Archiv für Oktober 2008

Mahne deinen Provider ab, wenn er dir keine Rechnung schickt

Wenn Fari Sär in Polen übers Internet und über E-Mails kommuniziert, bedient er sich der Dienste des polnischen Kabelanbieters „Vectra“, der ihm Telefon und TV ermöglicht. Vor einem Jahr machte er die Erfahrung, dass plötzlich nichts mehr ging. Bei seinen Recherchen stieß er auf eine eigenwillige Vertragsklausel seines Providers.

Fari Sär - Ich saß in der Woche vor Ostern nichts ahnend vergnügt am PC. Ich machte fünf Minuten Pause und – nichts ging mehr. Einzig TV war noch ungestört. Alle sonst wirksamen Tricks mit Modem abkoppeln und wieder anfahren brachten nichts. Da auch das Telefon übers Modem geschaltet ist, war das auch „tot“, das heißt, eigentlich noch „scheinaktiv“. Es gab nur bei jedem Anrufversuch nach außen auf Polnisch den Hinweis, dass die angewählte Nummer nicht erreichbar sei. Der PC funktionierte zwar autonom. Nur jeder Zugriffsversuch auf’s Internet wurde mit einer leeren Seite und dem Hinweis quittiert, dass das Internet nicht bereit stünde.

Nach und nach geriet das Modem in Verdacht, defekt zu sein. Schließlich wurde uns die Sache zu obskur und wir riefen den lokalen Störungsdienst des Kabelanbieters an. Die Männer kamen einen Tag später, checkten alles sorgfältig durch, stellten das Modem als absolut intakt fest und gingen ohne weiteren Kommentar.

Es wurde Ostern und wir mussten uns bescheiden. Eine in unseren Vertragsunterlagen angegebene Servicerufnummer der Vectra-Zentrale in Gdingen stellte sich nach längerem Disput mit der Kontaktperson am anderen Ende der Leitung als bloßes Callcenter ohne Kompetenz heraus. Folglich begaben wir uns ersatzweise zum lokalen Vectra-Servicepoint und trugen dort unser Leid vor. Die freundlich forsche Mitarbeiterin dort kontaktierte die Zentrale, da wo kein Normalkunde hinkommt, und erfuhr dies:

Im Kleingedruckten des Kabelvertrages steht die Anordnung, dass der Kunde die Firma Vectra mündlich oder schriftlich zu informieren hat, wenn diese es versäumt eine periodische, monatliche Rechnung zu stellen. Sofern der Kunde diese Verpflichtung versäumt, wird ihm ohne Vorwarnung oder vorherige Information der Kabelanschluss gesperrt. Eine solche Vertragsregelung ist mir aus Deutschland bislang unbekannt.

Für das Wiederaufschalten verlangt Vectra dann denselben Betrag wie für die Erstinstallation, mit einem satten Aufschlag für zusätzliche Personal- und Verwaltungskosten. Die so erstellte Einzelrechnung mag qua summa nicht spektakulär sein, wenn auch für den Einzelkunden empfindlich. Hier macht es zweifellos die Masse gleicher Fälle. Denn wer liest schon wirklich „rechtzeitig“ das Kleinedruckte und behält es dann auch im Kopf. Wir jedenfalls Beides nicht und, wie wir vermuten mögen, unzählige andere ahnungslose Kunden auch (nicht).

Vetras Vorteil dabei ist, dass die diversen Kabelanbieter sich die Territorien untereinander sauber aufgeteilt haben (sofern sie nicht sowieso alle ein und dieselbe Suppe sind). Man kann deshalb nicht einfach den Kabelanbieter wechseln. Das jeweilige lokale Netz gehört immer nur einem Anbieter.

Wütend gemacht bei der Affäre hat uns, dass die Rechnung, um die es ging, fünf Monate zurück lag. Zu der Zeit hatten wir einen erweiterten Vertrag abgeschlossen und deshalb auf eine geänderte Erstrechnung gewartet. Das ist in der Vectra-Zentrale aber offenbar irgendwie untergegangen („worden“?). Die Wieder-Aufschaltrechnung lautete über Internet, Telefon und TV, was aber überhaupt nicht abgeschaltet gewesen war. Seit einem Jahr streiten wir mit Vectra um Reduzierung der Rechnung um den TV-Anteil. Vectra weigerte sich zunächst anzuerkennen, dass eine separate Abschaltung technisch überhaupt möglich sein sollte. Sie gingen davon aus, dass wir alle Dienste über Modem erhalten, wie dies wohl heute Standard ist. Schließlich knickte Vectra dann aber doch ein und reduzierte die Rechnung.

Das ganze Theater hat für mich eine wichtige Nebeninformation gebracht, die Vectra mit der ganzen Abstreiterei möglicherweise eigentlich verschleiert halten wollte: Wenn es Vectra möglich war unser Modem aus der Distanz gezielt vom Kabeldienst abzukoppeln, dann ist das technisch nur möglich, wenn unser Modem im Vectra-Kabelserver mit einer digitalen (IP-) Adresse angemeldet, registriert und gespeichert ist. Diese Adresse wird beständig mitgesendet und abgefragt, wenn das Modem auf’s Kabel aufgeschaltet ist. Nur über diese digitale Kodierung kann es möglich sein, das Modem aus der Distanz und übers Kabel „tot“ zu setzen. Nun frage ich mich natürlich, was Vectra, oder wer auch immer „dahinter“, umgekehrt alles mit solchen Methoden digital aus unserem PC saugt.

Fragen Sie doch mal, wie die Telekom das macht … und was …

Duftbomben aus Israel

Vor einigen Jahren machten Floristen über ihren Fachverband auf drastisch zunehmende Erkrankungen ihrer Mitglieder aufmerksam und warnten in diesem Zusammenhang vor importierte Blumen, wozu besonders Rosen zählten. Die nämlich hätten es in sich: Pestizide und künstliche Duftstoffe nämlich.

Harald Haack – Alle Jahre wieder zur Winterszeit werden Rosen importiert. Sie kommen vornehmlich aus Brasilien und Israel, wo sie unter großen Einsatz von Pestiziden produziert werden. Nebenwirkung der Pestizide: Die Blumen verlieren ihren Duft. Dies machte eine Beduftung mit Parfüms notwendig. Floristen und Verbraucher reagierten auf diese Blumen mit Allergien und Fremdstoffmetabolismusstörungen. Dies hinderte die Produzenten in jenen Ländern jedoch nicht daran ihre Produktionsweise zu ändern.

Schimmer noch: Israelische Wissenschaftler wollen nun eine Methode entwickelt haben, um den Duft von Blumen „genetisch zu verstärken“. Nicht nur Blumen könnten mit stärkerem Geruch, sondern auch mit „neuen Duftrichtungen“ gezüchtet werden. Dies behauptete gestern der Leiter der Forschungsgruppe von der Hebrew University, Alexander Vainstain.

Hat die Welt darauf gewartet? Rosen mit Schokoladenduft? Nelken mit einem intensiven Duft, der an frische Kuhmilch erinnert?

Wie es heißt, sei es den Forschern gelungen, den Duft von Blumen um das Zehnfache zu verstärken. Die genmanipulierten Pflanzen sollen ihre Dünste sogar Tag und Nacht verbreiten.

Welch Terror! Blumenduft zeichnete sich bisher durch das Wenige aus. Nun wird es brutal und vulgär.

Die israelischen Blumenvermurkser wollen ihre neu entdeckte Methode auch in anderen Bereich angewendet sehen: So sollen künftig Obst und Gemüse besonders schmackhaft erzeugt werden. Die Ausdünstungen von Pflanzen sei dabei ein grundlegender Faktor für ihren Geschmack, erklärte der israelische Forscher Vainstain. Ob sich Verbraucher an die übersteigerten Düfte des unnatürlichen Grünzeugs gewöhnen und ob die Stinke-Produkte künftig dazu dienen könnten, neu entwickelte Kampfgase unbemerkt in ein feindliches Land zu schmuggeln und dort zu verbreiten, verriet er nicht.

Von den meisten der berüchtigten Kampfgase der beiden Weltkriege ist bekannt, dass deren Dünste als fruchtig empfunden werden. Wer allerdings zu dieser Erkenntnis nach dem Einatmen solcher Gase gekommen ist, für den soll es bereits zu spät sein.

Wie schön, denn so bleibt ihm ein langer Leidensweg erspart. Leiden, erzeugt mit Pestiziden. Die Blumen, das Obst und das Gemüse der Zukunft wird, da es durch Genmanipulation künftig zehn Mal heftiger duftet, dann noch rücksichtsloser mit Pestiziden behandelt werden, um Insekten von den Blumen fernzuhalten. Das bunte, heftigst duftende Grünzeugs wurde, so argwöhne ich, nur deshalb manipuliert. Und Lösemittel, die nach Rosen duften, hatten bei Blumen offensichtlich den selben Effekt wie bei Mensch und Tier: Sie machten sie kaputt. Diese Chemie aber kann nun eingespart werden. Das ist, wie ich meine, wenig tröstlich, denn: Haben Sie sich schon einmal gefragt, was bei den Rosen so duftet?

Nun, es ist ein Stoff, den Botaniker als „Apfelesther“ bezeichnen und als eines der heftigsten Allergene erkannt haben. Wenn also beispielsweise Rosen künftig zehn Mal intensiver duften, weil ihre Gene das so regeln, so wird dieser Duft künftig noch mehr Menschen zu Allergikern machen und es wird zu wesentlich mehr Herz- und Kreisverlaufversagen kommen. Das ist doch umwerfend.

T-Mobil-Mitarbeiterin erhielt Rechnung über 18.000 Euro

Möglicherweise zählt die Behauptung einer Kundendienst-Mitarbeiterin der Telekom-Tochter T-Mobile, sie habe selbst eine falsche Handy-Rechnung von Ihrem Arbeitgeber erhalten, mit einem Betrag von rund 18.000 Euro, zum neuen Kundendienstkonzept. Psychologie nach dem Identifikationprinzip „Auch wir sind Opfer“ statt blasierter Arroganz, wie bisher.

Harald Haack – Wegen der von der Telekom angebotenen kostenlosen Rufnummernänderung habe ich heute beim Support von T-Mobil angerufen.

Zunächst erbat ich die Auskunft über das in diesem Monat aufgelaufene Datenvolumen meiner zweiten Sim-Karte, die in einem GPS-Tracker steckt, und der wiederum in meinem PKW.

Von dem Gerät werden ausschließlich Datenpakete mit Angaben über Position, Zeit und Geschwindigkeit an eine festgelegte Adresse gesendet, wo sie erfasst und gespeichert werden. Sollte ich versehentlich irgendwo die zulässige Geschwindigkeit übertreten haben, so habe ich hiermit die Möglichkeit dies nachträglich zu überprüfen und könnte gegebenenfalls den Gegenbeweis liefern, falls meine Geschwindigkeit im Rahmen des Erlaubten war.

Der GPS-Tracker ermöglicht es, den von mir ausgewählten Vertrauenspersonen mein Fahrzeug zu orten – entweder dann, wenn es gestohlen wurde oder falls mir etwas zugestoßen sein sollte oder einfach nur, um festzustellen, wo ich gerade stecke. Der Zugriff auf die Daten bleibt den Staatsorganen wie Polizei und Verfassungsschutz ohne meine ausdrückliche Zustimmung allerdings verwehrt.

Und wenn ich inkognito bleiben will, so brauche ich das Gerät nur auszuschalten. Da das Gerät im Fahrzeug an einer schwer zugänglichen Stelle eingebaut wurde, ist es für einen Dieb fast unmöglich es zu finden und auszuschalten. Da es über eine eigene Stromquelle verfügt, nützt es nichts die Autobatterie abzutrennen. Bevor der Dieb den Tracker gefunden hat, habe ich ihn schon geortet und die Polizei zu ihm geführt. Bei neueren Geräten funktioniert der Diebstahlsalarm auch via Handy.

Doch was nützt mir diese Sicherheit, wenn bei der T-Mobil Kriminelle Zugang zu dem Account haben?

Als ich der Kundendienstmitarbeiterin vom Ärger zweier T-Mobil-Kunden erzählte, die ebenfalls einen solchen GPS-Tracker in ihrem Fahrzeug eingebaut haben und deren vertraglich festgelegtes Datenvolumen der Sim-Karte, 30 MB, weit und nicht nachvollziehbar überschritten wurde, teilte sie mir mit, auch sie habe einmal plötzlich eine Rechnung erhalten, die durchs Hacken Ihres Handy-Accounts zustande gekommen war. Bei modernen Handys mit Internet-Funktion sei dies möglich; bei älteren, nicht Internet-fähigen Geräten jedoch nicht.

Wenn ich sie richtig verstanden habe, sind die Hersteller der Handys an allem Schuld und die Telekom bzw. T-Mobil ist völlig unschuldig. Aber wieso ist die Telekom dann nicht in der Lage auf ihrer Seite den Daten-Missbrauch zu verhindern?

Der BDK – nicht „Bund Deutscher Karneval“, sondern: „Bund Deutscher Kriminalbeamter“ – hält den Telekomchef für die unglaubliche Datenschutzskandale für verantwortlich. Abhilfe liefere nur der Rücktritt des Telekomchefs, dies sei die einzige Konsequenz.

Bei der Telekom wurden „innerhalb kürzester Zeit der Missbrauch von Kundendaten und eine unsichere Speicherung von Kundendaten bekannt und eine, die einen Datenklau in einem unglaublichen millionenfachem Umfang möglich werden ließ“, heißt es in einer Polizeipressemeldung von ots.

„Wenn ein ähnlicher Datenklau bei der Polizei stattgefunden hätte, stände der Sessel des zuständigen Innenministers wahrscheinlich schon am selben Tag zur Neubesetzung zur Verfügung“, ist sich der stellvertretende BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen sicher.

Nun gut, er hat dabei wohl nicht an den Bundesinnenminister Schäuble gedacht, der trotz aller öffentlichen Kritik vehement sein Ding durchzieht und den Datenschutz unter dem Mantel „Sicherheit“ für Bürger aushöhlt und untergräbt, wie ich meine. Wie oft er schon seinen „Bundestrojaner“ hat verbreiteten lassen, um nach möglichen Straftaten zu suchen, darüber gibt es (noch) keine zuverlässige Information.

Der stellvertretende BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen fordert: „Das Unternehmen Telekom, das über zig Millionen personenbezogener Kundendaten verfügt, muss von einem Vorstandsvorsitzenden geführt werden, der ein anderes Verständnis von Datenschutz hat“. Er verlangt eine personelle Neubesetzung an der Konzernspitze der Telekom.

Eigenartigerweise scheut er sich nicht gegen Schäuble zu „giften“: Es sei schon merkwürdig, dass dieser millionenfache Datenklau, der immerhin schon im Jahr 2006 stattgefunden haben soll, nicht schon beim damaligen „Datenschutzgipfel“ im Sommer dieses Jahres beim Bundesinnenminister öffentliches Thema gewesen ist. Die damaligen Ergebnisse, die auch vom Bundes-Datenschützer als Fortschritt bezeichnet wurden, reichen bei weitem nicht aus. Es könne nicht das betroffene Wirtschaftsunternehmen beauftragt werden, seinen Datenschutz innerhalb des Konzerns selbst zu verbessern. Hier müsse außerhalb des Konzerns die Zweckbindung und der sichere, gesetzmäßige Umgang mit den personenbezogenen Kundendaten überprüft werden, behauptet der stellvertretende BDK-Vorsitzende Bernd Carstensen und schlägt erneut den Einsatz von „Datenfahndern“ in der Privatwirtschaft vor.

Oops! Eine Unterstützung für Schäubles „Bundestrojaner“?

Sollen wir alle unsere Daten dem Großen Bruder Wolfgang anvertrauen, damit er uns vor den Kriminellen bei der Telekom und anderswo schützt?

Mich erinnert diese Forderung sehr an Erich Mielkes Intension, die ihm den Aufbau des „Ministeriums für Staatssicherheit“ (Stasi) ermöglichte und damit auch der Willkür vornehmlich sadistisch veranlagter Büttel, der „Genossen Oberstleutnant“.

Zum Thema:

Tatort Telekom
“Berlin: Bundeswehr schießt mit 191 Terroristen besetztes Passagierflugzeug ab”

Hamburg: Ankündigung der schwarz-grünen Apokalypse

Zwischen angekündigten und befürchteten Klagen wird es eng für Hamburgs schwarz-grüne „Kanalisation“. Laut der Hamburger Morgenpost, kämpfen derzeit „Grüne gegen Grüne, Partei gegen Regierung“.

Harald Haack – Die Grüne Jugend unterstütze eine Klage gegen Senatorin Anja Hajduk (GAL), schreibt Christian Burmeister heute für die Hamburger Morgenpost. Die Jugendorganisation habe dies auf einer Tagung in Berlin beschlossen.

Ob der Erste Bürgermeister der Hansestadt, Ole von Beust, dem Ende seiner von Skandalen belasteten Regierungs- und Amtszeit damit entgegen sehen muss, sei gegenwärtig (angeblich) kein Thema innerhalb seiner Partei, der CDU, wie mir gestern Abend ein Hamburger Bezirkspolitiker, Mitglied der CDU, weiszumachen versuchte. Allerdings habe der Bürgermeister den „Schlamassel“ mit dem Energieversorger Vattenfall und dessen im Bau befindlichen Kohlekraftwerk Moorburg zu verantworten, wie er glaube. Doch er wollte nicht in einem Artikel zusammen mit den Grünen genannt werden. Aber es müsse doch weiter gehen in Hamburg, sagte er. Und: Warum sollte man denn jetzt alles wieder über den Haufen werfen? Die CDU könne jetzt regieren. Das sei doch das Wichtigste.

Tja, läuft denn alles wirklich wie geschmiert? Hamburgs CDU regiert und die Grünen als hohle Beisitzer nicken alles wie dumm ab?

Bei den Grünen forderte das „Frischgrün“, der politische Nachwuchs der Partei, das Ende der schwarz-grünen Koalisation. Die Jungen sehen Verrat: „Mit Elbvertiefung und Moorburg wurden zwei zentrale Wahlversprechen nicht gehalten“, verbreiteten sie in einer Stellungnahme. Sie sehen deshalb „keine ausreichende Basis für den Fortbestand der schwarz-grünen Koalition“.

Am kommenden Donnerstag, wenn die „GALier“ – wie sich die Grünen in Anlehnung an die Comic-Helden „Asterix und Obelix“ gerne bezeichnen lassen – auf ihrer Mitgliederversammlung über ihre Zukunft in Hamburgs schwarz-grünen Koalisation entscheiden, werden wir mehr wissen.

Übrigens: Von den Comic-Helden ist bekannt, dass sie nur mittels eines Zaubertranks die Römer besiegen konnten. Folglich müssten die Grünen künftig mittels Drogen benebelt sein, wenn sie am Donnerstag nicht die Konsequenz aus ihrem Desaster ziehen und den Koalisationsbruch erklären.

„Berlin: Bundeswehr schießt mit 191 Terroristen besetztes Passagierflugzeug ab“

„Seit der alles entscheidenden Grundgesetzänderung darf die Bundeswehr Flugzeuge abschießen, das mit Terroristen besetzt ist. Und dazu kam es nun: Die brennenden Trümmer der abgeschossenen Maschine stürzten auf eine Schule in Neukölln, in der sich rund 250 Schüler aufhielten, allesamt Terroristen, wie die Bundesanwaltschaft behauptet.“

Carl Landow – Heute noch eine Zukunftsvision, doch sie könnte schon morgen zur Realität werden. Die große Koalisation hat heute auf Drängeln von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) beschlossen, das Grundgesetz dahin gehend zu verändern, damit – was zuvor vom Bundesverfassungsgericht als völlig grundgesetzwidrig und als Verstoß gegen die Menschenwürde bezeichnet worden war – der Abschuss von Passagierflugzeugen, das von Terroristen besetzt ist, möglich sein soll.

Laut Ulla Jelpke (DIE LINKE) strebt der Innenminister seit langem eine Neudefinition des „Kriegsfalles“ an, um die Bundeswehr grundsätzlich im Inneren einsetzen zu können.

Damit könnte praktisch jeder unbescholtene Bürger in Deutschland zum Terroristen erklärt werden. Das Demonstrationsrecht wird, wie schon der gesetzeswidrige Einsatz der Bundeswehr in Heiligendamm gezeigt hat, nicht nur eingeschränkt, sondern zur Farce werden, wenn Demonstranten, wie in Hamburg und Berlin am 9. Mai 2007 seitens dem damaligen Innensenator Nagel und der Bundesanwaltschaft bei G8-Gegnern versucht wurde, auf Gutdünken hin zu Terroristen gemacht werden. Dies käme nun einer Abschaffung des Demonstrationsrechts gleich.

Debattiert wird noch über die Strafbarkeit des Besuchs von sogenannten „Terrorcamps“. Die CDU/CSU übt hierbei Druck auf Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) aus. Die Frage für kritische Bürger stellte sich allerdings schon seit längerem, ob sie Schäubles Bundesinnenministerium als „Terrorcamp“ verstehen sollten.

„Niemand will eine Mauer errichten“, hatte einst der Politverbrecher Ulbricht behauptet. Es kam die Mauer, die Deutschland teilte, und der Schussbefehl auf Deutsche. Und Wolfgang Schäuble, als „Dr. Seltsam“ von linken Kritikern verspottet, geht es um die Sicherheit.

Wessen Sicherheit eigentlich?

„Einigkeit, Recht und Freiheit“, so der Text der deutschen Nationalhymne. Was davon gibt es Deutschland, in dieser Republik, noch?

Zum Thema:


Hamburger Staatsanwaltschaft stellte
Verfahren gegen G8-Gegner ein




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