Die Qual der Wahl

Wessen Konterfei auf eine Briefmarke kommt, hat es wahrlich schwer mit der Auswahl des passenden Bildes. Denn schließlich wird ihn das Volk dann von hinten belecken, und gerade das sei das doch Wichtigste (was hinten heraus kommt), hatte mal einer gesagt, der es hätte wissen müssen. Doch er, der mit blenden Wahlkampffotos einst den Sieg errungen hatte, hat nun die Qual der Wahl.

Harald Haack – Eine Briefmarke zu seinen Ehren soll es sein. Aber welches Bild eignet sich dafür? Da helfe nun die ganze Familie mit, was zum gewöhnlichen Gestaltungsprozess bei Briefmarken ungewöhnlich sei, schreibt das Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Sie fänden kein Bild, soll eine mit dem Projekt „Kanzlermarke“ „direkt befasste Person“ gesagt haben.

Werden Briefmarken mit dem Bildnis eines deutschen Politikers nicht erst nach dessen Tod produziert?

Man warte auf Vorschläge aus dem Büro des Ex-Kanzlers, soll ein Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gesagt haben. Doch der zu ehrende Ex fühle sich offensichtlich verkohlt mitten in der Euro-Krise auf einer Jubelbriefmarke abgedruckt zu werden. CSU-Bundestagsabgeordnete Ernst Hinsken, der seit Jahren für die Marke des Ex kämpft, kann es mutmaßlich nicht erwarten, dass die Kanzlermarke bald auf aller Zunge sein wird. Er hoffe, dass die Marke bald geklebt werden könne.


Briefmarken-Vorschlag von Newsbattery: Werden wir ihn so in Erinnerung behalten – müssen?
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