Archiv für März 2011

Operation Tomodachi: Mit den Anti-Strahlen einer A-Bombe gegen die Kernschmelzen?

Die japanische Agentur jiji berichtet, die japanische Regierung habe das US-Militär um Hilfe gebeten. „Operation Tomodachi“ so der offizielle Name der Rettungsaktion, in der möglicherweise der Einsatz einer oder mehrerer Atombomben vorgesehen ist, um die Kernschmelzen in den Reaktoren des japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 zu stoppen.

Gila Akkers
– Als ich diese Meldung bei jiji.com entdeckte, kam es mir vor, als habe ich es mit einem billigen japanischen Katastrophenfilm zu tun, denn da ist die Rede von „Anti-Strahlen“, gefolgt vom Hinweis, das US-Militär habe Atombomben an Bord seines Flugzeugträgers. Doch da steht auch, die japanische Regierung habe das US-Militär um spezielle Hilfe bei der Bekämpfung der atomaren Katastrophe gebeten. Vielleicht habe ich den in japanischer Sprache verfassten Text auch missverstanden. Eine atomare Katastrophe in den Atomkraftwerken und Atombomben an Bord von US-Schiffen – das sind zweierlei Aspekte. Aber woher sollte das US-Militär die „Anti-Strahlen“ nehmen, wenn nicht aus der Kettenreaktion einer oder mehrerer kleiner Atombomben? Wasser?

Mit dem US-Katastrophen-Thriller „Das China-Syndrom“ wurde die Gefahr einer Kernschmelze von Atomreaktoren einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Es hieß „Das China-Syndrom“, weil man annimmt, der mehrere Tausend Grad heiße Kernschmelzen-Brei könne sich nicht nur durchs Fundament des Atomkraftwerks fressen, sondern durch die Erdkruste, um dann am anderen Ende der Welt – im Fall der Kino-Fiktion – in China wieder aufzutauchen. Doch dies ist bisher nur Fiktion und Theorie geblieben. Theoretisch aber könnte der Kernschmelzen-Brei sich mit Magma vereinigen und sich verteilen, ohne jemals irgendwo wieder aufzutauchen. Doch anderseits könnte der Kernschmelzen-Brei auch eingekapselt durch seine eigene Radioaktivität etc. auch von der Konvektion des glutflüssigen Erdinnern mitgerissen werden, um dann an jedem Punkt der Erde wieder aufzutauchen. In gerader Linie von Fukushima aus läge die Ausbruchposition östlich von Südamerika im Atlantischen Ozean, großzügig gemessen nahe dem Kap Horn.

Und mit der Konvektion, den Strömen des Erdinnern? Von der Gefahr, der metallische Erdkern könnte beschädigt werden von dem kleinen Piecks aus Japan, einmal ganz zu schweigen.

Bekannt ist die Methode brennende Ölquellen mittels Explosionen zu löschen. Aber das, was wohl gegenwärtig zwischen japanischer und US-amerikanischer Regierung besprochen wird, den heißen Atombrei in Japan zu löschen, wurde sicherlich noch nie ausprobiert.

Ich hoffe, ich habe die Nachricht von jiji.com mißverstanden.




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