Stöckter Reetdachhaus von Feuer vernichtet

Ein Feuer hat in der Straße Stöckter Deich bei Winsen/Luhe ein Reetdachhaus vernichtet. Als Ursache wird Blitzschlag vermutet.

Harald Haack - So schnell kann es kommen: Heute Vormittag zog eine Gewitterfront über Norddeutschland. Gegen 11.30 Uhr hörten die beiden Bewohner des Reetdachhauses in Niedersachsen, ein 84-Jähriger Mann und seine 71-Jährige Ehefrau, einen lauten Knall und eilten daraufhin aus dem Gebäude. Dort sahen sie aus dem Dach nahe des Schornsteines Rauch aufsteigen. Schon bald durchbrachen Flammen das Reetdach.

Es sei nicht auszuschließen, so die Polizei, dass ein Blitzschlag das Feuer verursacht haben könnte.


© Foto: Polizeiinspektion Harburg

Die alarmierte Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften an. Jedoch konnte nicht das Abrennen des Hauses bis auf die Grundmauern verhindert werden. Für die Löscharbeiten, die gegenwärtig noch stattfinden, mussten die Straße Stöckter Deich sowie benachbarte Wohnstraßen teilweise komplett gesperrt werden. Voraussichtlich könnte der Einsatz noch bis in die späten Nachmittagsstunden andauern.

Sobald die Löscharbeiten beendet sind, will die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Die Schadenshöhe ist noch völlig unklar. Die beiden Bewohner sollen laut Pressesprecher der Polizei, Jan Krüger, zunächst bei Nachbarn untergekommen sein. Es müsse aber medizinisch geprüft werden, ob für sie eine klinische Versorgung notwendig ist.

In Hamburg-Hausbruch schlugen zwei Blitze ein, wie die Feuerwehr berichtet. Der eine Blitzeinschlag löste ein Feuer im Dachstuhl eines Reihenhauses aus. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Ein weiterer Blitz schlug nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt ebenfalls in ein Haus ein, dessen Bewohner dann keinen Strom hatte. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

In Itzehoe (Schleswig-Holstein) wurde das elektronische Stellwerk durch einen Blitzeinschlag beschädigt und lahmgelegt. Kein Zug konnte dadurch auf dem Streckenabschnitt zwischen Glückstadt und Heide mehr fahren. Davon betroffen sind die Regionalbahnen zwischen Glückstadt und Itzehoe, die Nord-Ostsee-Bahn zwischen Hamburg und Husum sowie Fernzüge zwischen Hamburg und Westerland. Alles Gründe also für die Techniker der Bahn, um schleunigst den vom Blitzeinschlag verursachten Schaden zu beseitigen. Die Verkehrsunternehmen versuchen einen Notverkehr mit den ihnen zur Verfügung stehenden Bussen einzurichten. Wie lange der Schlamassel andauern könnte, das weiß gegenwärtig wohl niemand.

Ein heftiger Donnerknall könnte mutmaßlich auch den 51-jährigen Fahrer eines mit 185 Schweinen beladenen Sattelzugs mit Sattelauflieger geschockt haben, dass dieser auf der B 404 zwischen Schwarzenbek und Trittau (Schleswig-Holstein) das Lenkrad verriß, nach rechts von der Fahrbahn abkam und in die völlig aufgeweichte Bankette bretterte. Sattelzugmaschine und Auflieger kippten komplett auf die rechte Seite. Während der Fahrer noch leicht verletzt aussteigen konnte, ist gegenwärtig noch nicht bekannt, wie viele Tiere bei diesem Unfall verendeten bzw. vom Kreisveterinär, der am Unfallort ist, getötet werden müssen. Der Fahrer musste mit diversen Prellungen und Schürfwunden in einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern noch an. Im Bereich der Unfallstelle ist die B 404 seit ca. 12.20 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wird in Richtung Schwarzenbek über Havekost (Landesstraße 159) abgeleitet.

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