Hamburg: Fröstelnde Schlangen an der Außenalster

Experten der Hamburger Umweltbehörde hatten das Eis der zugefrorenen Außenalster geprüft. Aber da es viele eingeschlossene Luftblasen enthielt, gab die Behörde keine Genehmigung für eine offizielle Volksbelustigung auf dem Eis. Die Gefahr sei zu groß, dass das Eis die Last von Millionen von Menschen nicht hielte. Das aber hielt rund 35.000 Menschen nicht davon ab, die Eisfläche dennoch zu betreten.

Harald Haack – Verboten war das Betreten der zugefrorenen Außenalster nicht. Deshalb konnte die Polizei auch nur am Ufer stehen und zusehen und den Verkehr der anliegenden Straßen regeln. Unterstützt in Sachen Sicherheit wurde die Polizei von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Da es keine offizielle Freigabe für die Eisfläche gegeben hatte, durften auch keine Stände aufgestellt werden. Glühwein und Bratwurst musste man sich von den Buden auf der Kennedybrücke und an den Bootsanlegern beschaffen und dafür viel Geduld mitbringen, denn die Schlangen jener, die hungrig geworden war oder denen fröstelte und sich an Glühwein erwärmen wollte, waren lang.

Und wie so oft bei solchen Versammlungen mit Volksfestcharakter kriegten die rund 100 bereitstehenden Feuerwehrleute und Sanitär auch was tun, doch „nur“ acht Menschen stürzten und mussten mit Prellungen oder dem Verdacht auf Knochenbrüchen klinisch behandelt werden.

Noch taut es tagsüber in Hamburg und schneit etwas. Doch Nachtfröste sorgen für weitere Eisbildung. Und in der nächsten Woche könnte es wieder Dauerfrost geben, womit die Wahrscheinlichkeit für ein offizielles Eisvergnügen auf der Außenalster steigt.


Am 8. Januar 2010 war das Eis der Außenalster noch sehr dünn.


Am 30. Januar 2010 aber wurde es von rund 35.000 Menschen betreten.


Und viele kriegten Lust auf Bratwurst und Glühwein. Lange Schlangen bildeten sich an den Bootsanlegern und auf der Kennedybrücke.


Rund 100 Feuerwehrleute und Sanitär standen bereit…


… für jene, die zu viel gewagt hatten und stürzten.
© alle Fotos: Harald Haack, Newsbattery.eu

Die weiteren Aussichten:

In der Nacht Bevölkerungszunahme im Nordwesten und vereinzelt Schneehauer.





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