Archiv für November 2009

DER TALIBAN STIRBT NIE

In einer Parallelwelt: Eine Teilung Deutschlands hat es nie gegeben. Nach der Diktatur des fiesen Kerls aus dem österreichischen Braunau wurde das Land wieder eine Monarchie, regiert von einer Königin und kontrolliert von den Geheimdiensten ihrer Majestät (GIM). Chefin der GIM-Auslandsabteilung ist M, während L die Politische Einsatzleitung (PEL) managt. Doch nun sieht sich die Königin aus Ersparnisgründen genötigt, beide Abteilungen zu GIMPEL zu fusionieren. Agent 007, besser bekannt unter den Namen Jojo Blond, soll dies verhindern.

Henrik C. Sassen - Es könnte ein neues Kinoerlebnis sein, und ein Kritiker könnte sich fragen: „Was macht einen guten Blond-Film aus?“ Er könnte schreiben: „Die Bewertungskriterien bewegen sich sicher zwischen einem spektakulären Intro, einem schönen Titelsong, mehreren heißen Blond-Girls, knallharter Action, überdeutlichem Product Placement und dem perfiden Plan eines überbösen Antagonisten. Wie verhält sich das bei „Der Taliban stirbt nie“?


Karl-Theodor zu Guttenberg und Angela Merkel im neuen Blond-Film „Der Taliban stirbt nie“.

Das erste Kriterium kann in diesem Blond-Abenteuer eine Höchstnote buchen: Agent Jojo Blond (Karl-Theodor zu Guttenberg) spioniert einen terroristischen Waffenmarkt in Kunduz aus, ferngelenkt von M (Angela Merkel). Als bei der Bundeswehr jemand voreilig den Abschussknopf einer Rakete drückt, um einen Tanklaster cineastisch wirksam in einem Flammenpilz verglühen zu lassen, stellt sich heraus, dass ein mörderischer Skandal in Anmarsch ist, der das feudale Treiben des Parlaments bedroht. Ohne eine Schweißperle zu investieren, bringt 007 das natürlich schnell wieder in Ordnung und lässt das Action-verwöhnte Herz der Medien dabei höher schlagen. Danach entwickelt sich der Hauptplot.“

Den Hauptplot erleben wir gerade in Deutschland und in Afghanistan, Pakistan, Iran, Israel und in den USA. Und das Intro war in Wirklichkeit auch etwas anders. Doch Nieten, die zeigten wie unfähig sie für ihren Job waren, sind kein Kassenschlager und werden von mir deshalb unter L (wie Lüge) abgeheftet und nicht weiter beachtet.

DRK – rasen, retten, Reibach machen ?

Unter diesem eher unschönen Motto lernte unser Autor einst die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuz (DRK) kennen. Er übernahm manchmal, wie er zugibt, stereotype Parolen gegen Personen, Gruppen und Institutionen ohne genauer darüber nachzudenken. Doch seine vorgefasste Meinung änderte sich, als er 1989-1990 im Rahmen einer Betriebssanitäter-Ausbildung auf einem Rettungswagen sein Praktikum absolvierte. Aber nun passierte es…

Rolf Fischer – Die Jungs (damals gab’s noch keine Mädels auf den RTW), sowohl Angestellte vom DRK als auch die Zivis, fuhren zügig, aber nicht halsbrecherisch. Selbst mit Sondersignal wurde vorausschauend und rücksichtsvoll am Verkehr teilgenommen. Hut ab, dachte ich damals, schnell bei den Unfallopfern, Leben retten und doch Koblenz‘ Straßen nicht mit einer Stock-Car-Strecke oder dem Nürburgring im Tiefflug verwechseln.

Ja, damals!

Bis auf einmal jeder Rettungs-, Pflege- und Pizzadienst diesen Aufkleber hinten auf dem Heck kleben hatten: „Fahrstil ok? Tel.-Nr. …………….

Was ich aber heute am frühen Nachmittag in dem eher beschaulichen Harsefeld erlebte, haute mich in meiner Meinungsbildung um Jahrzehnte zurück.

Etwas zügig, aber nicht deutlich über den vorgeschriebenen 50 km/h, befuhr ich mit meinem Kleintransporter die Friedrich-Huth-Str. in Richtung Ahlerstedt. Vor mir ein Pkw, hinter mir ein Pkw, als ich im Rückspiegel einen RTW des DRK erkennen konnte, der mehr als zügig zum Überholvorgang ansetzte; ohne Sondersignal!

Wohlgemerkt, innerhalb einer geschlossenen Ortschaft, Bahngleise 200 Meter voraus. Der Fahrer des aus einer gegenüber liegenden Seitenstraße rechts abbiegenden Fahrzeuges tat gut daran, seinen Blick nach beiden Fahrspuren gerichtet zu haben. Der Crash hätte wohl das Absetzen eines Notrufes zur Folge gehabt.

So konnte ich diesen Kamikaze-Retter noch bis Ahlerstedt im Auge behalten, wie er ein vor ihm fahrendes Fahrzeug dicht auffahrend bedrängte, um dann im besagten Ort zügig um die Ecke Richtung Bockholt zu entschwinden.

Also doch wieder: Rasen, retten, Reibach machen? Oder nur der Einzelfall eines Retters, der mit fremdem Eigentum anscheinend nicht so schonend umgeht wie mit seinem eigenen?

H1N1-Grippe-Impfung: Schweinisches Leugnen der Todesursache

Es mehren sich Todesfälle, die mit der Schweinegrippe-Impfung in Verbindung gebracht werden. Vor kurzem war es eine 65-jährige Frau, nun ein 55-jähriger Mann. Beide starben an den Folgen ihres Herzinfarktes. In auffälliger und verdächtiger Weise aber sehen die beteiligten Amtsärzte keine Verbindung zur vorhergehenden Impfung. Wie dumm und wie dreist ist das denn?

Harald Haack - Ausgerechnet am 11.11.2009, als die „Thüringer Allgemeine“ von dem Tod der 65-Jährigen berichtet, betet der frisch in sein Amt eingeführte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), wie zuvor schon seine Vorgängerin Ulla Schmidt (SPD), die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) in seiner Pressemitteilung herunter als wären es Verordnungen: Es sei klar, dass nicht jeder geimpft werden könne; es gelte, dass zuerst das medizinische Personal sowie das sogenannte Schlüsselpersonal – also Polizisten und Feuerwehrleute – und die chronisch Kranken geimpft werden sollen.

Zu den chronisch Kranken zählen besonders auch Menschen mit Verengungen der Herzkranzgefäße.

Mehrere Mediziner hatten vor den Nebenwirkungen des Schweinegrippe-Impfstoffes Pandemrix gewarnt, und nicht erst dadurch ist bekannt, dass der darin adjuvantierte Wirkverstärker, ein Mix aus Polysorbat, Squalen und Tocopherol u.a. zu massiven Herzbeschwerden führen kann. Besonders das darin enthaltene Thiomersal, eine Quecksilberverbindung, das neurotoxisch ist, also das periphere und zentrale Nervensystem irreversibel zu schädigen vermag, kann Herzinfarkte verursachen. Solche neurotoxisch fundierten Herzinfarkte entstehen häufig offensichtlich, wie medizinischen Aufsätzen zu entnehmen ist, darunter auch Erkenntnisse des forschend tätigen Rostocker Arztes Dr. med. Bodo Kuklinski und dessen Kollegen, nicht nur durch Gefäß-Ablagerungen, sondern durch zentralnervliche Schädigungen, die als Teil von Autoimmunreaktionen weitere Verengungen der Herzkranzgefäße an bereits geschädigten Stellen forcieren können. Und wie zuverlässig das funktioniert, wenn wie dumm ausgerechnet Herzpatienten mit koronalen Problemen mit Pandemrix geimpft werden, dürften die jüngsten Todesfälle belegen. Weshalb sie nicht mit den für Schwangere vorgesehenen Impfstoff ohne Wirkverstärker geimpft wurden, sollten eigentlich jene Ärzte wissen, die sie impften.

Nach einer Pressemeldung vom 11.11.2009 hatte sich die 65-Jährige von ihrem Hausarzt in Weimar gegen die Schweinegrippe impfen lassen und wenige Stunden danach eine Herzattacke erlitten, an der sie am Abend des selben Tages in einer Klinik verstarb. Die Ärzte hatten sie nicht mehr reanimieren können. Angeblich hatte die Patientin in der Vergangenheit bereits zwei Herzinfarkte und mehrere Herzattacken überstanden.

Trotz der bekannten Risiken des Impfstoffes will der Amtsarzt bei der 65-Jährigen nicht von einem ursächlichen Zusammenhang des Todes mit der vorhergehenden Impfung ausgehen. Nicht viel anders sind die amtlichen Behauptungen im Fall des Todes eines weiteren Thüringers, einem 55-Jährigen, der ebenso nach der Schweinegrippe-Impfung einen Herzinfarkt erlitt, einen Tag nach dem Todesfall der 65-Jährigen in Weimar.

Und als wäre es ein Beweis dafür, dass der Impfstoff nicht zu dem Herzinfarkt des Verstorbenen führte, wies ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums gestern auf den Obduktionsbericht hin, demnach der Mann an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben sei.

Wieder einmal wurde der von scheinbar Allwissenden strapazierte Begriff „Spekulation“ mit seiner negativen Aura ausgesprochen: Es sei über den Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Impfung „spekuliert“ worden, heißt es da, obwohl doch nach gesundem Menschenverstand ein Zusammenhang plausibel erscheint.

Bei der Obduktion hätten die Mediziner eine Koronarsklerose – eine Verengung der Herzkranzgefäße – festgestellt, soll die Amtsärztin des Landkreises Eichsfeld, Judith Rahrig, die von der Rechtsmedizin in Jena über die Obduktionsergebnisse unterrichtet worden sei, der Presse mitgeteilt haben. „Der Beginn des Herzinfarktes liegt nach bisherigem Kenntnisstand schon vor der Impfung. Ein Einfluss der Impfung auf den Tod des Mannes ist nicht abzuleiten“, soll Rahrig gesagt haben. Weshalb der Mann ausgerechnet mit dem für ihn mutmaßlich falschen Impfstoff dann noch geimpft wurde, anstatt auf ihn wegen seiner Symptome zu hören, mit denen sich ein Herzinfarkt ankündigt, danach fragte in Thüringen offensichtlich niemand als es zu spät war.

Hätte die Amtsärztin diese Frage beantwortet? Hat sie denn überhaupt kardiologisches Fachwissen?

Und wie sieht’s mit dem Hausarzt des Verstorbenen aus? Mag er sich noch als Arzt sehen oder fühlt er sich schon als Henker? Denn: Aus eigener, multibler Erfahrung weiß ich, dass sich ein ankündigender Herzinfarkt nicht schmerz- und empfindungslos anschleicht – jedenfalls nicht solch einer, der patholoisch zurück datierbar ist. Vorausgesetzt, man hat sich nicht von seinem Arzt heftige Schmerzmittel zum Zudröhnen verschreiben lassen und diese regelmäßig konsumiert als wären es Heilmittel, die man morgens, mittags und abends einzunehmen hat. Wie verantwortungslos ist es von einem Arzt, einem Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen Schmerzmittel gegen die spezifischen Stenosen zu verschreiben? Eine Stenose ist häufig die Vorstufe eines Verschlusses, die dann zum akuten Herzinfarkt führen kann.

Apropos Kardiologen: Über Kardiologen sagte Dr. med. Kuklinki während seines Vortrages in Wien, sie blickten wie durch ein Rohr auf ihre Patienten und kümmerten sich nicht um ein Drumherum, um die Mitochondriale Funktionsstörungen, die nicht angeboren sein müssen und sich häufig auf unsinnige Medikamentation und andere chemische Verletzungen zurückführen ließen, und häufig Ursache der Herzinfarkte seien. Es ist demnach Scheuklappendenken nach dem derzeit Ausflüchte formuliert werden, um Zusammenhänge von Impfung und nachfolgenden Tod zu negieren. Das Schlimme ist, dass ausgerechnet solche Risikopatienten, wie mutmaßlich auch die in Thüringen und in diesem Artikel erwähnten Verstorbenen, durch Verharmlosungspropaganda zur Impfung und zum Glauben genötig werden, die Impfung werde ihr Leben retten.

Weshalb Menschen krank werden, beispielsweise Organschädigungen kriegen, sagt Dr. med. Kuklinski, dies lege nicht daran weil ihnen Medikamente fehlten, sondern weil in der Chemie des Körpers was schief gegangen sei. Dies könnte, wie ich meine, sicherlich auch auf die aktuellen Todesfälle in Thüringen übertragen werden, wobei man davon ausgehen sollte, dass für gewöhnlich die Chemie des Körpers nicht von alleine aus dem Gleichgewicht gerät, sondern durch äußere Einflüsse wie durch Kontamination mit Giften, Drogenmissbrauch und irrsinnige Medimenteneinnahme etc. und halt mit adjuvantierte Wirkverstärker in Impfstoffen.

Ich möchte von den meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit blasiert dumm auftretenden Medizinern, wie die Thüringer Amtsärzte, nie behandelt oder untersucht werden, denn ich zweifel ernsthaft an deren medizinischem Wissen und Geisteszustand.

Vielleicht möchte Bundesgesundheitsminister Rösler erklären, ob es Mord bzw. Totschlag ist, wenn die für die Schweinegrippe-Impfung bevorzugten Menschen, mit Verengungen der Herzkranzgefäße unter den chronisch Kranken, mit Pandemrix geimpft werden und sie daraufhin einen tödlichen Herzinfarkt erleiden. Ist es beabsichtigt, dass sie zuerst sterben? Besonders ihn, der aus Vietnam stammt, erinnere ich an das postume Leid des vietnamesischen Volkes durch Dioxin und andere neurotoxisch wirkende Stoffe, die während des Vietnamkrieges eingesetzt wurden. Auch als Mitglied einer als Lobbyistenhaufen beschimpften Partei sollte er gewissenhafter mit den Märchen der Pharmaindustrie umgehen und sie nicht so hirnlos, wie geschehen, nachplappern.

Inzwischen gibt es ein weiteres Todesopfer: Ein gestern in Mühlhausen tot in seiner betreuten Wohneinrichtung aufgefundene 66-Jährige litt an einer chronischen Atemwegserkrankung und war angeblich am Freitag vergangener Woche gegen die Schweinegrippe geimpft worden. Die Todesursache soll nun geklärt werden.

Plausibel für das Wirken von H1N1 scheint mir dieser Fall zu sein: Eine 24-jährige Kölnerin war laut der Obduktion infolge einer Herzmuskelentzündung durch Schweinegrippeviren gestorben, wie das Gesundheitsamt der Stadt mitteilte. Die junge Frau war am Mittwoch vergangener Woche zu Hause gestorben, nachdem die Influenza einen vermeintlich milden Verlauf genommen hatte. Die Patientin litt an Diabetes.

Mehr als 60 000 Menschen sollen sich seit April in Deutschland mit dem H1N1-Virus infiziert haben, falls die Behauptungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zutreffen. Der Infektionsexperte Gérard Krause erklärte gestern im ZDF, die meisten bereits erkrankten Menschen seien wahrscheinlich immun. Es gebe jedoch „keinen nachträglichen Test, der in der Breite verfügbar ist“. Besonders Kinder und junge Erwachsene scheinen gefährdet zu sein, ältere Menschen und chronisch Kranke mutmaßlich nur durch Impfungen mit Impfstoff, der adjuvantierte Wirkverstärker enthält.

Und noch eine Frage zum Schluß: Wie oft haben Sie sich heute schon die Hände gründlich gewaschen, als simpelste und effektive Schutzmaßnahme gegen eine Infektion mit dem H1N1-Virus?

Aktualisierung vom 17. November 2009, 16.45 Uhr:

Das Paul-Ehrlich-Institut (REI) sah sich offenbar genötigt eine neue „Stellungnahme zu Risiken, die im Zusammenhang mit Squalen diskutiert werden, zu veröffentlichen. Abschließend heißt es in dieser Stellungnahme:

    „Konkret auf den Impfstoff Pandemrix bezogen kommt hinzu, dass das squalenhaltige Adjuvanz AS03, das in diesem Impfstoff verwendet wird, inzwischen in klinischen Studien bereits bei mehr als 30.000 Probanden eingesetzt wurde, ohne dass es auffällige Nebenwirkungen gegeben hätte.“

Dies erscheint seltsam angesichts der in diesem Artikel genannten Todesfälle nach erfolgten Impfungen. Und wie gerade gemeldet wird, soll es im Vogtland einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung geben. Die Nachrichtenagentur ddp teilt mit: „Ein am Sonntag tot aufgefundener 83-jähriger Mann sei zwei Tage zuvor gegen das H1N1-Virus geimpft worden, teilte das Landratsamt des Vogtlandkreises am Dienstag in Plauen mit. Da der Rentner herzkrank gewesen sei, habe er zur sogenannten Indikationsgruppe für die Impfung gehört. Er soll jedoch infektfrei und in gutem Allgemeinzustand gewesen sein.“

Das Paul-Ehrlich-Institut sollte der Öffentlichkeit dringend näheres über die getesteten 30.000 Probanden verraten: Alter, gesund oder chronisch krank, etc., denn ich argwöhne, dass unter jenen Probanden kein einziger Risiko-Patient mit einer chronischen Erkrankung wie einem Herzleiden war.

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Steinbeißer und Eisenfresser in der Nordheide

Ein Koloss mit fast 1,2 Kilometer Länge und über 2.000 Tonnen Gewicht frisst sich derzeit in Niedersachsen auf der Bahnstrecke zwischen Handeloh und Buchholz durch die Gleisanlage. Die Anwohner freuen sich noch über das Schauspiel, das ihnen gegenwärtig Tag und Nacht geboten wird. Doch diese Freude ist wohl nur relativ. Bald sollen hier nämlich Güterzüge fahren.

Rolf Fischer - „PM 1000 URM“ heißt der Koloss der Nordheide. Von der österreichischen Firma Plasser & Theurer wurde er gebaut. Derzeit ist dies die größte Gleisbaumaschine der Welt. Die Firma „Eurailpool“, der die Maschine gehört, arbeitet im Schichtbetrieb mit jeweils 20 „Besatzungsmitgliedern“ rund um die Uhr, ebenso wie die anderen Arbeiter in der Peripherie.


Der Zug auf dem Zug: Eine imposante Technik auf Tournee zur Zeit in Holm-Seppensen.

Dabei schafft der „Steinbeißer“, der von fünf Motoren angetrieben wird, bis zu 1.400 Meter Gleisstrecke am Tag – so schreibt es die Lokalpresse –, aber das ist nur eine theoretische Leistung, denn nach wie vor ist „Handarbeit“ angesagt. Denn überall dort, wo das Gleisbett durch Moor zu tief oder durch Bahnsteige zu eng ist, müssen die Handwerker mit herkömmlichen Baggern ans Werk.

Angehoben werden die Gleise von Zangen, die wie überdimensionierte Dosenöffner aussehen. Dann werden von drei Aushubketten Schotter und Boden aufgenommen und über Förderbänder in eine Waschanlage verbracht. Dort gesiebt, geschärft und gereinigt wird das recycelte oder auch neue Schüttgut auf ein ausgebreitetes Vlies mit einer Sandschicht ausgelegt und verdichtet. Über eine an Bord befindliche Kläranlage werden die ca. 1.000 Liter Wasser, die zum Säubern einer Tonne Schotter benötigt werden, gereinigt und wiederverwendet. Die Tanks fassen insgesamt 75.000 Liter und werden ebenfalls im 24-Stunden-Betrieb von Tanklastern aus dem örtlichen Wassernetz bedient.

Eine imposante Technik auf Tournee dort in Holm-Seppensen, einem beschaulichen Ort in der Nordheide. Und wozu das alles?

Nun, damit die Heidebahn künftig mit Tempo 120 statt nur 80 durch Feld, Wald und Flur rauschen kann. Mit den auf neuestem technischen Stand ausgerüsteten Zügen soll es theoretisch leiser werden, und mit 120 km/h ist das Getöse auch schneller an einem vorbei – wenn man daran glaubt.

Ein Ehepaar, das neben der Bahntrasse im Tostedter Weg wohnt, befürchtet hingegen ganz andere Dinge: Dass dieser Aufwand nicht nur für die Heidebahn betrieben wird, die nur am Tage fährt, sondern dass in Zukunft auch der Güterverkehr hier stattfindet, der auf einer einspurigen Trasse dann logischerweise nachts rumpoltert – ähnlich dem Szenario im vier Kilometer entfernten Sprötze.


Nanu, ist schon wieder Weihnachten? Der Koloss in der Nordheide versetzt Anwohner ins Staunen.

Von der Technik des „PM 1000 URM“ zeigte sich die Anwohnerin aber hoch begeistert, staunte, als wäre es wie die Begegnung mit der Dritten Art, als das Trum hell erleuchtet nachts um drei Uhr nur 20 Meter vor ihrem Schlafzimmer stand und sie unter den angehobenen Gleisen hindurch zum Nachbarn vis-à-vis sehen konnte. „Ich dachte schon, ich hätte den Wecker zu früh gestellt, weil es taghell dort war“, sagt sie.

Im Cafè „Lifestyle“, das für einen Sonntagnachmittag recht gut besucht war, hatte man seitens der Firma Eurailpool dem Inhaber einen Werbefilm zur Verfügung gestellt, der, zur Unterhaltung der Gäste, an die Wand projiziert wurde. Großes Kino mit tollen Animationen und alles zum im-Trockenen-anschauen-können.

Anders hingegen draußen an der „Front“: Nach den diversen Tiefausläufern der vergangenen Tage gleichen die unbefestigten Seitenstraßen, ein bekanntes Problem der Stadt Buchholz und seiner Trabanten, eher einem Truppenübungsplatz in Munster oder Baumholder.


Die Auto-Waschanlagen in der Nordheide werden sich in den nächsten Tagen über mangelnden Zuspruch nicht beklagen können.
© Alle Fotos: Rolf Fischer

Alles in allem sind auch die Anwohner in diesen Tagen dem Großprojekt gegenüber eher positiv eingestellt, allein schon der Technik, live und in Farbe, wegen. Das ist doch mal was anderes, jetzt im tristen November. Den Baulärm nehmen die Anwohner jetzt noch gelassen hin – solange vielleicht, bis der Güterverkehr dann eines baldigen Tages einsetzt und sie sich an dieses nächtliche Konzert gewöhnen müssen – wenn sie es denn können.

Bundeswehr übte den Krieg gegen Bürger

Ist die demokratische Grundordnung Deutschlands in Gefahr? Weshalb übte die Bundeswehr in Bayern den Krieg gegen Deutsche? Will das Militär die Macht in Deutschland übernehmen?

Wie uns german-foreign-policy.com mitteilt, lassen Berichte von einem Manöver in Bayern konkrete Planungen der Bundeswehr für Kampfeinsätze im Inland erkennen. Gegenstand der Reporte ist eine Militärübung in der Nähe des bayerischen Ortes Schwarzenbach am Wald, der ein bürgerkriegsähnliches Szenario zugrunde lag. Dabei wurden der Umgang mit demonstrierenden Friedensaktivisten sowie die Verteidigung einer inländischen Radarstation gegen schwer bewaffnete „Terroristen“ trainiert. An der Übung beteiligt waren neben Soldaten und Reservisten des „Landeskommandos Bayern“ auch zivile Rettungs- und Sanitätsdienste. Das Manöver, das bereits im Oktober stattfand, widerlegt die von Berlin vorgebrachte Behauptung, die „zivil-militärische Zusammenarbeit“ im Inland diene nur der Hilfeleistung bei besonders schweren Unglücksfällen und Naturkatastrophen.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57669

Offensichtlich ist das, was unserer schwedischer Autor Icca Noor noch satirisch behandelte, längst bitterer Ernst geworden.


Musik: De Wanderer bei PAVEMENT Records, Bestellnummer: 60166. CD-Titel: „Stimmlich jeck“

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