So war es: Apotheke verfolgte Rentnerauto und fuhr es an

Die dpa verbreitet derzeit die Nachricht, ein 83-jähriger Autofahrer habe mit seinem Auto in Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg eine „Schneise der Verwüstung“ hinterlassen.

Roland von Bremen – Beim Rückwärtsausparken auf dem Hof einer Apotheke soll sich das Auto mit Automatikgetriebe am Donnerstagnachmittag selbstständig gemacht haben und rückwärts in eine Passage gefahren sein. Dort soll es einen Radfahrer zu Fall gebracht haben, der sich am Kopf verletzte. Die Fahrt endete angeblich nach etwa 20 Metern in der Glasfront einer Apotheke. Der 83-jährige habe ausgesagt, sein Fuß habe sich bei Ausparken mit dem Gaspedal verkeilt, soll eine Polizistin heute gesagt haben. Der Sachschaden wird auf knapp 20.000 Euro geschätzt. Die Fahrerlaubnis des Rentners wurde eingesackt. Ein Fall fürs Gericht?

Mutmaßlich, so könnten Ermittlungen mit 50-prozentiger Wahrscheinlicheit ergaben ergeben, hat sich die Apotheke selbstständig gemacht, ist dem Auto gefolgt und hat es von rückwärts angebummst. Kein Wunder also, wenn der Fuß des Fahrers dabei mit dem Gaspedal verklemmte. Ungeklärt ist wohl, was der Radfahrer in der Passage verloren hatte. Hatte er sein Fahrrad lediglich geschoben, ist er als Fussgänger zu bezeichnen. Ist er jedoch durch die Passage geradelt, so ist er ein Radfahrer und hat sich verkehrswidrig verhalten. Bewiesen ist außerdem nicht, ob er die Kopfverletzung nicht schon vorher hatte. Häufig streiten sich Verkehrsteilnehmer wegen Altschäden, die als neu behauptet werden.





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