Türkischer Baby-Killer stammt mutmaßlich aus China

In einem türkischen Krankenhaus der westtürkischen Stadt Izmir starben aus bislang unbekannten Gründen 13 Frühgeborene. Der Sprecher eines Ärzteteams, das mit der Untersuchung beauftragt ist, vermutetet bakteriell verseuchte Nährstoff-Infusionen, die den Neugeborenen verabreicht worden seien, als Todesursache. Der Beweis dafür fehlt allerdings noch. Inzwischen aber gibt es eine etwas andere, inoffizielle Version seitens gut informierter Klinikkreise.

Gila Akkers – Bei ersten Analysen von Blutproben seien in mindestens fünf Fällen Infektionen festgestellt worden, wurde von dem Mediziner bekannt gegeben. Er vermute daher, dass bakteriell verseuchte Nährstoff-Infusion schuld an dem Tod der Neugeborenen sei.

Aus gut informierten Kreisen der Klinik sickerte durch, dass die verwendeten Infusionsmaterialien aus der Volksrepublik China stammen. Die Infusionssets seien weder steril verpackt gewesen, noch habe es Hinweise zur Sterilisation gegeben. Als Hersteller wurde der chinesische Hersteller Medtrue Protective Products Co, Ltd., Nanjing, genannt. Unbekannt blieb, ob und wie die Infusionssets von der Klinik sterilisiert wurden.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass zahlreiche Babys in einer türkischen Klinik starben. Insgesamt soll es seit Anfang Juli 2008 fast 60 Todesfälle bei Neugeborenen gegeben haben.

Wie die Hannoversche Allgemeine vor einem Monat schreibt, sei die Klinik als „Haus des Todes“ in der türkischen Öffentlichkeit inzwischen bekannt: „Mehr als 26 000 Babys kamen in der Großklinik im vergangenen Jahr zur Welt, mehr als 4 000 davon mussten auf der Neugeborenenstation behandelt werden. Doch während 2007 insgesamt 180 Babys starben, seien es im Juli fast 50 gewesen, sagt die Gesundheitsgewerkschaft SES.“

Die Klinikleitung habe behauptet, das sei normal, schimpfte Ibrahim Kara, Chef der SES-Vertretung in Ankara. Überfüllung und Geldgier stecken nach Überzeugung der Gewerkschaft hinter dem Tod der Kinder. Und so sollte sich niemand darüber wundern, wenn unsichere Infusionsmaterialien in China billigst eingekauft werden.





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