Letzte Ölung des Hamburger Bürgermeisters?

Wird er endlich seinen Rücktritt als Bürgermeister erklären? Die BILD-Zeitung orakelte es schon, dicht gefolgt von SPIEGEL-Online. Freiherr von Beust, der sich „Ole von Beust“ nennt, weil er als Kind so gerne mit Puppen gespielt habe (Ole Poppenspeeler), hatte stets eine „Puppe“ besonders im Auge gehabt. Er machte sich zu einem der ärgsten Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel, und dies, obwohl beide der CDU angehören – vielleicht gerade deshalb.

Gila Akkers - Als Grund für seinen Rücktritt wird seine mögliche Niederlage am Sonntag beim Volksentscheid zur Schulreform genannt. Noch im April hatte er dem „Hamburger Abendblatt“ gesagt, er denke nicht an einen Rücktritt. Nun soll er sich auf der Insel Sylt doch zu einem Rücktritt „aus privaten Gründen“ entschieden haben. Mag glauben wer das will: Nach seinem Rücktritt scheinen der Hansestadt Hamburg stürmische Zeiten zu drohen, denn Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus, Zielscheibe des Hasses autonomer Aktivisten, könnte sein Nachfolger werden.

Übrigens: Mit dem Rücktritt des Bürgermeisters endet laut Hamburgischer Verfassung auch die Amtszeit aller Senatoren des schwarz-grünen Bündnisses. Das Ende von Schwarz-Grün?

Die Schulreform nach Hamburger Modell gilt auch innerhalb der CDU/CSU als umstritten.


Vom 26. Dezember 2009





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