Abriss der East Side Gallery geht weiter

Ungeachtet der Proteste gegen den Abriss eines noch bestehenden Teilstückes der Berliner Mauer, bekannt als „East Side Gallery “, werden die Abrissarbeiten jetzt fortgesetzt. Wie die Berliner Polizei mitteilte, seien inzwischen vier Mauerteile entfernt worden.

Harald Haack – Über die Frage, ob die Mauersegmente dauerhaft entfernt werden oder nur vorübergehend, herrscht Unklarheit. Ein Sprecher des Investors Living Bauhaus erklärte gestern in der rbb-Abendschau, für die Zufahrten zu dem geplanten Wohn- und Hotelprojekt sei ein weiterer Mauerdurchbruch unerlässlich. Heute ergänzte er, die Teilstücke seien nur für die Dauer der Bauarbeiten entfernt worden und würden danach wieder eingesetzt.

Doch daran mag von den Protestlern kaum jemand so recht glauben. Zu Wochenbeginn hatte der Sprecher nämlich noch erklärt, ungeachtet des Streits um den Bau bleibe trotz der notwendigen Bauvorbereitungen das umstrittene Mauerstück ausgespart.

Das „Bündnis East Side Gallery retten“ lässt zur Zeit folgende Nachricht verbreiten:

DIE MAUER WIRD GERADE ABGERISSEN!!!! AB SOFORT GROßDEMO VOR ORT!!!! ESG MÜHLENSTR. 60
MI. 27.3. Ab 5:30 wird die Mauer wieder abgerissen!!! Massives Polizeiaufgebot vor Ort!
Bitte um Telefonkette, Twitter, faceboolk etc.

Bitte alle sofort dorthin mobilisieren!

Danke und bis gleich
Das Bündnis East Side Gallery retten!

Letzte Mitteilung von Sascha Disselkamp und das Bündnis Eastside Gallery Retten:


Bürgermeister Klaus Wowereit und Investor Maik Hinkel haben die Öffentlichkeit getäuscht. Sie haben gesagt, sie finden einer Lösung angesichts der Proteste von zehntausenden Menschen.

Doch heute morgen wurde ein bedeutendes Stück des Mahnmals entfernt – beschützt von einem massiven Polizeiaufgebot.

Drei viertel aller Berliner sind gegen den Abbau der Eastside Gallery und die Bebauung des Todesstreifens. Und das wollen wir die Politik jetzt spüren lassen. Was können Sie tun?

1. Vor Ort: Kommen Sie morgen zur Kundgebung!

Rotes Rathaus Berlin, Donnerstag, 28. März 2013, ab 16 Uhr. Mehr Infos hier.

2. Twitter-Nutzer: Senden Sie jetzt einen Tweet an Wowereit! Hier klicken.

Unser Vorschlag: „.@spdberlin Herr Wowereit, wir sind enttäuscht! 3/4 aller Berliner wollen die #eastsidegallery retten. Und Sie schauen zu!“

3. Facebook-Nutzer: Teilen Sie das Protest-Bild an Wowereit. Hier klicken.

Wenn wir jetzt gemeinsam stark bleiben, besteht eine gute Chance, dass das Gedenken an die ehemalige Berliner Mauer und den Todesstreifen lebendig bleibt.

Vielen Dank, dass Sie sich gegen das Vergessen engagieren.

Sascha Disselkamp und das Bündnis Eastside Gallery Retten

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