Archiv für April 2011

Hamburger Hafen: Schubverband kollidierte mit Fähranleger Neuhof

Der bei Anglern beliebte Fähranleger Neuhof im Hamburger Hafen ist weg. Ein Schubverband, der am vergangenen Freitag aus der Rethe in den Köhlbrand einfuhr, wurde gegen 19.50 Uhr nach Polizeiangaben von einer Windboe erfasst und gegen den Ponton des Fähranlegers gedrückt und kollidierte mit diesem.

Harald Haack
– Der Kollision vorausgegangen war eine Begegnung mit dem aufwärts zum Sandauhafen fahrenden, 289 Meter langen Motorschiff „Cape Unity“. Nachdem der Schuber „Marc“ mit Leichter „WL 27″ (HH 0003), dessen Ziel der Tollerort Container-Terminal (CTT) war, aus dem Windschatten des Seeschiffes kam, erfasste ihn eine starke Windboe und drückte ihn nach Steuerbord. Trotz eingeleiteter Manöver des 32-jährigen Schiffsführers Dariush B. kam es zur Kollision mit dem Fähranleger Neuhof in Nähe der Köhlbrandbrücke am östlichen Ufer vom Köhlbrand.


Die Zugangsbrücke vom Ponton wurde abgerissen und stürzte ins Wasser. Schäden ebenfalls am Befestigungsdalben und am Ponton.


Zugangsbrücke Neuhof gesperrt. © Fotos: Harald Haack

Der Leichter wurde an der vorderen Steuerbordseite ebenfalls oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Personen wurden nicht verletzt, Gefahrstoffe traten nicht aus. Die durchgehende Schiffahrt wurde nicht behindert. Der Verband verholte mit Unterstützung des Schleppers „Hans“ zum Hachmannkai. Die Ermittlungen dauern an.

Der Pressesprecher der Hamburg Port Authority AöR, Alexander Schwertner, teilte Newsbattery auf Anfrage mit: „Wir werden den Ponton an unserem Standort Lübecker Ufer in den kommenden Tagen untersuchen, um das Ausmaß der Schäden festzustellen.“

Die HADAG gab bekannt, der Fähranleger Neuhof sei bis auf weiteres ersatzlos gestrichen. Die Fährlinie 61, dessen Endpunkt Neuhof war, verkehre aber weiterhin planmäßig von den Landungsbrücken in St. Pauli bis zum Anleger Waltershof, also dem Anlger auf dem gegenüberliegenden Köhlbrand-Ufer zum Anleger Neuhof. Fahrgäste, die nach Neuhof wollen, werden gebeten bis zur S-Bahnstation Wilhelmsburg zu fahren, um von dort die Buslinie 152 bis zur Nippoldstraße zu nutzen.


Zugangsbrücke und Ponton Neuhof waren nicht nur bei Anglern beliebt, sondern auch bei Fotografen als Standpunkt für Fotos von der Köhlbrandbrücke. Auf der Webseite eines Hertener Lebensmittelherstellers wurde der Fähranleger sogar zu den schönsten Ausflugszielen Deutschlands gezählt.


© Fotos: Harald Haack
© Luftbild: Google Earth

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Hamburgs Atomkraftwerk muss zurückgebaut werden

Mit dem Rücktritt von Kanzlerin Merkel verschwindet nun ein uns altbekanntes Symbol, das schon zum Logo der deutschen Atomkraft geworden ist: Das schwarze Flügelrad auf gelben Grund. Aus mit Schwarz-Gelb. Aber eine Katastrophe kommt selten allein. Aus Hamburg sickerte durch, dass die noch in Bau befindliche Elbphilharmie noch teurer wird als bereits zum wiederholten Mal angekündigt: Wegen dem Umbau vom geheimen Atomkraftwerk zum Konzerthaus.


Aus für Schwarz-Gelb?

Hein Hering – Es hätte so schön sein können: Hamburgs erstes und eigenes Atomkraftwerk, getarnt als Konzerthaus und Hotel. Nun, nach Merkels Rücktritt von der Atomkraft, wurde fast zeitlich die erneute Verteuerung des Bauwerks bekannt. Der Grund: Das geheime Atomkraftwerk mit seiner schwingungsfrei aufgehängten Stahlbeton-Blase, die für den Atommeiler vorgesehen war, muss zurück gebaut werden. Um nicht alles noch schlimmer zu machen, entschied sich Hamburgs neue Senatsriege wohl der ursprünglichen Intention zu folgen. Die Elbphilharmonie soll tatsächlich Konzerthaus werden, aber erst in einigen Jahren. Schließlich dauert solch Umbau seine Zeit.


Noch vor der Fertigstellung der Außenfassade wurde das Atomkraftwerk getestet, was allerdings als „Licht-Kunstwerk“ der Öffentlichkeit verkauft wurde. Unterstützt wurde dieses PR-Fake mit blauen Neonröhren, die an den Baukränen installiert waren. Im Innern des Bauwerks aber war das Atomlicht gezündet.
© Foto: Harald Haack, Hamburg

Besuchern der Baustelle war vieles schon recht merkwürdig aufgefallen. Warum wurde die Stahlbeton-Blase schwingungsfrei aufgehängt? Seit den tragischen Ereignissen in Japan wissen wir es. Das Hamburger Atomkraftwerk sollte auch ein schweres Erdbeben widerstehen, und keine Flut sollte es unter Wasser setzen. Denn die Stahlbeton-Blase wurde sehr hoch über dem bisher höchsten bekannten Wasserstand der Elbe installiert. Und warum mussten die Baustellen- Besucher gelbe Strahlenschutzanzüge tragen und sich in gelben Gummistiefeln bei Führungen durch die Hafen-City die Hacken wundlaufen? Weil auf der Baustelle ein Fluch lastet? Der Fluch von Claas Störtebeker, bekannt als „Seeräuber“, den der Hamburger Senat vor einigen hundert Jahren hier auf dem Grasbrook enthaupten ließ?


Opfer von Vandalismus: Störtebeker-Denkmal in Hamburgs Hafen-City © Foto: Harald Haack, Hamburg

In Hamburg wird noch vieles ans Licht kommen müssen. Positiv: Hamburgs SPD-Fraktion will das noch von der CDU-Alleinregierung abgeschaffte Korruptionsregister für öffentliche Aufträge wieder einführen. „In Anlehnung an die Bestimmungen in Berlin sollen in diesem Register Korruptionsdelikte und andere wirtschaftskriminelle Handlungen, wie etwa wettbewerbswidrige Absprachen oder illegale Beschäftigung, erfasst werden, um sicherzustellen, dass öffentliche Aufträge nur an gewissenhafte Geschäftsleute vergeben werden“, soll laut dpa der SPD-Fraktionschef Andreas Dressel am Dienstag gesagt und einen entsprechenden Gesetzentwurf angekündigt haben. Es solle sichergestellt werden, dass schwarze Schafe keine Aufträge der öffentlichen Hand erhielten und langfristiges Ziel sei ein bundesweit geführtes Korruptionsregister.

Warum aber das Störtebeker-Denkmal mehrere Male in Hamburg seinen Standort wechseln musste, scheint wohl kein Geheimnis zu sein.

Doch was Unbekannte damit bezweckten, der Störtebeker-Statue, die mutmaßlich einen nackten Mann zeigt der lediglich bekleidet mit Stiefeln ist, die Stiefel knallgelb anzumalen, werden wohl nur jene wissen, die mit der verfluchten Baustelle zu tun haben. Schon einmal war das Denkmal Opfer von Vandalismus geworden. Reste davon sind noch auf der Brust der Statue zu erkennen.




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