Des Grinsemannes neoliberaler Gruß

Nach dem Ausgang der Bundestagswahl präsentierte sich Guido Westerwelle als strahlender Sieger. Etliche Fotos zeigen ihn allerdings in bedenklicher Pose, nämlich mit erhobenen, gestrecktem rechten Arm und gespreizten Fingern.

Fari Sär
– Die Stellung der Finger macht den Unterschied: Verboten und strafbar gemäß §86a und §130 StGB ist der so genannte Hitlergruß. Dabei wurde der rechte Arm mit flacher Hand auf Augenhöhe schräg nach oben gestreckt. Er war Ausdruck des Personenkultes um Adolf Hitler. Nach der deutschen Kapitulation wandelte sich der Gruß als Pseudokritik ab und wurde begleitet mit den Worten: „So hoch steht der Dreck.“

Seitens der nachfolgenden Nazi-Generation gab es diverse Versuche den Hitler-Gruß bzw. „Deutschen Gruß“, wie Nazis ihn nennen, beizubehalten. Der so genannte „Kühnengruß“, benannt nach Michael Kühnen, einem Anführer der deutschen Nazibewegung, ist eine Abwandlung des verbotenen Hitlergrußes und wird in Deutschland von den Strafgerichten als dem Hitlergruß zum Verwechseln ähnlich im Sinne von § 86a Absatz 2 Satz 2 des StGB angesehen. Es handelt sich dabei um ein nach dem deutschen Strafgesetzbuch strafbares Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der Kühnengruß soll „Widerstand“ demonstrieren, denn dabei wird der rechte Arm gestreckt und Daumen, Zeige und Mittelfinger werden abgespreizt, was ein „W“ = Widerstand symbolsieren soll.

Noch nicht verboten ist die neue Variante des Hitlergrußes, der neoliberale Gruß von Guido Westerwelle. Er zeigte ihn gestern Abend erstmals in Berlin. Dabei wird der rechte Arm mit gespreizter Hand auf Augenhöhe schräg nach oben gestreckt. Doch er nahm zum Ausdruck seiner Freude über den errungenen Wahlsieg alsbald auch den linken Arm hoch.

Sollte dies als Entwarnung verstanden werden? Wandelt Westerwelle nicht auf rechten Pfaden?

Wie SPIEGEL-Online berichtet, aber äußerte er sich auf die englisch gestellte Frage eines britischen Reporters, wohl zur Freude der ultrarechten „Kameraden“ in NPD und DVU, man sei hier in Deutschland, wo Deutsch gesprochen werde.

Oskar Lafontaine (DIE LINKE) allerdings ließ den linken Arm unten. Er konnte wohl nicht anders. Ulkig dazu der besorgte Blick von Gysi. Leider wurde nicht übermittelt was er ihm zuraunte:





Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de