Archiv der Kategorie 'Ermittlungen'

Der neue japanische Leichtsinn

Erdbeben sind in Japan keine Seltenheit. Tsunami auch nicht. Aber offensichtlich möchte man in dem „Land der aufgehenden Sonne“ nicht darauf verzichten und schafft sich welche. Japanische Forscher haben nun eine Methode entwickelt, um Methanhydrat aus dem Meeresboden zu fördern. Mit diesen Gasvorräten könnte sich das Land aber wahrscheinlich nicht nur mit Energie versorgen, sondern auch mit neuen Katastrophen.

Harald Haack
– Japans Industrieminister Toshimitsu Motegi äußert sich zur Aussicht eine lukrative Energiequelle der Zukunft gefunden zu haben, nicht weniger euphorisch wie es seine Vorgänger taten, als sie Atomkraftwerke genehmigten. Wozu das geführt hat, weiß die Welt seit der Katastrophe von Fukushima. Inzwischen wurden fast alle Atomkraftwerke in Japan abgeschaltet – bis auf zwei.

Die Förderung von Methanhydrat-Gas aus der Tiefsee sei die erste Produktion auf experimenteller Basis in der Welt, sagt Toshimitsu Motegi. Er hoffe, dass „unser Land schnell diese Bodenschätze nutzbar machen kann“. Japan strebt die kommerzielle Nutzung für 2018 an.

Wissenschaftlicher Förderer des Projektes ist Professor Yoshido Masuda vom Forschungszentrum für Energie der Universität Tokio. Unter dem Druck neue Energiequellen zu erschließen, redet er die damit verbundenen Umweltgefahren klein.

Man führe ein „sehr strenges Monitoring“ durch, aus dem sich ablesen lässt ob es Belastungen für die Umwelt geben könnte: Man habe bereits alle Daten erhoben, wie vor der Testbohrung die Umweltbedingungen die Wasserqualität und die Artenvielfalt sind. „Wir werden diese Messungen während des Projekts fortsetzen, um zu zeigen, dass es keine Auswirkungen auf das ökologische System gibt. Mit solch konkreten Vergleichs-Daten wollen wir die Bewohner überzeugen, dass sie sich keine Sorgen machen müssen“, so Masuda.

Doch gebohrt wird im Erdbeben-gefährdeten Seegebiet des östlichen Nankai-Grabens. Dort kommt das Methanhydrat reichlich vor. Gerechnet wird mit einer Menge von 1,1 Billionen Kubikmeter Methangas. Aber eine Gefahr für Erdbeben sieht Yoshihiro Masuda nicht, der letzte Tsunami scheint aus seinem Gedächtnis gewichen zu sein, und Hideo Narita, der Chef des Methanhydrat-Forschungszentrums, sieht offensichtlich nur den Profit und freut sich über die Methode den Druck am Meeresboden für die Förderung zu nutzen. Professor Masuda, nicht minder gierig, sagt, das Thema Erdbeben sei deshalb bedeutungslos, weil man die Bohrung mit Zement stabilisieren könne.

Wozu eine solche Methode geführt hat, zeigt jedoch die Ölkatastrophe im Golf von Mexico. Es habe sich um eine komplexe Verkettung von Umständen, die „technisches Versagen, menschliche Urteile, die Konstruktion“ sowie ein Versagen der Kommunikation beträfen, hatte BP später zugeben müssen. Die vielkritisierte Ölbohrung von der Bohrinsel ‚Deepwater Horizon‘ selbst habe wahrscheinlich nicht zu dem Unfall, bei dem es zur Explosion gekommen war, beigetragen. Die anschließende Ölpest konnte mittels Einsatz von Zement nicht verhindert werden.

Offensichtlich hat Professor Masuda auch nichts von den Erdbeben im Norden Deutschlands gehört, deren Ursache inzwischen auf Erdgas-Förderung zurückgeführt wird. Dabei hatten „Experten“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR in Hannover zuvor noch von „uralten Schwächezonen im Gestein“ in mehr als acht Kilometer tiefe gesprochen, die aufgerissen waren und die Erdbeben verursacht hätten. Mal eben so, von ganz allein?

Ob Professor Masuda sein Gesicht verliert oder nicht, wird sich noch zeigen, denn er baut auf Sand. Die Test-Bohrungen gingen nur 200 Meter tief in den Meeresboden, der wegen seines Sandgehalts nachgiebig sei, sagt er. Aber Sand kann rutschen und hat in der Tiefsee schon etliche Tsunami ausgelöst. Doch davon will man angesichts des zu erwartenden Profits nichts wissen und vertraut auf Zement – vielleicht in der Hoffnung, dass auch unter Wasser in der Tiefsee sich der Sand mit Zement zu Beton verfestigt.

Feuer in „Wiesenhof“-Klinik

Im AMEOS Klinikum Neustadt, Forensische Psychiatrie, an der Straße Wiesenhof, habe am Sonntagnachmittag ein 54jähriger Patient Kopfkissen und Matratze in Brand gesteckt, teilte Polizeisprecherin Carola Aßmann mit. Ein Pfleger soll das Feuer mit einem Handfeuerlöscher schnell gelöscht haben.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden 80 Patienten dreier Stationen im Festsaal der Klinik untergebracht, konnten nach Durchlüftung der Räume wieder auf ihre Zimmer.

Jener Patient, der das Feuer gelegt haben soll, wurde auf eine geschlossene Station verlegt. Gebäudeschaden war nicht entstanden. Die Polizei machte zur Höhe des Sachschadens keine Angaben; gleichfalls nicht über einen Hintergrund der Brandstiftung, d.h. ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder ob es sich um einen Unglücksfall, beispielsweise durch eine brennende Zigarettenkippe, handelt, und ob es überhaupt polizeiliche Ermittlungen gibt. Offensichtlich reichte es den Verantwortlichen von Klinik und Polizei, um den mutmaßlichen Brandstifter wegzusperren, weil er Patient einer psychiatrischen Klinik ist.

Wasserleiche entdeckt

Wie von NEWSBATTERY.eu nahezu vorhergesagt, wurde nun offenbar die Leiche des niederländischen LKW-Fahrers, der bei Schweringen mit seinem LKW in die Weser gefahren war, circa 4 Kilometer flussabwärts vom Unfallort gefunden.

Harald Haack
– Ein Binnenschiffer hatte am gestrigen Samstag-Mittag den ans Weserrufer gespülten leblosen Körper im sogenannten Eystruper Bogen entdeckt. Kräfte der Feuerwehr Eystrup und die Tatortgruppe der Nienburger Polizei bargen die wenig beschädigte männliche Leiche aus der Weser. Die der Polizei vorliegenden Identifizierungsmerkmale ließen derzeit den sicheren Schluss zu, „dass es sich bei der aufgefundenen Wasserleiche um den seit dem 07. Februar vermissten niederländischen LKW-Spediteur handelt“, erklärte Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. Warum der LKW-Fahrer in die Weser gefahren war, konnte noch nicht geklärt werden. Eine von der Staatsanwaltschaft Verden angestrebte Obduktion des 56-Jährigen wird durch die Rechtsmedizin Hamburg am kommenden Montag, 04.03.2013, erwartet.

Navigationsgerät schuld am Tod eines LKW-Fahrers?

Der aus den Niederlanden stammende LKW-Fahrer und selbstständiger Spediteur Robby F. (56) wird seit dem 6. Februar 2013 vermisst. Er war auf dem Weg nach Norddeutschland, soll dann von Hamburg nach Schweringen gefahren sein, wie seine Tochter behauptet haben soll. Nun wurde aus der Weser unweit der Fähre in Schweringen ein LKW entdeckt. Sein LKW? Ein fuhr einen blauen DAF mit Containerchassis.

Harald Haack – Wie die Polizei Nienburg/Schaumburg mitteilt, riss das Führerhaus beim Anheben mittels Schwimmkrans ab. Es stürzte mit einem darin befindlichen leblosen Körper ins Wasser. Trotz des Einsatzes von Tauchern, Feuerwehrkräften, THW und Polizeihubschrauber konnte die Leiche noch nicht aufgefunden werden. Mutmaßlich wurde sie von der Strömung erfasst und stromabwärts getrieben.


Beim Anheben des LKW brach das blaue Führerhaus ab.
© Foto: Polizei Nienburg/Schaumburg

Bei einem letztmaligen telefonischen Kontakt mit seiner Familie kündigte der LKW-Fahrer einen Rückruf an. Zu dieser Zeit befand er sich im Bereich Anderten und war auf dem Weg zu einer Firma in Schweringen. Hier kam er nicht an und es folgte auch kein Rückruf.“Warum der Fahrer in die Weser gefahren ist, können wir noch nicht sagen“, erklärt Gabriela Mielke. Die Ermittler ziehen mehrere Möglichkeiten in Betracht. „Ob eine Fehlleitung durch das Navigationsgerät, eine Reaktionsunfähigkeit aufgrund des Gesundheitszustandes oder aber eine suizidale Absicht vorliegt, müssen die noch andauernden Ermittlungen ergeben“, ergänzt die Sprecherin.

Erfahrungsgemäß wird die Leiche zunächst über den Grund des Flusses driften und dann durch Fäulnisgase an die Wasseroberfläche treiben. Ein Vorgang, der mehrere Tage umfassen kann. Gut möglich, dass die Leiche noch vor der Ortschaft Hoya anlandet. Zwischen Schweringen und Hoya ist die Weser sehr kurvenreich und mit Buhnen ausgestattet, an denen sich die Leiche verfangen könnte.

Aktualisierung vom 21.02.2013 (Polizeimitteilung/Mielke):
Nachdem am gestrigen Mittwoch, 20.02.13, der Polizeihubschrauber ohne Erfolg im Einsatz war, wurde die Suche nach dem vermissten LKW-Fahrer heute Morgen (21.02.13) ab 10.00 Uhr fortgesetzt. „Mit zwei Sonarbooten und Polizeitauchern haben wir nach dem 56-jährigen Spediteur aus den Niederlanden gesucht“, führt Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke aus. Das Sonarboot der Polizei wurde von dem des THW Nienburg unterstützt. „Leider führte die Suchaktion nicht zum Auffinden des Leichnams und wurde gegen 15.00 Uhr abgebrochen“, so die Polizeisprecherin. Am morgigen Freitag, 22.02.13, wird ab 08.00 Uhr die Bergung des LKW aus der Weser von Land aus erfolgen.

Bombe auf Hauptstadtflughafen-Baustelle BER?

Vor kurzem gab es wieder einmal negative Schlagzeilen wegen vieler Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens BER. Auch die Nachricht über einen mutmaßlichen islamistischen Terroristen, der sich auf die Baustelle geschlichen hatte, um dort zu „arbeiten“, zählte dazu, woraufhin es hektisch wurde um die für den Bau Verantwortlichen Wowereit und Platzeck.

Henrik C. Sassen – Wurde eine Bombe im neuen Flughafens BER positioniert, tief verborgen im Beton von tragenden Wandteilen? Möglicherweise neu wäre diese heimtückische Methode für einen Sprengstoffanschlag bei islamistischen Terroristen, doch die Idee und sogar deren erfolgte Ausführungen existieren noch aus Zeiten des Kalten Krieges, als eine deutsche Regierung jederzeit zündfähige Bomben in Brücken diverser Bundesautobahnen installieren ließ, um vorrückende Angreifer des Warschauer Pakts im Kriegsfall aufzuhalten.

Wie mir ein Newsbattery-Kollege erzählte, wurde diese Idee vor ca. 15 Jahren sogar einmal von drei freischaffenden Autoren der ARD-Tatort-Reihe aufgegriffen, doch dann (verantwortungsvoll) wieder begraben. Zum fiktiven Tatortbereich zählte damals die Großbaustelle Berlin. Für eine Tatort-Folge wäre die Handlung auf dieser bombigen Basis ein Knaller gewesen. Doch die Schere im Kopf der Autoren siegte, um Kriminelle und besonders Terroristen nicht auf den Geschmack zu bringen.

Und ich habe nun auch gezögert über eine möglicherweise im BER versteckte Bombe zu schreiben, um mir nicht vorwerfen zu lassen, ich habe mir das „aus den Fingern“ gesogen. Doch die Ermittlungen des LKA nach der kürzlich erfolgten Festnahme nach der Festnahme eines mutmaßlich islamistischen Arbeiters führten es „zur Sorge“, er könne an den Vorbereitungen für einen Anschlag involviert sein.

An der Baustelle des Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) wurde er Anfang August aufgegriffen. Er galt als illegal beschäftigt dort.

In Abstimmung mit dem Zoll wurden weitere 20 Personen gestellt, wobei es sich bei ihm um „eine in Berlin wohnhafte Person des islamistischen Spektrums handeln soll, die auf der Baustelle für einen Sicherheitsdienst tätig war.“ Es soll sich, wie der STERN schreibt, um den 21-jährigen Florian L. handeln, der vor einigen Jahren zum Islam konvertiert war und vom LKA Berlin als „Gefährder“ geführt wurde. Und er soll laut Polizeierkenntnissen mit zwei Männern im engen Kontakt gewesen sein, die mit Sprengstoffanschlägen oder deren Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht hatten.

Wieder einmal V-Männer, die als Agent Provocateur Straftaten anzetteln?

Florian L. sei mittlerweile nicht mehr auf der Baustelle beschäftigt, hieß es vor kurzem. Aber was hat er dort hinterlassen? Wenn er denn was außer Aufregung beim LKA hinterlassen hat? „Eine Bewertung, ob die illegale Arbeitsaufnahme nur dem Gelderwerb diente oder im Zusammenhang mit der Vorbereitung von terroristischen Straftaten steht“, könne „aufgrund der derzeit vorliegenden Erkenntnisse nicht abschließend vorgenommen werden“, heißt es in dem Brandenburger LKA-Report.


Grafische Lücke gefüllt. Newsbattery-Vorschlag für Modifizierung des BER-Logos: „Berlin und Brandenburg, bombige Partner im Kampf für mehr Fluglärm und Chaos.“

Der Hauptstadtflughafen BER wird von einer Pannenserie belastet. Bei der Aufklärung der Pannenserie will nun die Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Renate Künast am neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg notfalls den Bundestag einschalten. Vor der kürzlichen Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft forderte sie das Gremium auf, „Licht ins Dunkel“ zu bringen. Worauf bezieht sie sich konkret?

Doch wie findet man eine mutmaßlich im Beton versteckte Bombe? Die muss schließlich nicht zwingend aus metallischen Materialien konstruiert sein, was den Einsatz von Metalldetektoren überflüssig macht. Mit Wärmebildkameras vielleicht?

Etwa so ähnlich wie dies die Kieler Polizei bei der Suche nach der Leiche des angeblich von Hells Angels einbetonierten Leiche des Türken Tekin Bicer tat und Betonteile aus dem Boden der jener Lagerhalle entfernte, wo sie die Leiche vermutet hatte? Die Suche musste wegen möglicher Einsturzgefahr eingestellt werden. Übertragen auf den Hauptstadtflughafen BER dürfte wird es dann nicht so bald was mit der offiziellen Eröffnung werden.




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