Archiv für März 2010

„Erdogan entlastet: Hitler bestreitet Vaterschaft“

Hitler-Vergleiche mit amtierenden Politikern sind in Deutschland eigenartigerweise sehr beliebt. Doch wer so vergleicht, zieht in der Regel die Arschkarte, wird international geächtet. Aber in wenigen Tagen ist der 1. April, der fiese Tag, an dem sich Deutsche veräppeln, und wer auf die oftmals derben Späße als Ausländer hereinfällt, hat entweder selbst schuld oder sich nicht hinreichend integriert – oder hat schlichtweg keinen Humor – und weil das so ist, stellen auch wir hier ein Veräppelungsmodul vor.

Gila Akkers – Wer sich als eifriger Leser einer häufig in Werkskantinen als Schlabberunterlage verwendeten Tageszeitung selbst einmal als Schlagzeilen-Tor versuchen möchte, der findet bei Onlinewahn.de einen Zeitungs-Generator dazu. Wir haben das Teil getestet. Hier unsere Entwürfe, die wir aber alle verworfen haben. Wir distanzieren uns ausdrücklich davon. Keines dieser Schmuddelblätter wird jemals in Druck gehen.

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Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

So bleibt hier vorsorglich festzustellen, dass wir weder Einfluss auf die Gestaltung noch auf den Inhalt dieser gelinkten Seiten haben und uns auch nicht dafür verantwortlich zeichnen. Dies gilt für ALLE auf dieser Seite vorhandenen Links.

Flüchtlingsrat fordert Rücktritt von Hamburgs Innensenator Ahlhaus

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) soll wegen der „immer repressiveren und ausgrenzenden Politik, die in Hamburg fast sämtliche Bereiche der Verwaltung und politischen Parteien durchdrungen habe“ zurücktreten. Dies fordert der Flüchtlingsrat nun nach dem Tod vor rund 2 Wochen des georgischen Abschiebehäftlings David M. in Hamburg. Gegen Ahlhaus wie auch dem Senator Till Steffen (GAL) sowie gegen die Leitung des Untersuchungsknastes stellte der Flüchtlingsrat heute Strafanzeige. Der wirft ihnen, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur ddp, Nötigung, Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung, Missachtung aller gesetzlichen Regeln einer Gewahrsamsverwaltung und gegebenenfalls von Jugendhilfegesetzen vor.

Harald Haack - Mit seinen Urteilen über Linke und Ausländer war Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus in den vergangenen Monaten recht schnell gewesen und hat nun mutmaßlich wehrhafte Hamburger auf eine moralisch niedrige Stufe gestellt.

„Wir werden auch weiterhin mit allen Mitteln des demokratischen Rechtsstaates gegen Gewalttäter vorgehen“, soll Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus gesagt haben.

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU). Offensichtlich hat er immer noch nicht gemerkt, dass er, der aus Heidelberg stammende Ex-Banker, in Hamburg auf breite Ablehnung stößt, und es wegen ihn eine Zunahme von Gewalt gegen Polizisten und auch Sanitätern geben könnte. So wie es einst beim Ex-Innensenator Schill war. Ahlhaus‘ Politik rechnet sich offenbar genauso wenig.
© Foto: Harald Haack

In der Nacht zum Samstag hatte es wieder Randale, Brandstiftungen und Angriffe auf Polizisten und sogar auf Sanitäter gegeben. Es scheint etliche Hamburger zu geben, die in jeden Uniformierten – egal, ob nun Polizist, Feuerwehrmann oder Sanitäter – einen Stellvertreter für Ahlhaus sehen und in ihrer Wut auf diesen Senator ausrasten.

So gesehen sind er sowie seine „repressive und ausgrenzende Politik“ (wie sie ihm der Flüchtlingsrat vorwirft) mutmaßlich der Anlass für die Gewalt, bei der (laut Hamburger Morgenpost) zwischen 22.30 Uhr und 5 Uhr in der Nacht zum Samstag vor der „Roten Flora“ am Schulterblatt im Schanzenviertel Polizisten angegriffen wurden. Die Hamburger Morgenpost bezeichnet die Ursache für den Ausbruch von Gewalt jedoch als „nichtigen Anlass“. Eine repressive und ausgrenzende Politik aber wird, wie ich argwöhne, von einigen Bürgern, als eine Art faschistoide Gewalt verstanden, die von „aufrichtigen Demokraten“ unter Umständen eine Gegenwehr erforderlich macht.

Ob jedoch die Vorkommnisse in der Nacht zum Samstag, diese wohl blinde Wut aus dem Bauch heraus, das richtige Mittel zur Bekämpfung eines unliebsamen Politikers wie Ahlhaus ist, bezweifel ich. Dennoch empfinde ich es als Hohn des Innensenators, wie ausgerechnet dieser sich an „alle aufrichtigen Demokraten“ wendet und sie auffordert sich von der Gewalt zu distanzieren.

Nun gut, ich will es gerne tun und distanziere mich von der durch ihn mutmaßlich entstandenen Gewalt. Aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass er mit seinem Satz „Jeder, der auch nur einen Funken Verstand hat, weiß, dass Gewalt keine Ausdrucksform unserer Werteordnung ist“, die Militaristen der Bundesregierung ziemlich brutal vorzuführen scheint; wahrscheinlich hat er dies nicht bedacht. Ich müsste mich doch schwer in ihn getäuscht haben, sollte er sich in Kürze persönlich unter die Ostermarschierer mischen, um für Frieden zu demonstrieren. Aber in Hamburg werden wahrscheinlich wieder Polizisten für ihn den Kopf hinhalten müssen und dann von der Bevölkerung als gewaltbereit empfunden werden, wenn irgendwelche Provokateure den Ausbruch von Gewalt veranlassen, während er gemütlich im Trockenen sitzt.

Und vor allem: Wie oft noch müssen wir in Hamburg erleben, dass unsere Autos angezündet werden? Es scheint inzwischen kein Geheimnis mehr zu sein, dass die meisten dieser Attacken aufhören könnten, wenn Innensenator Ahlhaus seinen Rücktritt erklärt hat.

Hat er sich mit seiner Politik eine Gruppe von Terroristen geschaffen?

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Vorbereitungen zum Putsch?

Finanzminister Schäuble, bei seinen Kritikern bekannt als „Dr. Seltsam“, nennt es „eine Maßnahme zur Sicherung der Ressortzuständigkeit“. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dts soll er „aus Misstrauen gegenüber Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Mitarbeitern“ ein „Sprechverbot gegenüber der Regierungszentrale verordnet haben“. Vorbereitungen zum Putsch? Will er die Macht an sich reißen?

Gila Akkers - Nach Information des Nachrichtenmagazins SPIEGEL wolle Schäuble verhindern, dass das Kanzleramt vorzeitig von seinen Überlegungen etwa zur Rettung Griechenlands erfahre, schreibt dts. „Alle Kontakte und Informationen sollen über die Ministeriumsspitze abgewickelt werden. Telefonate und der Austausch von Unterlagen darf nur nach Genehmigung der Abteilungsleiter erfolgen.“

Offensichtlich hat der Minister Minderwertigkeitsprobleme, die mutmaßlich von der Kanzlerin verursacht wurden. Sollte dies jedoch nicht zutreffen, ist wohl damit zu rechnen, dass Schäuble insgeheim eine Absetzung der Kanzlerin plant, sollte sie bei der Rettung Griechenlands ihn übergehen. Doch dies sind Spekulationen. Jedenfalls fiel er wieder einmal seltsam auf. Komisch ist das aber nicht. Es spiegelt mutmaßlich einen Teil der Regierungs- und CDU-internen Rangeleien wieder, die zusätzlich zur Lähmung der Regierung führen. Ein Westerwelle (FDP) ist wohl der Kanzlerin Merkel nicht genug.


SPIEGEL-Online:

Kontaktsperre zu Merkel. Maulkorb-Meldung schreckt Schäubles Ministerium auf

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Bombig: Steuerfahnder „klopfen“ an Türen mutmaßlicher Steuersünder

Die Presseagenturen berichten, die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittele im Zusammenhang mit der Schweizer Steuer-CD gegen rund 1.100 Steuerhinterzieher. Dies soll heute ein Sprecher der Behörde bestätigt haben: „Die Verdächtigen sollen Medienberichten zufolge 1,2 Milliarden Euro Steuern hinterzogen haben. Ein Informant hatte der Bundesregierung im Februar für 2,5 Millionen Euro eine CD mit den Daten von 1.500 Steuersündern angeboten.“

Harald Haack – Ich argwöhne, dass die Daten auf der ominösen CD nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen und die Steuerfahnder demnächst auch an meine armselige Tür klopfen könnten – obwohl ich garantiert nicht zu den angeblichen Steuersündern zähle, also kein pralles Schweizer Konto besitze. Aber wenn die Steuerfahnder zu mir kämen, das wäre für mich wie ein Sechser im Lotto, wenn die mir Reichtum nachwiesen, von dem ich bisher nichts wusste und nichts hatte. Das Beste wäre, sie brächten gleich das viele Geld aus der Schweiz mit. Dann müsste ich mir nicht den Kopf zerbrechen, wie ich daran käme, so ohne Kontozugangsdaten. Und noch besser: Sie bescheinigten mir, dass es mein Geld sei. Schließlich will ich mich nicht unrechtmäßig bereichern. Also den Notar dafür auch gleich mitbringen…

Was für eine Bombe! Himmel, Arsch und Zwirn!

Lese-Empfehlung

suedeutsche.de
Steuerfahndung
Wo sind die Steuer-CDs?

Leser-Kommentar von H.W. aus dem Dorf
Und wenn diese Leute von der Steuerfahndung zu mir kommen (wissen Sie, dass ein Mensch oder eine Menschin von der Gemeinde und ein unabhängiger Zeuge dabei sein müssen?) sieht dies hoffentlich das ganze Dorf. Uhiiii – der Mann ist reich, werden dann die Dörfler sagen!
Freitag, 19. März 2010 19:36

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