Ludwig Erhard schuld am Desaster der Asse II?

Gestern Abend sendete arte-tv einen hysterisch anmutenden Spielfilm über die Gefahr von drastischen Unfällen in französischen Atomkraftwerken. Atomkraftwerke – in der Atomlobby auch liebevoll als „Kernkraftwerke“ hoch umjubelt. Doch der Kern des Ganzen der ominösen Lobby ist das Gegenteil von Einsteins E=mc2, nämlich nichts, und das heißt: Es gibt keine Sicherheit der Atomkraft für Menschen und Tiere. Atomkraft ist langfristig kritisch nachhaltig, extrem länger nachhaltig als CO2-Abgabe und Feinstaub etc. von konventionellen Kraftwerken. Sprich: Atomkraft verspricht eine strahlende Zukunft; d.h. deren Hinterlassenschaft ist radioaktiv strahlend.

Carl Landow – Wenig bekannt ist der radioaktiv (weiter-)leitende Effekt verstrahlter Materie. Nach gegenwärtigen, vielfach geleugneten Erkenntnissen pflanzt sich die Radioaktivität in Gesteinen weiter. Eigenartiger Weise verliert sich die Strahlung in Wasser. In Granit jedoch, das selbststrahlend ist, soll es sich angeblich von Atom zu Atom des Granits in Kettenreaktion fortpflanzen.

Ausgerechnet Granitkavernen hat die Atomlobby in letzter Zeit im Kampf gegen Atomkraftgegner ins Gespräch für Endlager des Atommülls gebracht. Gegen Granit galten Salzlager wegen ihres gewissen Rest-Wasseranteils als sicherer. Doch dies war ein Aberglauben. Bundeskanzlerin Merkel hat somit mit ihrer ursprünglichen verbiesterten Haltung als Umweltministerin in Sachen Asse beweisen können, dass Salzlager keine Lösung sind und dass bornierte Standpunkte, wie der ihre als Umweltministerin, nur zu Katastrophen führen.

Ich frage hiermit, warum es kein Atomgegner bisher gewagt hat, die Betreiber des Endlagers Asse II und Frau Angela Merkel auf Schadenersatz zu verklagen. Vielleicht liegt es daran, dass die Frage der Haftung extrem schwierig geworden ist. Immerhin wurde Asse II schon 1965 im Auftrag des Bundes von einer „Forschungseinrichtung“ unterhalten. Und damit bleibt ein großer Teil der Last an Ludwig Erhard (CDU) hängen, der sich als „Vater des Wirtschaftswunders“ 1965 zum Bundeskanzler wählen ließ.

Interessant und sicherlich aufschlussreich für die Mauscheleien der Atomlobby ist, dass die Betreiber von Asse II mehrfach den Namen wechselten und doch die selben blieben, eigentlich typisch für kriminelle Vereinigungen: Anfänglich war es die Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF), zuletzt als Helmholtz Zentrum München (HMGU), die unter diesen Namen firmierte. Und ausgerechnet diese letzte Firmierung geriet in den Verruf, denn bisher wurde die Asse nur nach dem Bergrecht betrieben, was keinerlei Bezugspunkte zur Radioaktivität von Atommüll implizierte. Nun aber, nach 43 Jahren seit seiner Aktivierung als Atommülllager, soll es nach dem Atomrecht betrieben werden, dass schon 1960 beschlossen wurde.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, weshalb wir in Deutschland und überhaupt in Europa Gesetze brauchen, die uns vor der Willkür der Lobbyisten schützt. Und fette, sündhaft teure Grabsteine schmücken inzwischen die Gräber der ursprünglichen Verantwortlichen für den Asse-II-Terror der Asse-II-Gründerzeit.





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