Archiv für Juli 2012

Worch äfft nach

Deutsche Wähler und auch NPD-Möchtegern-Verbieter könnten sich von ihm verarscht fühlen: Christian Worch, mehrfach vorbestraft wegen Holocaust-Leugnung und anderer Straftaten, dem die NPD zu lasch sei und die ihn mit einem Auftritts- und Redeverbot belegt haben soll, will mit einer neuen Partei auf Stimmenfang gehen.

Guido Bock - Möglicherweise hat er sich seine Taktik von der CDU abgekupfert. Einst das Gegenteil der Grünen, näherte sie sich mit ihrem Programm im Laufe der Jahre dem Umweltschutz und gab sich stellenweise grüner als die Grünen selbst es jemals waren. Und nun scheint Christian Worch, der mutmaßlich von Hamburger CDU-nahen Geistern wärmstens beraten wurde, die Partei DIE LINKE mit seiner neuen Partei zu persiflieren: Wie SPIEGEL-Online schreibt, erinnere das Logo von Worchs neuer Partei DIE RECHTE an die DIE LINKE, weil der rote Keil, der als I-Punkt den Namen „Linke“ ziert, bei dem Wort „Die“ seiner Partei ebenso den I-Punkt ersetzt, mit dem Unterschied, dass der rote Keil nun in die andere Richtung zeigt. Damit will er, dass seine Partei „spiegelverkehrt“ einen „bemerkenswerten Spagat“ vollzieht, vorgemacht von DIE LINKE.

Worch, der in Hamburg aufwuchs und nun im mecklenburgischen Parchim leben und mehrere Häuser geerbt haben soll, die ihn mutmaßlich finanziell absichern, will angeblich weiter auf der Straße provozieren. Offensichtlich hat er das von seinem früheren Gefährten Michael Kühnen, der 1991 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung starb, übernommen. Bleibt abzuwarten, ob er die LINKE-Politikerin Sahra Wagenknecht nicht nur als Argumentationshilfe nutzt, sondern sich ihr auch anderweitig ähneln will. Bahnt sich eine Tragödie an? Will er sich tiefrote Socken mit schwarz-braunem Muster aneignen?

Wie dem auch sei: Möglichkeiten für Nachahmungen bietet die deutsche Parteienlandschaft reichlich. Wie wäre es denn, wenn er – im Andenken an seinen früheren Gefährten Michael Kühnen – sich künftig nach dem Vorbild der Hamburger GAL für Schwule und Lesben stark macht?

Gerüche im Weltall, bald auch als (FCKW-haltigen) Deospray?

Nach Aussagen von Astronauten der ISS hat das Weltall seinen eigenen Duft. Sicherlich werden uns Stinkwassermacher der Parfüm-Mafia bald mit ihren spacigen Kreationen nerven.

Roland von Bremen
– Angeblich habe es für lange Zeit die Gemüter der Wissenschaft weltweit erregt, schreibt „Radio Stimme Russland“: Was eigentlich der Geruch des Weltalls ist. Aber kann denn das Weltall duften? Oder sind es vielmehr von Menschen gemachte Aromen, die, von sommerlichen Grill-Orgien stammend, wie Satellitenmüll bereits die Erde umrunden?

US-Astronauten der Apollo-Missionen berichteten, Mondstaub röche nach Schießpulver bzw. nach zerschlagenen Knallplätzchen, wie es sie für Kinderpistolen gab und die wohl nur noch schwer zu kriegen sind. Und nun behauptete US-Astronaut Tony Antonelli, das Weltall röche nach gebratenen Steak und heißem Metall und Schweissaerosol. Er war Mitglied der Expedition zur ISS, der Internationalen Raumstation. Angeblich habe man nun bei der NASA entschieden, sich mit der Wiedergabe des Weltraum-Duftes zu beschäftigen; allerdings auf der Erde. Zu diesem Zweck wurde ein neuer Mitarbeiter eingestellt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht allzu schwer ist den Weltraum-Duft auf der Erde zu erzeugen: Einfach direkt auf die heiße Platte eines alten E-Herdes, zuvor mit einem chemischen Herdplattenreiniger behandelt, ein Stück Rinderfilet legen und sich wie doof auf die nachhaltige, krebserregende Wirkung freuen; zur Nachahmung wirklich nicht empfohlen.

“Erdstrahlen” als Unfallursache?

Bei strahlendem Sonnenschein war es gestern am Dienstagmorgen gegen 7.30 Uhr auf der Bundesstraße 214 hinter der Ortsausfahrt von Glashof in Fahrrichtung Steimbke zu einem schweren Unfall gekommen. Aus noch unbekannter Ursache kollidierte der 24jähriger Fahrer eines Pkw aus Rohrsen bei dem Rastplatz mit einem Baum.

Harald Haack – Ersthelfer hatten die Polizei alarmiert, die ihrerseits Rettungssanitäter angefordert hatte. Weil der Fahrer jedoch in dem Fahrzeug eingeklemmt war, musste die Freiwillige Feuerwehr angefordert werden, deren Männer ihn dann über das abgetrennte Dach aus dem Wrack befreiten. Mit einem Rettungshelikopter wurde der schwer Verletzte nach Hannover in eine Klinik geflogen.

Eine Luftaufnahme von Google Earth weist darauf hin, dass sich genau an diesem Rastplatz möglicherweise zwei unterirdische Wasseradern kreuzen. Esoteriker weisen gerne darauf hin, bei sich kreuzenden Wasseradern gebe es eine Unfallhäufigkeit und fragen suggerierend, ob es einen ungewollten Wünschelruteneffekt durch die “Erdstrahlen” der Wasseradern bei sensitiven Autofahren gibt.


Kreuzen unterirdische Wasseradern sich am Unfallort und führten deren “Erdstrahlen” zum Unfall? Luftbildarchäologen nutzen Anomalien in Getreidefeldern und Wiesen, um Siedlungsreste und Wasserläufe aufzuspüren. Steinreste im Boden führen zu einem verminderten Wuchs der Nutzpflanzen, Wasseradern bewirken das Gegenteil. Beides wird aber erst auf Luftbildern sichtbar.
© Foto: Google Eart/newsbattery.eu

So weiß “Magnetis International” im Internet: “Als ob eine Eisenstange zuschlägt”, ist ein Bericht überschrieben, in dem ein Verunglückter seinen Unfalleindruck schildert. Er habe das Gefühl gehabt, ein starker Stromschlag habe seine Körper durchzuckt, dann habe er die Gewalt über das Steuer verloren und schließlich sei er auf der Gegenfahrbahn gegen einen Baum geprallt. Der Unfall ereignete sich auf einer kerzengeraden Landstraße bei Harmsdorf (Kreis Winsen) die schon für mehrere Autofahrer aus ungeklärten Gründen zur Todesfalle geworden war. Wünschelrutengänger fanden später die wahrscheinliche Ursache der mysteriösen Unfälle. Sie entdecken bei Kilometerstein 6,3 eine unterirdische Kreuzung zweier Wasseradern. Erdstrahlen als Ursache? Zunächst Skepsis bei den Behörden, dann aber der Entschluss, die Bäume an besagter Stelle zu fällen und die Geschwindigkeit zu begrenzen.

Nachfragen bei der Polizeiinspektion Harburg führten zu keiner Bestätigung der Geschichte. Auch beim Kreisamt Winsen scheint der Entschluss der Behörden, nicht bekannt zu sein. Wahrscheinlich hatte der Esoterik-Autor nasse Finger, als er seine Unfallschilderung fabulierte.

Mutmaßlich aber war der Unglücksfahrer aus Rohrsen gestern, geblendet von der noch tiefstehenden Sonne, auf der B214 am Rastplatz auch “nur” Rehen ausgewichen, die die Straße überquerten. In der Region warnen etliche purpurfarbene, hölzerne Gestelle am Straßenrand vor Wildwechsel. Der Unfallwagen wurde von der Polizei sichergestellt und soll untersucht werden.

Aktualisierung vom 26. Juli 2012, 12 Uhr

Wie der Landverband Schleswig-Holstein warnte, sei Paarungszeit bei Rehen. Dies führe zu einer besonderen Gefahr an Straßen und Wegen, besonders für Autofahrer.

Die Wucht, die ein Zusammenstoß haben kann, werde oft unterschätzt, warnt der Landesverband. Schon bei 70 Stundenkilometern entwickelt ein 20 Kilogramm schweres Tier ein Aufprallgewicht von einer Tonne. Autofahrer sollten deshalb besonders bei Dämmerung aber auch bei Tageslicht aufmerksam sein und mit Wildwechsel rechnen. Kreuzt ein Rehwild direkt vor dem Auto die Straße, sollte man nicht ausweichen sondern das Lenkrad möglichst gerade halten. Zusammenstöße müssen in jedem Fall der Polizei gemeldet werden, auch damit verletzte Tiere noch versorgt oder von ihren Qualen erlöst werden können. Noch bis Mitte August ist das Wild auf Partnersuche. Allein im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Schleswig-Holstein 11 816 Unfälle mit Wild.

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Nienburgs gefährliche Ecken

Das von vielen Kriegen heimgesuchte Kreisstädtchen Nienburg an der Weser hat gefährliche Ecken; besonders an Freitagen wurde dies kürzlich deutlich. Autobesitzer und schwangere Radfahrerinnen sollten besonders aufpassen.

Harald Haack – Zwei Fälle mit Fahrerflucht beschäftigen gegenwärtig die Nienburger Polizei. In beiden Fällen war das Tatwerkzeug ein Fahrrad. Zwischen den Tatorten liegt eine Radfahrerdistanz-Distanz von 1,1 km sowie eine zeitliche Distanz von einer Woche.


Größere Kartenansicht

Auf dem Lehmwandlungsweg in Nähe des dortigen Kindergartens kollidierten zwei Radlerinnen am Freitag, den 6. Juli 2012 gegen 11.45 Uhr. Zu dem Unfall war es gekommen, als die eine der beiden Radlerinen, schwanger und 30-jährig, auf dem Radweg radelte und aus Richtung Kindergarten auf dem Radweg eine andere Radlerin dort eine von Fußgängern ausgetretene Stelle passierte und mit ihr zusammenstieß. Dabei stürzte die Schwangere. Die andere Radlerin soll sich noch kurz umgesehen haben, sei dann aber weitergefahren. Die Polizei Nienburg sucht nach der zweiten Radfahrerin und Zeugen den Unfalls. Hinweisgeber können sich unter 05021/97780 melden.

Eine Woche später, am Freitag, den 13. Juli 2012, in der Zeit von 11 bis 13.50 Uhr stand ein schwarzer Renault Megane auf dem Grundstück in der Stuttgarter Straße 32a vor der Garage, wobei das Heck des Fahrzeugs nicht über die Grundstücksgrenze hinausragte. Der Eigentümer des Renault stellte fest, dass die linke hintere Ecke seines Fahrzeugs beschädigt war. Die herbeigerufene Polizei stellte aufgrund des Spurenbildes am Fahrzeug fest, dass ein Fahrrad diesen Schaden verursacht hat. Die Polizei Nienburg hofft auf Zeugen und erbittet Hinweise unter 05021/97780.

Sorgt „Batman“ in deutschen Kinos für Langeweile?

Bei der Premiere des letzten Teiles der Batman-Trilogie in einem Kino in Aurora (US-Bundesstaat Colorado) hatte in der Nacht zum vergangenen Freitag der 24-jährige James Holmes wahllos ins Publikum geschossen und 12 Menschen getötet und 58 weitere verletzt. In Deutschland verhält sich das Publikum still.

Mit dem Attentat in Aurora war der Spielfilm auf einmal weltweit zum Gesprächsthema geworden. Der Verleiher Warner Broth. verzichtete daraufhin auf weitere Werbung. Ob nun aufgrund der unverhofften Werbung oder aus Gründen der Pietät, wurde nicht verraten.

In Deutschland haben die großen Kinoketten einen Tag vor dem offiziellen Kinostart in der Nacht zum Mittwoch den neuen Batman-Film „The Dark Knight Rises“ gezeigt. In den CineStar-Kinos sei alles ruhiggeblieben, soll Geschäftsführer Stephan Lehmann am Mittwoch in Lübeck gesagt haben. Sorgt der Film für Langeweile oder sind die Zuschauer wegen des Attentats in Aurora während der Vorführung bedrückt und still?




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