Archiv für Juli 2010

Rücktritte = Schuldeingeständnisse?

Trotz zuströmender, frischer Luft von der Nordsee steigt die Hitze in Hamburg ins scheinbar Unermessliche. Der Grund: Nun will angeblich (laut Hamburger Abendblatt) auch die parteilose Kultursenatorin Karin von Welck ihren Rücktritt bekannt geben.

Schnell noch den Kopf aus der Schlinge ziehen? Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck und der 1. Bürgermeister Ole von Beust waren wegen diverser finanzieller Schlamassel, darunter die ausufernden Kosten der im Bau befindlichen Elbphilharmonie und Etatprobleme der Museen – zur Zielscheibe der Kritik bei Bürgern und den Medien geraten. In wenigen Minuten wird die Verkündigung des Rücktritts von Beusts erwartet.

Letzte Ölung des Hamburger Bürgermeisters?

Wird er endlich seinen Rücktritt als Bürgermeister erklären? Die BILD-Zeitung orakelte es schon, dicht gefolgt von SPIEGEL-Online. Freiherr von Beust, der sich „Ole von Beust“ nennt, weil er als Kind so gerne mit Puppen gespielt habe (Ole Poppenspeeler), hatte stets eine „Puppe“ besonders im Auge gehabt. Er machte sich zu einem der ärgsten Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel, und dies, obwohl beide der CDU angehören – vielleicht gerade deshalb.

Gila Akkers - Als Grund für seinen Rücktritt wird seine mögliche Niederlage am Sonntag beim Volksentscheid zur Schulreform genannt. Noch im April hatte er dem „Hamburger Abendblatt“ gesagt, er denke nicht an einen Rücktritt. Nun soll er sich auf der Insel Sylt doch zu einem Rücktritt „aus privaten Gründen“ entschieden haben. Mag glauben wer das will: Nach seinem Rücktritt scheinen der Hansestadt Hamburg stürmische Zeiten zu drohen, denn Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus, Zielscheibe des Hasses autonomer Aktivisten, könnte sein Nachfolger werden.

Übrigens: Mit dem Rücktritt des Bürgermeisters endet laut Hamburgischer Verfassung auch die Amtszeit aller Senatoren des schwarz-grünen Bündnisses. Das Ende von Schwarz-Grün?

Die Schulreform nach Hamburger Modell gilt auch innerhalb der CDU/CSU als umstritten.


Vom 26. Dezember 2009

Tornado macht Helgoland-Düne platt

Zuerst Hitze und drückende Schwüle, dann das Unheil. Camper auf der Helgoländer Düne hatten es kommen gesehen, die Gewitterfront, wie eine „schwarze Wand“. Während sich oben am Himmel die Wolken auftürmten, bildete sich unten am Boden über der Düne ein Wirbelwind, ein Tornado.

Wie die Feuerwehr der Insel dem Amt Pinneberg mitteilte, das für die Insel zuständig ist, hatte der Tornado nahezu alle Zelte des Campingplatzes zerstört. Elf Menschen wurden dabei verletzt, die meisten erlitten Knochenbrüche. Auch Flugzeuge sollen auf dem Dünen-Flugplatz laut Augenzeugen umgekippt und beschädigt worden sein. Die Verletzten wurden in eine Klinik auf die Hauptinsel gebracht. Unverletzte brachte man vorübergehend in einer Schule unter.


Drückende Schwüle am Nachmittag auch über Hamburg.


Danach gab es zunächst nur ein fernes Gewitter-Schauspiel. Erst später folgte etwas Regen. Hamburg wurde, wie so oft, nur vom Gewitter gestreift.
© Fotos: Harald Haack

Themenverwandtschaft (2)

Opfer: Taxifahrer

Gefunden im Nachrichtenticker Nord:

Junge Männer berauben Taxifahrer in Hamburg
6. Juli 2010 | 12:18 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – Mit einer Schusswaffe und einem Messer haben zwei junge Männer einen Taxifahrer in Hamburg bedroht und um rund 80 Euro beraubt. Der 64-Jährige kam bei dem Überfall mit dem Schrecken davon, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Unbekannten waren in der Nacht zum Dienstag am U-Bahnhof Langenhorn Markt in das Taxi eingestiegen und wollten sich nach Fuhlsbüttel bringen lassen. Beide setzten sich auf die Rückbank und lotsten den Fahrer dann nach Hummelsbüttel. Dort hielt ein Täter – er hatte die Waffe – den 64-Jährigen an der Kleidung fest und forderte seine Geldbörse. Der Begleiter bedrohte den Fahrer mit einem Messer. Die Männer konnten mit ihrer Beute fliehen. Die Ermittler hoffen auf Zeugenhinweise. Zeugen können sich an die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 040-4286-56789 wenden.

Prozessbeginn nach tödlichen Schüssen auf Taxifahrer
6. Juli 2010 | 13:48 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – Vor dem Hamburger Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen einen 24-Jährigen begonnen, der einen Taxifahrer mit drei Schüssen in den Kopf getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, das 58 Jahre alte Opfer heimtückisch ermordet zu haben. Er soll zum Tatzeitpunkt allerdings schuldunfähig gewesen sein. Der Anklage zufolge war der junge Mann im Januar am S-Bahnhof Blankenese in das Taxi eingestiegen und hatte wärend der Fahrt hinterrücks auf den Fahrer gefeuert. Passanten hatten das Opfer am folgenden Tag im Elbvorort Nienstedten tot im Auto gefunden.

Themenverwandtschaft (1)

Parkplatznot kontra Brandstiftung

Gefunden im Nachrichtenticker Nord:

Hamburger Flughafen erwartet Parkplatznot
5. Juli 2010 | 16:43 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – Am Hamburger Flughafen wird es zu Ferienbeginn wieder eng. Zwar wurden zusätzlich 3 000 Parkplätze zu den bestehenden 12 000 geschaffen, eine Parkplatznot dürfte es laut Mitteilung vom Montag aber dennoch geben. Denn in den ersten fünf Ferientagen fliegen 94 000 Passagiere ab, rund 6 000 mehr als im vergangenen Jahr. Hauptreisetag wird Freitag (9.7.) sein. Wer mit dem Auto anreist, sollte sich zuvor die aktuelle Parksituation auf der Homepage des Flughafens (www.hamburg-airport.de) abrufen. Der Flughafen rät, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Fluggesellschaften bieten an, Gepäck schon am Vorabend aufzugeben.

Erneut Auto in Hamburg in Flammen
5. Juli 2010 | 07:07 Uhr
Hamburg (dpa/lno) – In Hamburg ist in der Nacht zum Montag wieder ein ein Auto in Flammen aufgegangen. Der Opel brannte im vorderen Bereich komplett aus, wie die Polizei mitteilte. Anwohner hatten den Brand bemerkt und die Polizei alarmiert. Umstehende Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Eine politische Motivation des Täters sei aber nicht erkennbar.

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