Hamburger Innenbehörde schiebt Straftäter weiterhin konsequent ab

Die Hamburger Behörden haben in den vergangenen drei Monaten 16 Männer aus der Strafhaft heraus in ihre Heimatländer „zurückgeführt“.

Harald Haack – Laut der Pressestelle der Hamburger „Behörde für Inneres und Sport“ wurden fünf Straftäter nach Serbien abgeschoben. Nach Polen kamen zwei und zwei weitere Täter wurden nach Litauen „zurückgeführt“. Weitere Abschiebungen erfolgten nach Tunesien, Sierra Leone, Ghana, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina.

Insgesamt 107 Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe hätten die Straftäter in Deutschland verbüßen müssen. Dies entspreche einer durchschnittlichen Verurteilung von gut sechseinhalb Jahren Haft, so die Pressestelle der Hamburger „Behörde für Inneres und Sport“. Die abgeurteilten Straftaten reichten von Urkundenfälschung über gefährlicher räuberischer Erpressung bis hin zu versuchtem Mord.

Einer der Abgeschobenen, ein Tunesier, erhielt die „Heimreise-Fahrkarte“, weil er wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Aus der Pressemeldung: „Ein Serbe hätte wegen acht Haftstrafen mit einer Gesamthaftdauer von elf Jahren und zwei Monaten einsitzen müssen, u. a. wegen versuchten Totschlags und schwerer räuberischer Erpressung. Ein weiterer Serbe erhielt elf Haftstrafen mit einer Gesamthaftzeit von 14 Jahren und 4 Monaten, u.a. wegen Totschlags. Ein Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas wurde u.a. zu elf Jahren Haft wegen schweren Raubes und acht Jahren wegen Totschlags verurteilt. Ein Mazedonier erhielt u.a. eine Haftstrafe von sieben Jahren und acht Monaten wegen schweren Raubes und versuchten besonders schweren Raubes. Ein Staatsangehöriger Sierra Leones musste das Bundesgebiet verlassen, da er zu sechs Jahren Haft wegen Drogenhandels in sieben Fällen verurteilt worden war.“ Die meisten Verurteilungen erfolgten angeblich wegen verschiedener Eigentumsdelikte.

Was mit den abgeschobenen Straftätern in ihren Heimatländern geschieht, sei nicht mehr Sache der Hamburger Behörden, wie die Pressestelle auf Anfrage Newsbattery mitteilte. Es zähle zum Standard, solche Straftäter abzuschieben. Bleibt also die Frage offen, zu was die Strafjustiz dann noch gut sein soll bei gefassten Straftätern aus den genannten Ländern.





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