinen Piecks aus Japan, einmal ganz zu schweigen.

Bekannt ist die Methode brennende Ölquellen mittels Explosionen zu löschen. Aber das, was wohl gegenwärtig zwischen japanischer und US-amerikanischer Regierung besprochen wird, den heißen Atombrei in Japan zu löschen, wurde sicherlich noch nie ausprobiert.

Ich hoffe, ich habe die Nachricht von jiji.com mißverstanden.

Tornado macht Helgoland-Düne platt

Zuerst Hitze und drückende Schwüle, dann das Unheil. Camper auf der Helgoländer Düne hatten es kommen gesehen, die Gewitterfront, wie eine „schwarze Wand“. Während sich oben am Himmel die Wolken auftürmten, bildete sich unten am Boden über der Düne ein Wirbelwind, ein Tornado.

Wie die Feuerwehr der Insel dem Amt Pinneberg mitteilte, das für die Insel zuständig ist, hatte der Tornado nahezu alle Zelte des Campingplatzes zerstört. Elf Menschen wurden dabei verletzt, die meisten erlitten Knochenbrüche. Auch Flugzeuge sollen auf dem Dünen-Flugplatz laut Augenzeugen umgekippt und beschädigt worden sein. Die Verletzten wurden in eine Klinik auf die Hauptinsel gebracht. Unverletzte brachte man vorübergehend in einer Schule unter.


Drückende Schwüle am Nachmittag auch über Hamburg.


Danach gab es zunächst nur ein fernes Gewitter-Schauspiel. Erst später folgte etwas Regen. Hamburg wurde, wie so oft, nur vom Gewitter gestreift.
© Fotos: Harald Haack

Themenverwandtschaft (1)

Parkplatznot kontra Brandstiftung

Gefunden im Nachrichtenticker Nord:

Hamburger Flughafen erwartet Parkplatznot
5. Juli 2010 | 16:43 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – Am Hamburger Flughafen wird es zu Ferienbeginn wieder eng. Zwar wurden zusätzlich 3 000 Parkplätze zu den bestehenden 12 000 geschaffen, eine Parkplatznot dürfte es laut Mitteilung vom Montag aber dennoch geben. Denn in den ersten fünf Ferientagen fliegen 94 000 Passagiere ab, rund 6 000 mehr als im vergangenen Jahr. Hauptreisetag wird Freitag (9.7.) sein. Wer mit dem Auto anreist, sollte sich zuvor die aktuelle Parksituation auf der Homepage des Flughafens (www.hamburg-airport.de) abrufen. Der Flughafen rät, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Fluggesellschaften bieten an, Gepäck schon am Vorabend aufzugeben.

Erneut Auto in Hamburg in Flammen
5. Juli 2010 | 07:07 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – In Hamburg ist in der Nacht zum Montag wieder ein ein Auto in Flammen aufgegangen. Der Opel brannte im vorderen Bereich komplett aus, wie die Polizei mitteilte. Anwohner hatten den Brand bemerkt und die Polizei alarmiert. Umstehende Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Eine politische Motivation des Täters sei aber nicht erkennbar.

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Himmlische Ruhe über Deutschland – Merkel muss draußen bleiben

Endlich herrscht wieder eine himmlische Ruhe über Deutschland. Kein Kerosin in der Luft. Kein Lärm. Die Fluggesellschaften müssen wegen dem vulkanischen Dreck ihre Maschinen am Boden lassen. Und „Angie“ muss draußen bleiben.

Harald Haack
- Die Bundeskanzlerin kommt angeblich in den deutschen Luftraum gegenwärtig nicht herein. Und mit ihr weitere Flugpassagiere in anderen Fliegern. Nichts geht mehr für die fliegenden Minderheit, die mit schuld an Umweltschäden und Klimawandel sein soll. Für den deutschen Luftraum hat die Flugsicherung die Sperre bis Sonntag 2 Uhr verlängert: Deutschlandweit soll es keine Starts und Landungen geben. Der Grund: Islands Gletschervulkan Eyjafjalljökull spuckte Vulkanasche und Gase in die Atmosphäre. Von Tiefdruckgebieten mitgerissen zog der Dreck über die Nordsee und besonders der Teil einer Eruption vom vergangenen Mittwoch hatte sich bei den Faröer-Inseln geteilt und verteilte sich über Skandinavien und Zentraleuropa.

Während Fotografen so intensiv wie selten zuvor die Sonnenauf- und Untergänge belauern, verbreitete sich die Nachricht seitens Wissenschaftler, es gäbe derzeit eine verstärkte Aktivität des Gletschervulkans auf Island. Einige befürchten sogar den Ausbruch eines Nachbarvulkans. Und dann könnte alles noch schlimmer werden. Und schon ergötzen sich Panikmacher am Hinweis, 1783 sei eine giftige Aschewolke aus Island gekommen und habe Tod und Verderben gebracht. Rund 50.000 Menschen starben damals angeblich und der toxische Mief soll Europa damals beherrscht haben. Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel bei den Europäern damals. Missernten brachte man in Verbindung mit den toxischen Vulkangasen. Auch gab es eine Abkühlung des Klimas, weil der Dreck das Sonnenlicht blockiert hatte.


Gestern Abend zeigte sich über der untergehenden Sonne eine Lichtsäule, verursacht durch Lichtbrechung an den in die großer Höhe schwebenden Aerosolen vulkanischen Ursprungs. Blick über die A25 im Osten Hamburgs.


Ebenfalls gestern Abend und kurz nach Sonnenuntergang, auf der A1-Elbbrücke. Zu sehen war nicht nur die Lichtsäule über der untergegangenen Sonnen, sondern auch eine schmale Mondsichel; hier im Foto bei dieser Auflösung kaum zu erkennen rechts von der Bildmitte.
© Fotos: Harald Haack

Und nun muss Bundeskanzlerin Merkel draußen bleiben, und ihre Berater basteln wohl gerade an Ausreden, weil sie möglicherweise nicht zum Begräbnis des bei einem Flugzeugunglück verstorbenen polnischen Präsidenten kommen kann. Der vulkanische Dreck könnte nicht nur das meteorologische Klima Europas abkühlen lassen, sondern auch das politische Klima zwischen Deutschland und Polen, wenn Frau Merkel dem verstorbenen Präsidenten Lech Kaczynski nicht die letzte Ehre erweist.

Laut der dts Nachrichtenagentur will Bundeskanzlerin Angela Merkel heute von Lissabon nach Rom weiter fliegen: „Nach Information der ARD soll die Kanzlerin noch heute Vormittag ihre Reise über die italienische Hauptstadt fortsetzen. Wie es danach weitergehe, sei bisher unklar. Die Regierungsdelegation musste gestern in der portugiesischen Hauptstadt landen und übernachten. Merkels Maschine hätte ursprünglich auf dem Flughafen Berlin-Tegel ankommen sollen. Dies war aber aufgrund der Luftraumsperrung wegen der Aschewolke aus Island nicht möglich.“

Ob es in Lissabon Fado für Merkel gab, das wurde leider nicht bekannt.

Indessen sprach die europäische Flugsicherung Eurocontrol vom „größten Flugchaos seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA“.


Aktualisierung vom 17. April, 17 Uhr:

Die bis 2.00 Uhr in der Nacht zum Sonntag erlassene Sperrung aller deutschen Flughäfen wird wohl gemäß der Deutschen Flugsicherung (DFS) wegen ungünstiger Witterungsbedingungen länger andauern. Die Tageschau der ARD berichtet, eine temporäre Aufhebung des Nachtflugverbots über Deutschland sei im Gespräch, um das Flugchaos zu bekämpfen. Derweilen soll die Lufthansa ein Flugzeug ohne Passagiere von München nach Franfurt auf die Reise geschickt haben, um die Sicherheit in der Luft zu testen. Im Drei- bis Fünfminutentakt starteten weitere neuen Maschinen des Typs Boeing 747 und Airbus A340 in München. tagesschau.de: „Die Maschinen fliegen in etwa drei Kilometer Höhe auf Sicht und ohne Passagiere und brauchen daher keine Genehmigung der Flugsicherheit.“ Drei Kilometer auf Sicht mit solchen Passagierflugzeugen, das bedeutet nicht nur ein Ende der Ruhe, sondern möglicherweise höllischen Lärm – wohl besonders bei Maschinen des Typs Boeing 747.


Aktualisierung vom 17. April 2010, 21:30 Uhr:

Die dpa meldet, Bundeskanzlerin Angela Merkel werde nicht zur Trauerfeier für den polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski und seine Frau Maria nach Krakau reisen. Sie soll ihre Teilnahme unter Hinweis auf die massiven Einschränkungen im Luftverkehr abgesagt haben. Das habe die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach mitgeteilt.

Aktualisierung vom 19. April 2010, 01:40 Uhr:


Gestern Abend sah ich kurz vor Sonnenuntergang ein Passagierflugzeug in Richtung Flughafen Hamburg fliegen. Ich stand da gerade am Fähranleger Hoopte an der Elbe. Ich dachte, dass jetzt der Luftraum wieder frei sei, doch später beim Sichten der Meldungen stellte ich fest, dass der Flughafen Hamburg noch länger gesperrt sein sollte für alle Starts und Landungen. Die Farben des Sonnenuntergangs empfand ich als fast normal, nicht wesentlich bunter als sonst. Da war wohl nur noch wenig vulkanisches Material in der Atmosphäre. Im Vordergrund der Deich bei Zollenspieker und die Bäume davor am Elbufer.
© Foto: Harald Haack

Zum Thema in Newsbattery.eu:

VULKANASCHE: Gefahr in der Luft – volle Verarschung am Boden, aber dann…




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