Navigationsgerät schuld am Tod eines LKW-Fahrers?

Der aus den Niederlanden stammende LKW-Fahrer und selbstständiger Spediteur Robby F. (56) wird seit dem 6. Februar 2013 vermisst. Er war auf dem Weg nach Norddeutschland, soll dann von Hamburg nach Schweringen gefahren sein, wie seine Tochter behauptet haben soll. Nun wurde aus der Weser unweit der Fähre in Schweringen ein LKW entdeckt. Sein LKW? Ein fuhr einen blauen DAF mit Containerchassis.

Harald Haack – Wie die Polizei Nienburg/Schaumburg mitteilt, riss das Führerhaus beim Anheben mittels Schwimmkrans ab. Es stürzte mit einem darin befindlichen leblosen Körper ins Wasser. Trotz des Einsatzes von Tauchern, Feuerwehrkräften, THW und Polizeihubschrauber konnte die Leiche noch nicht aufgefunden werden. Mutmaßlich wurde sie von der Strömung erfasst und stromabwärts getrieben.


Beim Anheben des LKW brach das blaue Führerhaus ab.
© Foto: Polizei Nienburg/Schaumburg

Bei einem letztmaligen telefonischen Kontakt mit seiner Familie kündigte der LKW-Fahrer einen Rückruf an. Zu dieser Zeit befand er sich im Bereich Anderten und war auf dem Weg zu einer Firma in Schweringen. Hier kam er nicht an und es folgte auch kein Rückruf.“Warum der Fahrer in die Weser gefahren ist, können wir noch nicht sagen“, erklärt Gabriela Mielke. Die Ermittler ziehen mehrere Möglichkeiten in Betracht. „Ob eine Fehlleitung durch das Navigationsgerät, eine Reaktionsunfähigkeit aufgrund des Gesundheitszustandes oder aber eine suizidale Absicht vorliegt, müssen die noch andauernden Ermittlungen ergeben“, ergänzt die Sprecherin.

Erfahrungsgemäß wird die Leiche zunächst über den Grund des Flusses driften und dann durch Fäulnisgase an die Wasseroberfläche treiben. Ein Vorgang, der mehrere Tage umfassen kann. Gut möglich, dass die Leiche noch vor der Ortschaft Hoya anlandet. Zwischen Schweringen und Hoya ist die Weser sehr kurvenreich und mit Buhnen ausgestattet, an denen sich die Leiche verfangen könnte.

Aktualisierung vom 21.02.2013 (Polizeimitteilung/Mielke):
Nachdem am gestrigen Mittwoch, 20.02.13, der Polizeihubschrauber ohne Erfolg im Einsatz war, wurde die Suche nach dem vermissten LKW-Fahrer heute Morgen (21.02.13) ab 10.00 Uhr fortgesetzt. „Mit zwei Sonarbooten und Polizeitauchern haben wir nach dem 56-jährigen Spediteur aus den Niederlanden gesucht“, führt Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke aus. Das Sonarboot der Polizei wurde von dem des THW Nienburg unterstützt. „Leider führte die Suchaktion nicht zum Auffinden des Leichnams und wurde gegen 15.00 Uhr abgebrochen“, so die Polizeisprecherin. Am morgigen Freitag, 22.02.13, wird ab 08.00 Uhr die Bergung des LKW aus der Weser von Land aus erfolgen.





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