Archiv für April 2011

Hamburger Senat will Berufszugangsregelungen für Feuerwehrdienst erweitern

Hamburg will die Zugangsmöglichkeiten für Nachwuchskräfte bei der Feuerwehr erweitern. Das hat der Hamburger Senat am Dienstag beschlossen.

Dr. Volker Bonorden/Personalamt.Hamburg – Neben der klassischen staatseigenen Laufbahnausbildung durch Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf können nun auch Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Qualifikationen für eine Direkteinstellung im Beamtenverhältnis auf Probe angesprochen werden. Dazu gehört zum Beispiel eine geeignete Berufs- oder Hochschulausbildung, bei der notwendige fachtheoretische oder berufspraktische Kenntnisse im Zusammenhang mit Brandbekämpfung und Rettungsdienst erworben wurden. So wird etwa für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 – ehemals gehobener Feuerwehrdienst – die Kombination aus dem Bachelorstudiengang „Hazard Control“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften und einer abgeschlossenen Zugführerausbildung den Zugang zur Laufbahn eröffnen können.

Der Senat wird nun auf Basis eines entsprechenden Verordnungsentwurfs die erforderlichen Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften und Berufsverbände und dem Landespersonalausschuss durchführen.

Hintergrund:
Nachdem im Zuge der Föderalismusreform I sowohl das Hamburgische Beamtengesetz als auch die darauf aufbauende allgemeine Hamburgische Laufbahnverordnung neu gefasst wurden, wird dieser Prozess nun in den nachfolgenden, laufbahnspezifischen Bestimmungen für den Feuerwehrdienst fortgesetzt. Dies betrifft die gesamten Regelungen zur Einstellung und zur beruflichen Entwicklung durch Beförderung und Aufstieg ebenso wie die umfangreichen Regelungen zum Ausbildungsgeschehen und zur Laufbahnprüfung.

Kuh oder König?

Sehr geehrter Mitherausgeber der Wochenzeitung Die Zeit, Herr Helmut Schmidt,

überrascht hat mich das Wort „Coworking“ in
http://www.zeit.de/campus/2011/02/reportage
„Kollegen zur Miete“.

Auf dem ersten Blick erkenne ich darin die englische Silbe „Cow“, also „Kuh“, gefolgt von den beiden Silben „or king“, soll folglich wohl heißen: Kuh oder König. Doch der Sinn will sich mir nicht erschließen. Also versuche ich es mit einer Übersetzungshilfe. Wenn ich „coworking“ in den Google Translator Englisch/Deutsch einfüge, kriege ich keine Übersetzung, nur wieder dasselbe Wort angezeigt und ein Klick auf „Anhören“ bringt mich auch nicht weiter. Es klingt ziemlich deppenhaft.

Kann es sein, dass die Autorin sich an eine Neuschöpfung der Sprache versucht hat? Fragt sich nur, welcher Sprache.

Mit einem exzellenten brathering nach guter, alter britischer Art,
empfehle ich mich
Ihr Hamburger Nachbar
Hein Hering

Kündigen Nachbeben den Untergang Japans an?

Japan wächst. Darauf deuten möglicherweise die vielen Nachbeben vor Japans nördlicher Ostküste hin. Es könnte jedoch auch auf eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes hindeuten.

Harald Haack – Erdbeben sind Symptome für Vorgänge in der Erdkruste, deren Ursache unterschiedlich sein können. Vor Japan sind es Faltungen, die durch dem Zusammenstoß dreier Erdplatten entstehen: Der pazifischen und philippinischen mit der eurasischen Platte. Auf unserer Erde keine Besonderheit. Beispiele: Weil die afrikanische Platte gegen die eurasische Platte schiebt, wurde der Meeresboden eines urzeitlichen Meeres angehoben und Berge wuchsen in die Höhe: Die Alpen. Weil die indo-australische Platte gegen die eurasische Platte drückte, entstand die Himalaya-Region und damit mit seinen 8848 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg dieses Planeten, der Mount Everest. Solche Umgestaltungen hat es vielfach auf der Erde gegeben. Doch am Beispiel von Japan erleben wir gegenwärtig, wie dramatisch es sein kann, wenn die die Faltung scheinbar schneller abläuft und sich die Spannungen in Erdbeben äußern.

Anhand einer interaktiven USGS-Karte der Nachbeben in Japan können die gefährlichsten Beben, jene die in geringer Tiefe stattfanden, sichtbar gemacht werden. Die verschieden farbigen Punkte, die sie markieren, ergeben eine Struktur, die überraschend mit geologischen Strukturen des Meeresbodens nordöstlich von Japan übereinstimmen. Damit könnte sich das fortsetzen, was sich bereits auf Japan als Gebirge gezeigt hat: Die Aufwerfung weiterer neuer Gebirge aus der Tiefsee, die, wenn sie irgendwann die Meeresoberfläche durchstoßen, zu Inseln werden. Damit könnte Japan größer werden.


© USGS

Schon jetzt aber sind in dem Meeresbereich viele große, kegelförmige Erhebungen zu erkennen, die als Vulkane aufsteigen und mit Eruptionen neues Land um sich herum schaffen könnten.


Was lauert in der Tiefsee vor Japan?
© Google Maps

Was aber, wenn es den großen Bruch gibt? Ein Bruch, ähnlich wie man ihn im Kleinen von Materialprüfungstest her kennt: Ein Knall und die Spannung hat sich in einem großen Bruch entladen. Dann könnte die gepresste Erdkruste dort mit einem Mal möglicherweise brechen und Japan im Meer versinken wie einst das legendäre Atlantis, und von der pazifischen Platte in die glutflüssige Tiefe gedrückt werden und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Dann wohl wird bald niemand mehr wissen was Sushi war…

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Hin­weis:
Mit Ur­teil vom 12. Mai 1998 hat das Land­ge­richt Ham­burg ent­schie­den, dass durch die Aus­brin­gung eines Links die In­hal­te der ge­link­ten Seite ge­ge­be­nen­falls mit zu ver­ant­wor­ten sind. Die­ses kann – laut Land­ge­richts­ur­teil – nur da­durch ver­hin­dert wer­den, dass man sich aus­drück­lich von die­sen In­hal­ten dis­tan­ziert.

So bleibt hier vor­sorg­lich fest­zu­stel­len, dass wir weder Ein­fluss auf die Ge­stal­tung noch auf den In­halt die­ser ge­link­ten Sei­ten haben und uns auch nicht dafür ver­ant­wort­lich zeich­nen. Dies gilt für ALLE auf die­ser Seite vor­han­de­nen Links.

Hamburger Innenbehörde schiebt Straftäter weiterhin konsequent ab

Die Hamburger Behörden haben in den vergangenen drei Monaten 16 Männer aus der Strafhaft heraus in ihre Heimatländer „zurückgeführt“.

Harald Haack – Laut der Pressestelle der Hamburger „Behörde für Inneres und Sport“ wurden fünf Straftäter nach Serbien abgeschoben. Nach Polen kamen zwei und zwei weitere Täter wurden nach Litauen „zurückgeführt“. Weitere Abschiebungen erfolgten nach Tunesien, Sierra Leone, Ghana, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina.

Insgesamt 107 Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe hätten die Straftäter in Deutschland verbüßen müssen. Dies entspreche einer durchschnittlichen Verurteilung von gut sechseinhalb Jahren Haft, so die Pressestelle der Hamburger „Behörde für Inneres und Sport“. Die abgeurteilten Straftaten reichten von Urkundenfälschung über gefährlicher räuberischer Erpressung bis hin zu versuchtem Mord.

Einer der Abgeschobenen, ein Tunesier, erhielt die „Heimreise-Fahrkarte“, weil er wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Aus der Pressemeldung: „Ein Serbe hätte wegen acht Haftstrafen mit einer Gesamthaftdauer von elf Jahren und zwei Monaten einsitzen müssen, u. a. wegen versuchten Totschlags und schwerer räuberischer Erpressung. Ein weiterer Serbe erhielt elf Haftstrafen mit einer Gesamthaftzeit von 14 Jahren und 4 Monaten, u.a. wegen Totschlags. Ein Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas wurde u.a. zu elf Jahren Haft wegen schweren Raubes und acht Jahren wegen Totschlags verurteilt. Ein Mazedonier erhielt u.a. eine Haftstrafe von sieben Jahren und acht Monaten wegen schweren Raubes und versuchten besonders schweren Raubes. Ein Staatsangehöriger Sierra Leones musste das Bundesgebiet verlassen, da er zu sechs Jahren Haft wegen Drogenhandels in sieben Fällen verurteilt worden war.“ Die meisten Verurteilungen erfolgten angeblich wegen verschiedener Eigentumsdelikte.

Was mit den abgeschobenen Straftätern in ihren Heimatländern geschieht, sei nicht mehr Sache der Hamburger Behörden, wie die Pressestelle auf Anfrage Newsbattery mitteilte. Es zähle zum Standard, solche Straftäter abzuschieben. Bleibt also die Frage offen, zu was die Strafjustiz dann noch gut sein soll bei gefassten Straftätern aus den genannten Ländern.

Aufatmen bei der Soko Dennis?

Ein als Sexualstraftäter bereits bekannt gewordener vierzigjähriger Bremer Lehramtsanwärter wurde am vergangenen Mittwoch von der Polizei in Hamburg verhaftet. Er soll der Mörder von Dennis K. , aber auch anderer Jungen einer Mordserie sein und soll die Taten gestanden haben.

Harald Haack – Der mutmaßliche Mörder, dessen Namen die Ermittler noch nicht bekannt geben wollten, weil sie noch nach weiteren möglichen Taten dieses Mannes forschen wollen, wurde von einem Ermittler aus Bayern, der zur Soko Dennis zählte, als „intelligent, hilfsbereit und akkurat“ beschrieben. Der Verhaftete soll bei seinen Geständnissen auch Täterwissen geäußert haben. Er gab drei Morde zu und gestand zahlreiche Zeltlager-Taten.

Die Ermittler waren schon seit einiger Zeit davon ausgegangen, dass er der Mörder von Dennis K. hätte sein können. Der Verdacht erhärtete sich, nachdem sich vor einigen Wochen ein Zeuge meldete. Er wollte Dennis K. im Fahrzeug eines „bulligen“ Mannes im September 2001 gesehen haben. Von dem Mordfall hatte er aber erst in diesem Jahr aus dem Fernsehen erfahren und sich an die Begegnung erinnert. Die Ermittler hielten seine Aussage für plausibel und kamen damit dem mutmaßlichen Täter auf die Spur, dessen Hamburger Wohnung am vergangenen Mittwoch durchsucht wurde. Anschließend wurde er verhaftet. Er kam in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt.

Er soll ledig sein und seit dem 21. Lebensjahr alleinstehend. Als Pädagoge gilt er erfahren im Umgang mit Kindern. Er soll in verschiedenen Lebensjahren als Jugendbetreuer aktiv gewesen sein.

Uwe Jordan, Leiter der Polizeiinspektion Osterholz, erklärte heute auf der Pressekonferenz in Verden: „In der Nacht zum 5. September verschwand der neunjährige Dennis K. Zwei Tage später wurde er getötet. In den folgenden Jahren wurde durch Fallanalysen immer deutlicher, dass wir einen Serientäter suchen.“ Ziel der Pressekonferenz vor zwei Monaten sei es gewesen, den Täter zu „entmonstern“, um zu zeigen, dass es sich um einen sozialintegrierten Mann handeln muss.

Da aber die Liste der Mordopfer länger als drei ist, wird es nun sicherlich Aufgabe der Ermittler sein, zu klären, ob es noch einen oder weitere Täter in dieser Mord- und Sexualstrafserie gibt, bei der man bisher von nur einem Täter ausgegangen war. Während der heutigen Pressekonferenz in Verden gab sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen sehr bedeckt, was wohl darauf schließen lässt, dass sich die Ermittler von ihrer bisherigen Vorstellung von nur einem Täter verabschiedet haben könnten.




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