Schweden: 17 neue, gewalttätige und kopflose Nazi-Gruppen

Wie die schwedische antirassistische Expo-Stiftung jetzt bekannt gab, habe eine Umfrage ergeben, dass sich in den letzten beiden Jahren insgesamt 17 neue lokale Nazi-Gruppen gebildet hätten – zusätzlich zu den mehr als 30 bislang bekannten Nazi-Vereinigungen. Es gebe sie in allen schwedischen Provinzen mit Konzentration auf Mittel- und Südschweden, aber mit Ausnahme der Insel Gotland sowie Jämtland-Land.

Gila Akkers – Auffällig sei bei den neuen Gruppen, dass sie offensichtlich führerlos durch spontane gewalttätige Aktion in ihrer unmittelbaren Umgebung auffielen, obwohl sie häufig im Netzwerk der etablierten Nazi-Organisationen wie „Info-14“ und den nordischen Nazi-Verbänden eingebunden sind. Die Rekrutierung der Mitglieder geschehe in den Schulen. Der schwedische Verfassungsschutz, die Sicherheitspolizei, bestätigte die Zunahme der Nazi-Gruppen, konzentriere sich jedoch auf eine kleine Anzahl der hitzigen Jung-Nazis.

Ahn-Za Hagström, ein Analytiker der Sicherheitspolizei, sagte dem Expos-Magazin, man interessiere sich vornehmlich für die kriminellen Auswüchse der neuen Nazi-Gruppen, „und wir reden nur von einer Handvoll Gruppen“.

Die derzeit etablierten Nazi-Organisationen Schwedens sind: „Info-14“, „Der Nordische Verband“ (Nordiska förbundet), die „Front National“ (Nationalsocialistisk front) und der „Schwedische Widerstand“ (Svenska motståndsrörelsen). Der Konkurrenzkampf dieser Gruppen untereinander soll in den vergangenen Jahren eine erodierende Wirkung gehabt und zu Fragmentierungen geführt haben.

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