«Terra Christiana est»

Offensichtlich hat da jemand in der Freien und Hansestadt Hamburg eine Satire von Extra drei (X3) mißverstanden und als Werbespot für ein Minarettverbot nach Schweizer Vorbild aufgefasst. Die islamische Gemeinde in der Stadt, dem „Tor zur Welt“, erhielt einen Drohbrief.


„Minarettverbot: Neue Freunde schaffen?“

In dem Brief wird angeblich mit Brandsätzen gedroht, sollte der Gebetsruf Realität werden. Polizei-Sprecher Ralf Meyer: „Die Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen“. Damit bestätigte er einen Bericht des Rundfunksenders NDR 90,3. Das Schreiben sei mit den lateinischen Worten «Terra Christiana est» (Die Erde ist christlich) unterschrieben. „Die Gruppe ist uns nicht bekannt, möglicherweise handelt es sich um einen Einzeltäter“, sagte der Sprecher. Vor kurzem soll Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen gesagt haben, sie könne sich einen wöchentlichen Muezzin-Ruf grundsätzlich vorstellen. Dagegen bezeichnete der Hamburger Erzbischof Werner Thissen die Diskussion über den Muezzin-Ruf als «verfrüht».

Etliche Hamburger Türkei-Urlauber, so erfuhr die Redaktion von Newsbattery.eu heute, befürchten den beim Gebetsruf entstehenden Lärm, denn auf vielen Minaretten in der Türkei seien Lautsprecher installiert, aus denen der Gebetsruf völlig übersteuert plärrt. Die Stellungnahme von Bischöfin Maria Jepsen empfänden sie daher als realitätsfern. Wahrscheinlich denke sie, dass oben auf dem Minarett jemand wie in alter Zeit stünde, um die Gläubigen ausschließlich mit der Kraft seiner Stimme zum Gebet aufzurufen.

Na, bis die Angelegenheit entschieden ist, können die Gewaltätigen unter den Christen noch kräftig ihre Glocken läuten und sich neue Freunde schaffen.





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