Archiv der Kategorie 'Deutsche Bahn'

Baustelle Elbphilharmonie in Flammen

Die im Bau befindliche Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt, dem Baukonzern Hochtief, den Generalplanern und den Parteien in der Bürgerschaft. Nachdem nun die Hamburger Morgenpost als April-Scherz vom Verkauf der Namensrechte an eine arabische Fluggesellschaft berichtete, brennt das umstrittene Gebäude. Der Hamburger Senat bereitet sich jetzt offenbar auf eine Verschiebung der für Mai 2012 vorgesehenen Eröffnung der Elbphilharmonie vor. Bewohnern der im Luftzug befindlichen Stadtteile wird geraten Fenster und Türen zu schließen. Es besteht aber mutmaßlich keine Gefahr für Leib und Leben.


© Webcam: elbwetter.de


Aktualisierung von 13.13 Uhr


Es müssen wohl alle bereits installierten Glasscheiben ausgetauscht werden. Sie haben offensichtlich Luft gezogen und scheinen an den Rändern vom Rauchgas beschlagen zu sein.
© Foto: Harald Haack

Meldung vom 2. April 2010:
Beschwerdestelle des Senats für Geschädigte der Elbphilharmonie

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Bei der Deutschen Bahn kopf- und führerlos

Man könnte glauben, die Bahn versuche einer BILD-Schlagzeile vom letzten Sommer, demnach Mädchen-Fänger gesucht werden, mit dem „Herauswerfen“ von Mädchen aus Regionalzügen eine Entsprechung zu geben. Zu allem Überfluss warfen sich jetzt zwei Zugführer aus einem fahrenden Zug.

Harald Haack - Zum dritten Mal seit Mitte Oktober ist nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ ein Kind von einer Schaffnerin aus einem Zug der Deutschen Bahn verwiesen worden. Das 14-jährige Mädchen habe zwar einen Fahrschein gehabt, der aber sei aber erst später gültig gewesen. Die Mutter holte ihre Tochter mit dem Auto ab und brachte sie zur Schule. Ein Bahnsprecher in Berlin wollte sich ohne nähere Prüfung nicht zu dem Vorfall äußern. Das ist wohl auch besser so, denn laut Bahn-Mitteilungen sollen in den vorherigen Fällen die Zugbegleiter vom Dienst suspendiert worden sein; Staatsanwaltschaft und Polizei wollen angeblich gegen sie ermitteln.

Interessant ist, dass alle bisherigen Fälle im norddeutschen Osten der Republik sich ereigneten und dass es jedes Mal Mädchen sind, die Probleme mit ihren Fahrkarten, Geldbörsen und Handys haben. Sind sie wirklich so kopflos, wie behauptet wurde?

Nicht kopflos, aber führerlos wurde gestern Abend ein Güterzug, der von Frechen nach Köln unterwegs war, weil seine beiden Lokführer sich selbst heraus warfen. Dabei zogen sie sich leichte Blessuren zu.

Mit 31 Waggons rollte der Güterzug dann von alleine über die Strecke nach Köln und durchbrach im Stadtteil Junkersdorf das Tor einer Lagerhalle. Erst als die Diesellok gegen eine Betonfeuerschutzwand prallte, blieben der Triebwagen und die mit Braunkohlestaub und Briketts beladenen Waggons stehen. Dabei entstand ein Schaden in sechsstelliger Höhe. Wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Polizei gegenüber hatten die Lokführer behauptet, alle Bremsen ihres Güterzugs hätten nicht funktioniert – auch die Notbremsen nicht.

Kursbuch: Die Bahn macht es jetzt platt und zockt noch einmal fett ab

Die Deutsche Bahn will an die Börse gehen. Um dort einen guten Start hinzukriegen, zeigt sie sich jetzt, so lässt sich mühelos mutmaßen, in wirtschaftlicher Hinsicht als „avantgardistisch“; was treue Bahn-Kunden jedoch extrem nervt. Ob die Bahn allerdings mit ihrer Politik neue Kunden für ihre Börsen-Notierungen gewinnen und innerhalb ihrer grundlegenden Statistik vorweisen kann, ist fraglich. Zu plump schimmert derzeit eine aalglatte Konzeption durch, die auf eine der vielen 0815-Unternehmsberatungen basieren könnte.

Horst Walkendorfer - Unternehmensberater werden gerne eingespannt, wenn ein Unternehmen kränkelt. Doch ob die helfen können, ist, so kristallisierte sich in letzter Zeit leider immer öfter heraus, keineswegs eine Frage deren absoluten Durchblicks, sondern letztendlich eine Entscheidung der Unternehmensleitung schlechthin – gemessen an der rezessiven Stimmung innerhalb der Wirtschaft eines Landes oder Staatenbereichs, in welcher das betreffende Unternehmen agiert.

Die Deutsche Bahn hat sich inzwischen viele Feinde geschaffen. Nicht nur Terroristen und Erpressern diente sie dazu, um niedrige Gelüste zu befriedigen. Bundestagsabgeordnete, Bahnkunden wie Otto-Normal-Verbraucher auch, oftmals aber im Gegensatz zum deutschen „Michel“ in der 1. Klasse zu finden, fanden in den neuerlichen Ankündigungen über Veränderungen stets eine Möglichkeit sich zu profilieren und verbal zu geifern. Die Deutsche Bahn, so könnte man annehmen, ist ein exzellentes Spielfeld für Spökenkieker und Dröhnbüdel. Eine weite Spanne vom Durchschnittsbürger bis hinauf zum Autisten oder hinunter zu den geistig ewig Kind-gebliebenen Männern, die in der chaotischen Ordnung ihres Lebens die stupiden Daten des Kursbuchs der Bahn als Abenteuer empfinden. Wer Bahn-Fan ist, mag bitte selbst entscheiden, in welchen Bereich er sich eingeordnet sehen sollte.

Er sollte wissen, dass es das Kursbuch der Deutschen Bahn künftig nur noch als schnöde, sich im Grunde genommen selbst zerstörende CD-ROM geben wird. Bedrucktes Papier kostet der Bahn mehr als elektronische Datenträger. Lediglich eine gedruckte Spezialausgabe für Unverbesserliche, in einer limitierten Auflage von 2.000 Stück kann nur heute noch per Fax oder via E-Mail zum Preis von 99 Euro bestellt werden.

Diese Gesamtausgabe mit allen ab 14. Dezember 2008 bis 12. Dezember 2009 gültigen Reisezug-Fahrplänen erscheint in vier Bänden mit hochwertigem Einband, Silberschnitt und Lesezeichen im Schuber. Abschiedsedition bestellbar unter Fax (0721) 9383794 oder per E-Mail unter kursbuch@bahn.de (Bestellfrist endet an diesem Sonntag, 31. August 2008).

Offensichtlich spekuliert Herr Mehdorn auf den lukrativen Geschäftssinn der Besteller, die letzte Gesamtausgabe des Kursbuches gewinnbringend bei eBay oder anderswo zu verticken.

Ich schließe mich dieser „Mehdornierheit“ nicht an.




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