Meine Lieblingsbank ist die im Park

Meine Bank ist die im Park und die hat mich noch nie beschissen. Nun ja, gestrichen wurde sie bisher auch noch nicht. Wahrscheinlich fehlt der Stadt dafür das Geld. Das wäre ja auch kein Wunder bei all dem Krakele um die Bankenpleiten. Aber meine Bank ist solide, auch wenn die Farbe schon abgeblättert ist, und das hat was zu bedeuten in dieser Zeit.

Hein Hering – Gestern erst rief mich ein Banker dort an. Nein, nicht „Pickel-Kai“, der als gebürtiger Provinzler zur Sparkasse ging und fortan einen auf Großkotz macht. Nein, es war einer von der Bank in Hamburg, von der man gerade spricht, über die alle schimpfen, für die sich aber der Bürgermeister und sein „Kollege“, der Ministerpräsident, jetzt mit viel Knete so mächtig verhoben haben, welche sie nicht haben, dass das ich jetzt mal so als „vierseitige Hernie“ umschreiben möchte, als ein ganz, ganz böses Aua, das einem den Darm aus der Leiste drückt. Also ich wüsste dann nicht mehr, wie ich damit noch aufrecht sitzen sollte.

Einer der Hamburger Senatoren versucht es jedenfalls noch, obwohl er „rein gar nichts damit zu tun hat“, wie er glauben macht: Auch wenn er als CDU-Landeschef und Finanzsenator voll von den Medien die Krise aufgeblasen kriegte und Wikipedia seine angebliche Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Bank (und neuerdings Zeitungen ebenso) nun zu verschweigen versucht. Der Hamburger Michel wird sich jedenfalls nicht vor ihm wegen seiner Glaubwürdigkeit verbeugen. Das ginge auch nicht. Dann würde sich das christliche Wahrzeichen doch glatt seine „Pickelhaube“ verbiegen. Nicht für einen, über dessen Rolle mit der Bank innerhalb seiner Partei, wie gemunkelt wird, „sehr kritisch debattiert“ wurde. Viel politische Aufregung um einen „Musterpolitiker“.

Und es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht Zoff um diese Bank gibt. Die LINKE spricht von „Selbstbedienungsmentalität“, weil sich Mitglieder des Aufsichtsrates dieser maroden Bank zwischen 2005 und 2007 mit Krediten von insgesamt 9,9 Millionen Euro privat bedient haben. Und die SPD will wissen, wie unabhängig diese Bedürftigen noch sind, wenn sie Kohle für sich selbst bunkern, von der Bank, die sie doch eigentlich kontrollieren sollten. Auf eine Antwort können die oppositionellen Politiker lange warten. Der Senat schweigt. Die Bank hat ja schließlich ihre Finanzspritze in Milliardenhöhe sicher. Und meine Bank, die im Park, wirkt auf einmal auf mich, als könnte sie auch eine Auffrischung gebrauchen. So werde ich es nun wie die Bank machen, wegen der die CDU sich den Kopf abzureißen droht. Ich hole mir die Kohle von Ole.





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