Westerwelle mal wieder!

Außenminister Westerwelle schlitterte übers diplomatische Parkett und deplatzierte mit einer Behauptung Bundespräsident Köhler.

Harald Haack – Der Bundespräsident ist der oberste Repräsentant des deutschen Volkes. Wenn er, wie jetzt Bundespräsident Köhler im Fall des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski in seinem Kondolenzschreiben an den polnischen Sejmmarschall Bronislaw Komorowski ihm und dem ganzen polnischen Volk, auch im Namen seiner Landsleute, seine tief empfundene Anteilnahme ausspricht, so sollte das genügen. Doch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) schlitterte selbstherrlich und übereifrig übers diplomatische Parkett und behauptete großspurig, das ganze deutsche Volk trauere mit dem polnischen Nachbarn, womit er Bundespräsident Köhler und dessen Kondolenz deplatzierte, da es prinzipiell dessen Aufgabe und Berechtigung ist im Namen des Volkes zu sprechen. Als Außenminister ist Westerwelle nicht auch Bundespräsident. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich bestürzt über die Tragödie.

Im Namen Anderer zu sprechen oder plump Behauptungen auszusprechen, das ist ein Unterschied und zeigt, wer ein guter Diplomat ist und wer ein ungehobelter FDP-Mann. Auch Kanzlerin Merkel kondolierte, doch bei Westerwelle scheint ein Fall von „Doppelt hält besser“ vorzuliegen, was die Kondolenz letztlich penetrant und damit lächerlich und unglaubwürdig macht. Peinlich, peinlich!





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