Archiv für November 2009

20 Jahre Invasion: Merkel gemacht

Ganz klar: Die Mauer wurde seitens der DDR „umgestoßen“. Was am 9. November 2009 im propagandistischen Sprachgebrauch des deutschen Merkel-Regimes als „epochale Zeitenwende“ verschmiert wurde und was der kleine Möchtegern-Napoleon aus Frankreich als „Befreiung“ würdigte, war, wenn man so geneigt ist ehrlich zu sein, keineswegs eine „Revolution“ sondern eine Invasion. Westdeutschland wurde von der DDR und seine Losgelassenen und Eingekerkerten, zu Rechtsradikalen erzogenen Kleinbürgern überrannt, um ein zuvor friedliches kapitalistisches Hampelmännchen-Ländchen nieder zu machen.

Marcel Franz-Paulé - Der CSU-Mann mit dem Gesicht, das mich an den konservativen Frontspoiler eines bayerischen Sportwagens erinnert, hat recht: Der Westen Deutschland wurde seit der so genannten Wende vernachlässigt. Die Straßen sehen dort jetzt aus, als hätte sie jemand aus der ehemaligen DDR als Honeckers Anti-Freiheitspisten exportiert.

Schlimmer noch: Ein ganzer Volksstamm wurde mit dem „Mauerfall“ scheinbar vernichtet: Ich meine die Ossis.

Nein, nicht die Blockflöten und Jammerlappen aus der DDR, sondern die Ostfriesen, kurioserweise im äußersten Nordwesten Deutschlands beheimatet.

Wo sind ihre herrlich menschenfeindlichen Witze geblieben, mit denen sie selbst für sich und ihre skurrilen Eigenarten sinnigerweise warben. Wer möchte heutzutage noch die Mundwinkel nach oben ziehen, wenn er hört: „Steht ein Ossi auf dem Deich…“ Das ist kein Witz mehr, das ist seit 20 Jahren eine Tragödie.

Da fragten mich Ehemalige aus der DDR (die hatten kurz zuvor Helmut Kohls kapitalistisch-schmieriges Begrüßungsgeld kassiert) auf einem Parkplatz in Nähe des Deiches von Cuxhaven-Duhnen: „Wo geht’s denn hier lang?“ Ich wusste nur eine Antwort: „Dort lang, immer geradeaus gen Osten!“

Und sie landeten prompt in Hamburg-St. Pauli auf der Reeperbahn, wo sie mächtig mit ihren jämmerlichen 100 Mark angaben und sie verprassten, wie die MOPO, das Hamburger Boulevardblättchen, jetzt behauptet.

Aber was konnten sie außer Sex zu haben im Westen tun? Meine Antwort: Genau das was sie vorher schon konnten: Schmollen und nörgeln und Merkel machen.

Kameramitfahrt in Hamburg

Besonders Brücken gelten in Hamburg als inzwischen marode oder zumindest gefährdet bald marode zu sein. Darunter die bekannte Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen. Dem Hamburger Senat unter der Fuchtel des 1. Bügermeisters Ole von Beust stöhnt über die Unterhaltungskosten für die Brücke und dachte schon laut über einen Tunnel als Ersatz dafür nach. Doch auch der wird jede Menge Geld verschlingen. Aber mit solchen Millionengräbern scheint sich die CDU ein „Denkmal“ setzen zu wollen.

Gila Akkers
- Als Björn Jacobs und Harald Haack dies im Sommer 2009 erfuhren, setzten sie sich ins Auto und fuhren die Strecke über die Köhlbrandbrücke noch einmal ab und produzierten ein HD-Video. Zurück in die Stadt nutzten sie den A7-Elbtunnel, der sicherlich auch bald, da ebenso wie die Brücke ein Bauwerk aus den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, ersetzt wird, wie ich vermute. Vielleicht durch eine Brücke?


Über die Köhlbrandbrücke und durch den A7-Elbtunnel nach Norden. Wer das Video schärfer sehen will und eine schnelle DSL-Verbindung hat, sollte auf „HD“ in der Videosteuerleiste klicken. Wer es in HD-Qualität und ganz groß (ganzer Bildschirm) sehen möchte, gelang zu diesen Option und zu YouTube mit einem Doppelklick ins Video.

Guidokus Westerquakuswell

Warum ist er nur so fröhlich?

Icca Noor warnt vor dieser Fröhlichkeit, gerade in dieser wunderbaren Zeit finsterer Novembertage, wo alle Deutschen mit Schweinegrippe-Miene herumlaufen.

Wiesbaden: Hessisches Finanzministerium hat ungewollt Riesenspringbrunnen

Droht dem Museum Wiesbaden der Einsturz? Es befindet sich in der Nähe einer Wasserfontäne, die bei Erdwärme-Bohrungen neben dem hessischen Finanzministerium in Wiesbaden entstanden ist. Auch das Gebäude des Finanzministeriums könnte gefährdet sein. Wird Wiesbaden nun – wie die Stadt Köln nach dem Einsturz des Stadtarchivs – vom Medienrummel beherrscht werden?

Gila Akkers - Wer bohrt, sollte es vorsichtig tun. Jeder gewissenhafte Heimwerker weiß es. Und trotzdem kommt es immer wieder einmal vor, dass jemand ein Wasserrohr anbohrt.

In Wiesbaden aber ist es kein Wasserrohr das angebohrt wurde, sondern eine in circa 100 Meter Tiefe unter Druck stehende Wasserblase, die bei sogenannten Geothermie-Tiefenbohrungen direkt neben dem Ministerium gemacht wurden, damit sich die Finanzbeamten an der Erdwärme erfreuen können. Das Wasser schießt ungehindert aus dem Bohrloch. Wie es verschlossen werden könnte, weiß angeblich auch die alarmierte Feuerwehr nicht so recht. Man wolle versuchen das Loch mit Beton zu verschließen, sagte der städtische Pressesprecher Siggi Schneider. Doch die Mächte der Unterwelt Wiesbadens sind entfesselt. Es scheinen sich zusätzliche unterirdische Quellen gebildet zu haben. Die Feuerwehr pumpt das Wasser derweilen in die Kanalisation.


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In Bildmitte die Position des Bohrloches. Nördlich hiervon: das Gebäude des Finanzministeriums und des Wiesbadener Museums. Das Gelände fällt höhenmäßig nach Süden hin ab. Dort befindet sich der Haupbahnhof.
© Google Maps

Schneider sagte, die Bebauung sei „hier zum Glück“ nicht so dicht. Deutet er damit die Befürchtung der hinzugezogenen Geologen an, das in der Tiefe existierende Loch der „Wasserblase“ könnte nach der Entleerung implodieren und an der Erdoberfläche stehende Gebäude einstürzen lassen? Wie gesagt, in der Nähe des Hessischen Finanzministeriums steht das Wiesbadener Museum, wo die Fotografin Barbara Klemm ihre Fotos zum Mauerfall (!) in einer Sonderausstellung bis zum 13. Dezember zeigt – wenn das Museum nicht evakuiert wird, weil dessen Mauern möglicherweise zu fallen drohen.

Geothermie-Tiefenbohrungen haben spätestens seit den Baseler Erdbeben, die sie ausgelöst haben sollen, keinen guten Ruf mehr. Offensichtlich wird zu sorglos mit der Erdkruste umgegangen. Immerhin stehen dahinter massive wirtschaftliche Interessen.

Wie es der Name Wiesbadens schon sagt, „auf der Wiese baden“, existieren unter der Stadt etliche Quellen. Wer dort nach Wasser sucht, braucht nur irgendwo entsprechend tief genug zu bohren. Es scheint somit keine Glanzleistung gewesen zu sein, auf das Wasserresorvoir gestoßen zu sein. Es wird jedoch ein Kunststück werden, das mit geschätzten 6000 Liter pro Minute aus dem Boden sprudelnde Wasser zu stoppen. Das Austrittloch konnte zwar mit Beton verfüllt werden, doch das Wasser aus der Tiefe „will die Welt hier oben sehen“. Es sucht sich seinen Weg und kommt nun durch rasch sich bildende Nebenlöcher.

Das Problem ist eben nicht das Austrittsloch, sondern die gesamte Bohrstrecke. Wurde erst von oben nach unten gebohrt, „bohrt“ nun das unter Druck stehende Wasser von unten nach oben. Und wird oben ein Betonpfropfen drauf gesteckt, kann sich die Bohrstrecke zu einem Aneurysma erweiterten und kollabieren. Eine Frage ist es sicherlich auch, was den Druck des Wasser verursachte und was nach dem Wasser kommt, das kalt sein soll – es wäre ja auch zu schön gewesen eine heiße Heilwasserquelle ausgerechnet neben dem Finanzministerium angestochen zu haben.

Hinweis:

Dieser Artikel wurde am 6. Nov. 2009 um 10.30 Uhr aktualisiert.

Libanesischer Waffenschmuggel – ein offenes Buch mit Geheimnissen

Ein Spezialkommando der israelischen Marine hatte den unter der antiguanischer Flagge fahrenden Frachter FRANCOP der deutschen Reederei Bartels in der Nacht zum Mittwoch rund 160 Kilometer vor der israelischen Küste hopp genommen. Für Israels Außenminister Avigdor Lieberman soll zweifelsfrei feststehen, der Frachter habe die an Bord nachgewiesenen 36 Container mit Waffen und Munition vom Iran an die verbündete Hisbollah im Libanon liefern sollen. Doch der mutmaßliche Empfänger dementiert seine Verwicklungen in den Waffenschmuggel und beschuldigt Israel der Piraterie in internationalen Gewässern.

Gila Akkers - Wäre die Hisbollah nicht darin verwickelt, so könnte es ihr egal sein, wenn Israel Piraterie betreibt oder nicht. Aber sie giftet wieder einmal gegen ihren ärgsten Feind, gegen Israel.

Gemäß der deutschen Reederei Bartels fährt deren Frachter seit etwa zwei Monaten unter Zeitcharter für das Frachtunternehmen UFS. Dies wusste heute Vormittag das Hamburger Abendblatt zu berichten. Und die Financial Times Deutschland schreibt am Nachmittag, UFS sei ein zypriotisches Unternehmen, was jedoch offensichtlich falsch ist. Der Frachter wurde den Meldungen nach vor Zypern und rund 160 Kilometer vor der israelischen Küste aufgebracht. Das dürfte wohl die einzige Verbindung der FRANCOP zu Zypern sein. UFS – Universal Freight Services – aber ist ein libanesisches Unternehmen: Gemayzeh – Beirut – 386 Pasteur Str. – Kanzabedian Bldg., so lautet die Kontakt-Adresse des Unternehmens. Und mit diesen Worten wirbt es für sich:

We share high reputation in the field of forwarder business. We take great concern in credit and faith, which is the base of corporation with our overseas agent and customer. Our philosophy is to offer a simple, professional and practical business enabling shippers to obtain quick and reliable results.

Mag ein Schelm sein, der dabei an Böses denkt.


Position der FRANCOP laut marinetraffic.com am 5. November 2009, 22.40 MEZ. Voraussichtliche Ankunftszeit in Beirut 6. November 2009, 7.00 UTC (= 9.00 Uhr mitteleuropäische Winterzeit). Doch circa 10 Minuten später verschwand der Frachter vom AIS-Monitoring des griechischen Betreibers der Webseite marinetraffic.com. Angeblich soll der Frachter von den Israelis freigegeben worden sein und schon am Mittwochabend den israelischen Hafen Aschdod in Richtung Limassol verlassen haben. Aber das scheint wohl nicht zu stimmen.


Aufzeichnungen der zuletzt bekannten und registrierten Positionen der FRANCOP.

Und nun scheint wieder einmal das AIS an Bord des Frachters FRANCOP – wie vor kurzem bei der ARCTIC SEA, als das Schiff verschwand, ausgeschaltet zu sein. Eben noch, am 5. November 2009 um 22.40 Uhr, wurde seine Position südöstlich von Zypern angezeigt und schon ist er verschwunden.




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