Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel: Schon wieder Rauch im Cockpit

Rauch im Cockpit, eine leider nicht seltene Meldung aus Linienmaschinen, wenn diese noch in der Luft sind. Nach der Notlandung jedoch ist oft kein Rauch mehr feststellbar.

Wieder einmal hat die Besatzung eines Airbus auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Am heutigen Samstagvormittag meldete der Pilot eines Airbus 319 „Rauch im Cockpit“. 105 Feuerwehrleute sollen daraufhin dann zum sicher gelandeten Airbus losgeeilt sein. Die 137 Menschen an Bord wurden über die Gangway evakuiert. Doch im Cockpit, in der Pilotenkabine, konnte kein Rauch mehr festgestellt werden. Wieder einmal nicht!

Wie schon zuvor in den Jahren 2002 und 2011 nicht.

So musste am 29. Juli 2002 eine Boeing 737/500 der Air France nach dem Start vom Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel umkehren und notlanden – wegen Rauch im Cockpit. Die alarmierte Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Personal und Gerätschaft zuvor in Position gegangen. Dabei: Vorfeldlöschfahrzeuge vom Typ „Simba“. Nachdem ein Feuer durch Vogelschlag in einem Triebwerk ausgeschlossen wurde, ging man davon aus, ein Defekt in der Klimaanlage habe den Rauch verursacht.

Im vergangenen Jahr, am 9. September 2011, musste ein Airbus A 320 Scandinavian Airlines (SAS) mit 130 Menschen an Bord auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel außerplanmäßig zwischenlanden. Der Airbus war von Mailand in Richtung Kopenhagen unterwegs gewesen, als sich im Bereich des Cockpits Rauch entwickelte. Nach der Landung gegen 21.30 Uhr wurden alle Passagiere evakuiert. Der Flughafen musste in jener Zeit für andere Starts und Landungen 20 Minuten lang gesperrt werden. Doch nach der Untersuchung der Feuerwehr am selben Abend, konnte die Feuerwehr keinen Rauch mehr feststellen.


YouTube-Kurzvideo: Klimaanlage raucht vor Start von der Türkei nach Wien. War möglicherweise Nebel (kondensierender Wasserdampf) aus vereister Klimaanlage. Mutmaßliche Ursache dafür: Ein falsch eingestellter oder defekter Vereisungsschutzthermostat.

Nicht immer aber kamen Linienmaschine nach der Meldung „Rauch im Cockpit“ glücklich herunter. Anderswo, am Flughafens von Dubai, war am 3. September 2010 eine UPS Boeing 747 abgestürzt, wie fliegerweb.com berichtet: „Neben der Rauchentwicklung im Cockpit war die Jumbo Besatzung nicht in der Lage die Höhe zu halten und sah sich gezwungen nach 25 Minuten einen Notfall zu deklarieren und nach Dubai umzudrehen.“ Der Flug hatte nach Köln-Bonn gehen sollen. „Die Anflugkontrolle des internationalen Flughafens von Dubai erkannte die Schwierigkeiten der Jumbo Besatzung und gab ihnen bereits 40 Kilometer vor dem Platz die Landeerlaubnis auf die Piste 12L. In einer Entfernung von 13 nautischen Meilen war der Frachtjumbo mit 8.500 Fuss jedoch noch zu hoch um die Piste 12L oder 12R direkt anzufliegen, flog über dem Platz eine Rechtskurve in Richtung Südwesten und verlor danach rasch an Höhe und stürzte über unbewohntem Gebiet ab. Die Flugsicherung verlor den Radarkontakt um 19.42.“ Der Fracht-Jumbo stürzte ab. Beide Piloten kamen ums Leben.

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