Archiv für Juli 2012

Krasses auf norddeutschen Straßen

Alkoholismus, blöde Ausreden, keine Fahrerlaubnis und idiotische Fahrflucht kamen in letzter Zeit häufiger vor.

23. Juli 2012 / Kankelau
– Im Kreis Herzogtum Lauenburg baute ein 25-jähriger Autofahrer nachts einen Unfall auf einer Landstraße und flüchtete zu Fuß. Ohne sich um die Absicherung der Unfallstelle zu kümmer, ließ er seinen umgekippten Kleinwagen zurück. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei hatte der 25-Jährige ein Brückengeländer gerammt, so dass sich sein Auto überschlug und auf der Seite liegen blieb. Nur leicht verletzt, befreite sich der Fahrer aus dem völlig zerstörten Fahrzeug. Doch statt die Polizei zu rufen, ging er nach Hause, wo ihn die Beamten jedoch mit Hilfe des Autokennzeichens schnell fanden. Ein Atemalkoholtest bei dem 25-Jährigen ergab mehr als 1,7 Promille.

22. Juli 2012 / Bad Segeberg – Ein 53-jährigen Rollerfahrer wurde von der Polizei am Samstagabend in Bad Segeberg einen gestoppt. Wie sich bald herausstellte, war er nicht allein, sondern führte 1,67 Promille Alkohol im Blut mit sich. Er habe ein Bier getrunken, beantwortete der Mann zuvor die Frage des Polizisten nach Alkohol. Und Fahrerlaubnis bräuchte er nicht, war dann noch die Antwort auf die Frage nach dem Führerschein. Aber dies sahen die Beamten anders. Sie leiteten zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ein. Nach der Kontrolle durfte er zu Fuß nach Hause gehen.

17. Juli 2012 / Hemdingen
– Ein Baum stand einer betrunkenen 48-jährigen Barmstedter Autofahrerin bei ihrer flotten Schleudertour mit Pirouetten-Einlage mit einem Transporter während starken Regens auf einer Landstraße in Hemdingen (Kreis Pinneberg) im Weg. Bei dem Unfall blieb sie unverletzt und es entstand laut Polizei ein Schaden von rund 18.000 Euro. Einen Führerschein besaß sie nicht mehr. Den hatte die Polizei vorher schon bei einer Kontrolle kassiert. Der Alkohol-Test ergab bei ihr 1,98 Promille.

27. Juni 2012 / Henstedt-Ulzburg – Ein 85-Jähriger aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg), der seinen Führerschein aus „Altersgründen“ schon hatte abgeben müssen, will vom Autofahren nicht lassen. Die Polizei habe den Unbelehrbaren am Sonntag gleich zweimal am Steuer erwischt, sagte eine Sprecherin der Polizei. Freimütig habe der Mann eingeräumt, er habe zwar keinen Führerschein mehr, aber er fahre Auto, um „seine Pflichten“ zu erfüllen. Er fahre doch nur innerhalb des Ortes, um seine Familienangehörigen zu erreichen, soll er den Beamten erklärt haben. Weil er, der zuvor höflich und kooperativ geblieben war, nach entsprechender Belehrung und Ermahnung, ab sofort nicht mehr zu fahren, uneinsichtig wurde, ließ die Polizei, um ihn zu stoppen, schließlich die Limousine des Mannes abschleppen.

Aktualisierung vom 25. Juli 2012, 14.50 Uhr:

Betrunken und bekifft:
Alkohol allein ist manchen Zeitgenossen offenbar zu wenig. Die Hamburger Polizei erwischte einen 19-jähriger Rollerfahrer nicht nur ohne Führerschein, sondern auch bekifft und mit 1,23 Promille Alkohol im Blut. Sein 16-jähriger Freund, der Halter des Rollers, saß während der Fahrt hinten auf dem Sozius. Aufgefallen waren beide, weil sie ohne Licht unterwegs waren. Ihnen erwarten jetzt Anzeigen: Dem 16-jährigen Besitzer wird vorgeworfen, seine Halterpflichten verletzt zu haben, weil er seinen Freund ohne Führerschein fahren ließ. Den 19-Jährigen erwartet jetzt eine Anzeige wegen Fahren ohne Erlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Aktualisierung vom 27. Juli 2012, 16 Uhr

Schluckspecht auf mobiler Tour:
In der Nacht zum Freitag rammte ein betrunkener Autofahrer im Kieler Stadtteil Wik mehrere Fahrzeuge.

Schon das Ausparken habe der 33-Jährige laut polizeilicher Ermittlungen nicht ohne Blechschaden geschafft. Seine Fahrt setzte er trotzdem fort, bis er an einer Verkehrsinsel in zwei weitere parkende Fahrzeuge krachte. Die von Zeugen gerufenen Polizisten konnten den Betrunkenen dort daran hindern weiterzufahren. 2,36 Promille Alkohol in seinem Blut soll ein Test ergeben haben.

IOC-Präsident Rogge verweigert Gedenkminute

Der Präsident des Internationalen Olympische Komitee (IOC) stellt sich kategorisch gegen die Forderung von Angehörigen der Opfer des Terroranschlags der Olympischen Spiele in München. Die Eröffnungsfeier am Freitag im Londoner Olympiastadion sei nicht der geeignete Anlass für Gedenken, begründete er seine Haltung.

Harald Haack – Während nun aufgrund bislang geheimer Berichte bekannt wurde, wie die deutschen Behörden versucht hatten ihr Versagen vor und nach dem Münchner Olympia-Attentat vor 40 Jahren mit 17 Toten zu vertuschen, kommt es mit der unmenschlichen Geste von IOC-Präsident Jacques Rogge zu einem Olympia-Skandal.

In den vergangenen Monaten hatten die Angehörigen der israelischen Opfer des Terroranschlags von München 1972 für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London, am nächsten Freitag, eine Schweigeminute gefordert, was vom Internationalen Olympische Komitee (IOC) zurückgewiesen wurde. Offensichtlich scheint Jacques Rogge mit seiner Begründung, die Eröffnungsfeier sei nicht der geeignete Anlass für Gedenken, isoliert, denn US-Präsident Barack Obama fordert eine Schweigeminute wie auch das kanadische Parlament, Australiens Premierministerin Julia Gillard und britische Parlamentarier. Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle erklärte dagegen dem IOC-Präsidenten Rogge, ein Moment des Innehaltens zu einem passenden Zeitpunkt wäre eine menschliche Geste und ein würdevolles Zeichen dafür, dass Gewalt und Terror in der olympischen Idee keinen Platz haben.

Doch wann sollte wohl dieser passende Zeitpunkt sein, wenn nicht am kommenden Freitag in London zu einer Zeit, in der die Welt nach London blickt – während der Eröffnungsfeier? Vielleicht ja wird sich diese Welt bis zum nächsten Terroranschlag, der in London befürchtet wird, noch gedulden müssen. Es wäre eine Schande, wenn es dazu käme.

EGMR stoppt Mafiosi-ähnliche Verletzungen des Eigentumsschutzes

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte negiert die Zwangsmitgliedschaft von Eigentümern von Wald-, Feld- und Wiesenflächen in einer Jagdgenossenschaft. Jäger und deutsche Politiker sind aufgebracht.

Henrik C. Sassen – Nein, von Mafia ist hier nicht die Rede, obwohl man unwillkürlich bei einer Zwangsmitgliedschaft von Grundeigentümern in einer Jagdgenossenschaft daran denken könnte. Eigentümer von Wald-, Feld- und Wiesenflächen bis zu 75 Hektar mussten nämlich bisher einer Jagdgenossenschaft anzugehören und die Jagd auf ihrem Boden dulden. Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) stellten eine Verletzung des Eigentumsschutzes fest, der in der europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist. Die Zwangsmitgliedschaft sei eine unverhältnismäßige Belastung, hieß es in der Urteilsbegründung, womit nun die Zwangsbejagung gestoppt wird. Aber die Empörung von Jägern und Politikern macht verborgene Verbindungen sichtbar; als „Verfilzung der Jägerschaft mit Politik und Behörden“ von Gegnern der Hobby-Jägerei kritisiert.

Geklagt gegen die Zwangsbejagung hatte ein Jurist und Tierschützer aus Baden-Würtemberg, Eigentümer von zwei Grundstücken unter 75 Hektar und laut Bundesjagdgesetz automatisch Mitglied der Jagdgenossenschaft. Bisher musste er das Jagen auf seinen Grundstücken dulden. Weil er jedoch als Vegetarier das Töten von Tieren aus Gewissensgründen ablehnt, verlangte er von der zuständigen Jagdbehörde seine Mitgliedschaft zu beendigen. Doch die Behörde wies seinen Antrag zurück genauso nachfolgend wie das Verwaltungsgericht Trier. Ebenso erfolglos geblieben waren seine Beschwerden beim Ober- und beim Bundesverwaltungsgericht. Er musste in die nächste Instanz gehen, den Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Die Geschichte des deutschen Bundesjagdgesetzes hat braune Flecken. Erstmals als entscheidende Grundlage für das Jagdrecht in der Nationalversammlung zu Frankfurt am Main im Jahr 1848 beschlossen – damals galt noch das Jagdrecht nicht auf fremden Grund und Boden – wurde es 1929 vom sozialdemokratischen preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun mittels dem preußischen Jagdgesetz sowie der Preußischen Tier- und Pflanzenschutzverordnung zur Grundlage des Reichsjagdgesetz von 1934, ergänzt aber mit einer von nationalsozialistischen Ideologie durchsetzte Präambel des Naziministers Hermann Göring (der im Nürnberger Prozess zum Tod durch den Strang verurteilt wurde, sich aber der Vollstreckung des Urteils durch Selbstmord entzog). Das deutsche Bundesjagdgesetz basiert auf die vorherigen Jagdgesetze, stammt aus dem Jahr 1952 und wurde 1976 und 2011 überarbeitet.

Auf das Urteil des EGMR reagieren Jäger und Politiker nun mit Unverständnis. Für sie es ein sehr negatives Urteil, wie der Dithmarscher Kreisjägermeister Thies Peter Claußen der Landeszeitung sagte und stereotyp auf Probleme hinwies: Große Probleme bei der Bestandskontrolle und der Seuchenbekämpfung. „Wenn uns ein Grundstückseigentümer nicht mehr auf seine Fläche lässt, kann sich das Wild auf dem Gelände unkontrolliert vermehren“, ergänzte er, der Verbiss an jungen Pflanzentrieben habe dort zugenommen.

Offensichtlich sind sich Jäger ihres inzwischen schlechten Images bewusst, welches sie sich unter der Bevölkerung erworben haben und so argumentieren sie weiterhin unbeirrt mit Bildern, die Kritiker längst als unglaubwürdig und nostalgisch entlarvt haben: Dem Bild des Jägers als Naturschützer und Artenschützer.

Vor und nach dem Krieg sei eine Begünstigung der Jäger seitens der Politik verständlich gewesen, schreibt Autor und Selbstverleger Fritz Werner unter seiner Internetadresse wasjaegerverschweigen.de, damals diente die Jagd noch der Nahrungssicherung für die Bevölkerung, durch Reduzierung der Wildschäden an den Feldkulturen. Jäger erfüllten somit noch eine gemeinnützige Aufgabe.

Doch Deutschland wurde zu einer Industrienation, in der die Landwirtschaft, obwohl noch existent, an wirtschaftlicher Relevanz verlor und die Natur zu einem Erholungsraum für die Bevölkerung wurde, womit sich die Jagd mehr und mehr konträr zu den Interessen der Allgemeinheit verhielt. Die Jägerschaft sei von ihrem eigentlichen Auftrag der Wildschadensverhütung abgerückt, kritisiert Fritz Werner, ihre Jagd erhöhe inzwischen Wildschäden durch Betrügereien. Er nennt Fälle. Sie mögen Einzelfälle sein, doch ist nicht bekannt, ob sie nicht vielfach Nachahmer gefunden haben. So soll ein Jagdgehilfe damit geprahlt haben, er habe im Frühjahr mit der Rückseite seines Taschenmessers die Rinde an jungen Obstbäumen abgeschabt. Dafür bekämen die Grundeigentümer ihren „Wildschaden“ bezahlt. Nur so blieben „wir Jäger in dieser schönen abgelegenen Ecke allein und ungestört unter uns“. „Man dürfe nur eines nicht“, zitiert Werner einen Jäger, „sich im Beisein von Zeugen erwischen lassen“. Er hatte sich die Wildschadenszahlungen für seine selbst-verursachten Schäden erspart und die gegen den Wildverbiss angebrachten Drahthosen an den Bäumen entfernt und den Geschädigten wegen angeblich fehlendem Verbißschutz dann die Wildschadenszahlung für die Fegeschäden durch „Rotwild“ verweigert.

Das Bundesjagdgesetz, das in seiner heutigen Form aus einer Zeit stammt, in der Nazis in Deutschland darüber bestimmten, was Recht und Ordnung ist, in der das Jagdrecht auch von deren Rassismus geprägt wurde, wird nun endlich geändert werden müssen, auch wenn sich Jagd-liebende Politiker dagegen noch sträuben. Böcke schießen werden sie sicherlich noch weiterhin in den Parlamenten. Böcke schießen werden sie sicherlich noch weiterhin in den Parlamenten. Aber wer zu viele schießt, verliert die Wählergunst.

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London: Olympische Pyromanie

Gestern, am Freitagabend, erreichte das Olympische Feuer London. Zwischenzeitlich während der mehrwöchigen Reise durch Großbritannien war es einmal erloschen. Kein Problem: Es gab angeblich ein Ersatzfeuer; möglicherweise aus einem Feuerzeug.

SeanMcMillan
– In der Antike hatte es zu den Olympischen Spielen keinen Fackellauf gegeben. Den ersten Fackellauf gab es erst auf Anweisung von Nazischnauze Joseph Göbbels („Wollt Ihr den totalen Krieg?“) nach einer Idee von Alfred Schiff und Carl Diem bei dem Olymischen Sommerspielen 1936 in Berlin.

Doch die Olympischen Sommerspiele in London sollen erst am 27. Juli 2012 beginnen. Was also macht man so lange mit dem Feuer? Nehmen es die Läufer nachts mit ins Bett?

Wohl kaum. Die Organisatoren lassen es derweilen durch die Stadt kreisen wie ein Flugzeug über London ohne Landeerlaubnis. Man erhoffe sich dadurch „olympische Stimmung“. So wurde das Feuer auf der 64. Etappe des Fackellaufs nahe am Olympia-Park vorbeigetragen. Tausende Schaulustige feierten an Straßenrändern die Läufer. Wie oft das Feuer nun aber bis zur Eröffnung der Spiele am Olympia-Park vorbei kreisen soll, darüber gibt es leider keine Nachricht. Darüber, wieviele Alkoholopfer unter den Feiernden es geben soll, auch nicht.

Und sollte das Feuerchen wieder ausgehen, mitten in einer Life-Übertragung der BBC, dafür gibt es virtuelle 3D-Feuer, die Animationsspezialisten ratzfatz einfügen können. Spätestens seit der Fussball-EM sind Manipulationen schließlich üblich, ja, möglichweise zählen sie künftig zum Standard von Sportsendungen.

Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel: Schon wieder Rauch im Cockpit

Rauch im Cockpit, eine leider nicht seltene Meldung aus Linienmaschinen, wenn diese noch in der Luft sind. Nach der Notlandung jedoch ist oft kein Rauch mehr feststellbar.

Wieder einmal hat die Besatzung eines Airbus auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Am heutigen Samstagvormittag meldete der Pilot eines Airbus 319 „Rauch im Cockpit“. 105 Feuerwehrleute sollen daraufhin dann zum sicher gelandeten Airbus losgeeilt sein. Die 137 Menschen an Bord wurden über die Gangway evakuiert. Doch im Cockpit, in der Pilotenkabine, konnte kein Rauch mehr festgestellt werden. Wieder einmal nicht!

Wie schon zuvor in den Jahren 2002 und 2011 nicht.

So musste am 29. Juli 2002 eine Boeing 737/500 der Air France nach dem Start vom Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel umkehren und notlanden – wegen Rauch im Cockpit. Die alarmierte Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Personal und Gerätschaft zuvor in Position gegangen. Dabei: Vorfeldlöschfahrzeuge vom Typ „Simba“. Nachdem ein Feuer durch Vogelschlag in einem Triebwerk ausgeschlossen wurde, ging man davon aus, ein Defekt in der Klimaanlage habe den Rauch verursacht.

Im vergangenen Jahr, am 9. September 2011, musste ein Airbus A 320 Scandinavian Airlines (SAS) mit 130 Menschen an Bord auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel außerplanmäßig zwischenlanden. Der Airbus war von Mailand in Richtung Kopenhagen unterwegs gewesen, als sich im Bereich des Cockpits Rauch entwickelte. Nach der Landung gegen 21.30 Uhr wurden alle Passagiere evakuiert. Der Flughafen musste in jener Zeit für andere Starts und Landungen 20 Minuten lang gesperrt werden. Doch nach der Untersuchung der Feuerwehr am selben Abend, konnte die Feuerwehr keinen Rauch mehr feststellen.


YouTube-Kurzvideo: Klimaanlage raucht vor Start von der Türkei nach Wien. War möglicherweise Nebel (kondensierender Wasserdampf) aus vereister Klimaanlage. Mutmaßliche Ursache dafür: Ein falsch eingestellter oder defekter Vereisungsschutzthermostat.

Nicht immer aber kamen Linienmaschine nach der Meldung „Rauch im Cockpit“ glücklich herunter. Anderswo, am Flughafens von Dubai, war am 3. September 2010 eine UPS Boeing 747 abgestürzt, wie fliegerweb.com berichtet: „Neben der Rauchentwicklung im Cockpit war die Jumbo Besatzung nicht in der Lage die Höhe zu halten und sah sich gezwungen nach 25 Minuten einen Notfall zu deklarieren und nach Dubai umzudrehen.“ Der Flug hatte nach Köln-Bonn gehen sollen. „Die Anflugkontrolle des internationalen Flughafens von Dubai erkannte die Schwierigkeiten der Jumbo Besatzung und gab ihnen bereits 40 Kilometer vor dem Platz die Landeerlaubnis auf die Piste 12L. In einer Entfernung von 13 nautischen Meilen war der Frachtjumbo mit 8.500 Fuss jedoch noch zu hoch um die Piste 12L oder 12R direkt anzufliegen, flog über dem Platz eine Rechtskurve in Richtung Südwesten und verlor danach rasch an Höhe und stürzte über unbewohntem Gebiet ab. Die Flugsicherung verlor den Radarkontakt um 19.42.“ Der Fracht-Jumbo stürzte ab. Beide Piloten kamen ums Leben.

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