Hickhack Integrationspolitik und schwarz-gelb-grüner Hirnkleister

Es gibt in Deutschland etliche Politiker, die Integration von Muslimen fordern und die gleichzeitig Religionsfreiheit heucheln. Als sich Ex-Bundespräsident Wulff für den Islam als Bestandteil Deutschlands aussprach, schockte er damit vor allem Christen. Als er wenig später in der Türkei ergänzte, Christen gehörten zur Türkei, entrüsteten türkische Abgeordnete. Nach Wulff wurde Joachim Gauck Bundespräsident. Er, der evangelischer Theologe ist, distanzierte sich von der Äußerung seines Vorgängers: Er könne auch jene verstehen, die den Einfluss des Islam auf Europa und Deutschland nicht erkennen könnten. Und jetzt wettert Unions-Fraktionsvize Günter Krings gegen eine Äußerung von Peer Steinbrück (SPD), der sich damit für eine Geschlechtertrennung unter Muslimen stark macht, denn die ist nun mal Bestandteil des Islam.

Katja Marie Schneewinkel - Man könnte meinen, CDU-Mann Günter Krings wolle die Zeit zurückdrehen. Eine Zeit herbeireden, als es unter Migranten nicht viele Muslime gab. Als Schwarz-Gelb noch über Integration von Muslimen in Deutschland theorisierte und deren Bereitwilligkeit dazu forderte. Als Geschlechtertrennung kein Thema war, vielleicht weil man davon ausging Muslime wollten sich den Erwartungen der christlichen Politiker unterwerfen.

Rechter Kleister schäumt in der CDU wieder auf: Getrennter Sportunterricht fördere nicht, sondern behindere die Integration muslimischer Kinder, soll laut Spiegel-Online Günter Krings gesagt haben.

Eine grundgesetzwidrige Erwartung? Wo bleibt die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreit?

Der „Bild“-Zeitung wusste dann auch die Integrationsbeauftragte der Regierung, Maria Böhme, mitzuteilen, Peer Steinbrück irre. Gemeinsames Lernen und gemeinsamer Sportunterricht förderten die Integration. Und FDP-Generalsekretär Patrick Döring heuchelte gegenüber der „Rheinischen Post“: „Wir wollen Integration auf der Basis unserer Grundrechte – dazu gehört die Gleichberechtigung von Mann und Frau.“ Ja klar, und die Geschlechtertrennung ist fester und wichtiger Bestandteil des Islam.

Auch in Reihen der Grünen wird geheuchelt. Memet Kilic, Sprecher für Migrationspolitik, sagte, Rücksichtnahme auf die religiösen Gefühle sei Teil des Grundgesetzes. „Dies darf aber nicht auf Kosten universell gültiger Menschenrechte geschehen.“ Zu diesen gehöre die Gleichberechtigung der Geschlechter. Im Klartext: Der Islam sei in Deutschland unerwünscht – es sei denn, Muslime seien bereit ihre Religion zu verleugnen, in dem sie künftig auf die Geschlechtertrennung verzichteten.

Das Thema „Islam in Deutschland“ ist zu einer Waffe verkommen, die gegen politische Gegner eingesetzt wird. Dieser Mißbrauch behindert jede Integration.





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