Archiv für August 2008

Razzien in Türkei und Marokko nach Explosion in türkischer Munitionsfabrik?

Im Zentrum der Türkei bei Kirikkale, 77 Kilometer östlich der Hauptstadt Ankara, sollen laut CNN-Turk bei einer Explosion in einer Munitionsfabrik zwei Menschen ums Leben gekommen sein; weitere sechs wurden verletzt. Ob die Razzien in der Türkei und in Marokko nach Mitgliedern von Al-Kaida damit in Zusammenhang stehen, wurde bislang nicht bekannt. Auch in Deutschland soll es heute solche Razzien gegeben haben, wie aus nicht offizieller Quelle zu hören war.

J.J. Maryse – Die Explosion in der türkischen Munitionsfabrik löste einen Brand aus. Rettungsdienste berichteten CNN, man vermisse noch zahlreiche Menschen. Zeugen berichteten von zwei Detonationen in der Fabrik. Sie seien so gewaltig gewesen, dass sie noch in den umliegenden Gemeinden zu hören war und Panik unter den Menschen auslösten, die sich in der Nähe aufhielten. Die Fensterscheiben umliegender Wohnungen zersplitterten. Dramatische Szene sollen sich abgespielt haben.

Bei einem so genannten „Anti-Terror-Einsatz“ will die türkische Polizei 21 mutmaßliche Mitglieder von Al-Kaida verhaftet haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu, habe es die Razzien mit anschließenden Festnahmen in Istanbul gegeben. Den Festgenommenen wird vorgeworfen Anschläge innerhalb des Terrornetzwerkes Al-Kaida vorbereitet zu haben. Dafür seien sie in Afghanistan ausgebildet worden.

In Marokko sollen nationale „Sicherheitskräfte“ nach eigenen Angaben 15 mutmaßliche Terroristen festgenommen und damit ein „gefährliches Terroristen-Netzwerk“ zerschlagen haben. Die Nachrichtenagentur Map teilte mit, das in mehreren Städten des Landes aktive Netzwerk namens „Fath el Andalus“ habe Anschläge in Marokko geplant und „operationelle Verbindungen“ mit „ausländischen Extremisten“, die von El Kaida abhingen, unterhalten. Die Verhafteten hätten laut Polizei Chemikalien und Elektronikteile besessen und begonnen haben daraus Sprengsätze zu bauen.

Wissenschaftliche Sensation: „Seeungeheuer“ in schwedischem See entdeckt

Der Gewerbeverein der schwedischen Gemeinde Svenstaviks hat offensichtlich eine gute Möglichkeit gefunden den Fremdenverkehr anzukurbeln: Ein legendäres Seeungeheuer. Seit nunmehr 300 Jahren soll es dort Aufzeichnungen über Sichtungen dieses „Monsters“ geben. Doch klingt dies nicht nach einem billigen Saure-Gurken-Zeit-Abklatsch von „Nessie“, dem Ungeheuer von Loch Ness?

Harald Haack – Im dem sehr tiefen und kalten See namens „Loch Ness“ geisterte es ebenfalls durch die Jahrhunderte, wenn man den alten Sagen glaubt, die wohl größtenteils im 20. Jahrhundert zusammen gereimt wurden. Immer wieder soll es Sichtungen gegeben haben, doch niemand konnte als Beweise für die Existenz eines urzeitlichen Wesens, wie einigen Wissenschaftler mutmaßten, wirklich gute Fotos vorlegen. Alles was man dort im Wasser sah, beflügelte mehr durch Verschwommenheit die Fantasie, in die sich viel Wunschdenken mischte, als eine scharfe realistische Abbildung hätte überzeugen können. Groß angelegte Expeditionen brachten bislang nur ein wirklich klares Ergebnis: Im Loch Ness ist es kalt, dunkel und leer.

In Schweden jedoch gelang es nun einen eigenartigen Fisch mittels einer Überwachungskamera unter Wasser zu filmen. Man sei sich sicher, dass es weder ein Hecht noch ein Barsch ist, sagte Gunnar Nilsson, der Vorsitzender des Gewerbevereins der Gemeinde Svenstaviks. Der Fisch ähnelt zwar einem Stör, doch die Flossen sowie die mit weißen Flecken überzogene Haut verweisen auf eine andere Gattung. Überdies fehlen die für einen Stör typischen, knorrigen Flankengrade. Allerdings erinnert das lange Maul wieder an einen Hecht oder Stör. Ein Mischwesen also? Oder vielleicht doch nur ein Hecht, dem, um den Fremdenverkehr in der Gegend anzukurbeln, geleugnet wird, ein Hecht zu sein?

Wer sich das schwarzweiße Video ansieht, wird feststellen, dass durch die Linsenverzerrung des Objektivs der unter Wasser stationierten Kamera das Maul des Fisches lang gezogen wirkt und sehr wahrscheinlich kürzer ist. Und mit dieser kürzeren Schnauze könnte es sich bei diesem „Ungeheuer“ um ein Urzeitwesen handeln, um eine Süßwasser-Version eines Quastenflossers, wenn es die typischen, großen Schuppen bei dem unheimlichen Fisch gebe, der interessiert die Unterwasserkamera beäugt.

Etwa 70 Arten und 28 Gattungen sind der Wissenschaft inzwischen bekannt, von denen die meisten vom mitteleren Devon vor 400 Millionen Jahren bis zur mitteleren Kreidezeit lebten. Überliefert wurden sie als Fossil. Sie galten längst als ausgestorben, als eine Art der Quastenflosser 1938 im Indischen Ozean entdeckt wurde und für eine Sensation sorgte. 1997 wurden vor Sulawesi Exemplare einer weiteren Art gefunden. Vielleicht markiert dieses Jahr einen weiteren Meilenstein in der Erforschung dieser so genannten Latimeria, denn alle bisher entdeckten Exemplare lebten im Meer und nicht in einem schwedischen Binnensee. Es wäre doch ein Gewinn für den Fremdenverkehr! Und: Muss doch nicht gleich jeder wissen, dass der Fisch ein Hecht ist. In Schweden nimmt man das wohl nicht so genau.

Da immer wieder Sichtungen am See gemacht wurden, hatten die Schweden in Zusammenarbeit mit der Provinz Jämtland im Juni sechs Kameras eingerichtet, darunter zwei Unterwasserkameras. Die Geschichte ist also echt und kein Touristen-Ulk, eine findige PR-Story für eine vergessene Region. Eigenartig ist jedoch die Sichtung eines weiteren Wesens, das an eine aalartige Qualle erinnert. Vielleicht handelt es sich um den Leich des mutmaßlichen „Süßwasser-Quastenflosser“, der sich als Hecht ganz wohl in dem Gewässer fühlt, wie es scheint. Oder sind Hecht mit den Quastenflossern verwandt? Die Ähnlichkeit jedenfalls ist nicht zu leugnen.

Umfassende Information, alles nur in schwedischer Sprache, und die Videos zeigt die WebSeite Storsjöodjuret.

Der Besuch lohnt sich auch ohne Schwedisch-Kenntnisse. X-Files auf Schwedisch! Wer will, kann sich immerhin des Google-Translators bedienen, der seit kurzem auch Schwedisch-Deutsch beherrscht. Und rätseln Sie mit: Was ist dieser Fisch in dem Schwarzweiß-Video der schwedischen Unterwasserkamera, die ihn angeblich automatisch aufzeichnete und mit seinen Bewegungen sofort „Monster-Alarm“ auslöste? Hecht oder Quastenflossers? Oder eine simple PR-Ente?

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Fehler im schwedischen Back-Rezept verursacht schwere Vergiftungen

Dies vor weg: Nachahmung ist strafbar. Der Giftnachweis totsicher. Es gibt weitaus klügere Methoden einen Mord zu begehen; als Hit gilt immer noch die Reise mit einem Kreuzfahrtschiff, um einen Menschen unwiderruflich und spurenlos zu eleminieren. Doch selbst da könnten gewiefte Kriminalisten Ihnen auf die Schliche kommen. Den perfekten Mord gibt es (angeblich) nicht, weil der Täter immer eine Dummheit begehen wird. Somit stellt dieser Artikel auch keine Anleitung zu einer Straftat dar, sondern soll lediglich auf Gefahren aufmerksam machen und davor warnen, Opfer einer Vergiftung zu werden.

Gila Akkers – Die schwedische Zeitschrift „Matmagasinet“ sah sich jetzt veranlasst Tausende Exemplare ihrer Septemberausgabe zurück zu rufen, weil ein folgenschwerer Rezeptfehler darin enthalten ist.

Wie Ulla Cocke, die Chefredakteurin unter der roten Überschrift: „Viktig information!“ auf der WebSeite des Verlags mitteilt, enthalte die Backanleitung für einen Apfelkuchen falsche Mengenangaben. Statt zwei Prisen Muskatnuss waren irrtümlich 20 ganze Muskatnüsse genannt worden. In einer solch hohen Dosis wirkt Muskat nicht nur giftig, sondern verursacht heftige Rauschzustände.


Weniger ist oft mehr und bewahrt vor Unwohlsein oder Vergiftungssymptomen: Muskatnuss auf einer Reibe.
© Foto: Newsbattery.eu

Die in der Muskatnuss u.a. enthaltenen Phenylpropanoide wie Myristicin, Safrol und Elemicin wirken als Halluzinogene, weil ihre Stoffwechselprodukte ähnliche Strukturen besitzen wie Meskalin und Amphetamin. Sie verursachen also narkotisierende Zustände mit mehr oder minder ausgeprägten Veränderungen der visuellen, akustischen oder haptischen Wahrnehmung. Besonders Veränderungen die haptische Wahrnehmung können von einfacher geistiger Verwirrung bis hin zu Wahnvorstellungen führen, mit tief greifenden Gedächtnisverlust und grobe Desorientiertheit. Das Erkennen von Personen, Raum und Zeit ist dann massiv gestört. Und es kann sogar zu Atemstillstand mit Todesfolge kommen.

Die Muskatnuss gilt wegen der berauschenden Wirkung nicht nur als Gewürz, sondern auch als Rauschmittel. Aber da hohen Mengen der Muskatnuss recht eklig sind, Brechreiz verursachen, hat sich die Muskatnuss als Droge nicht durchsetzen können. Es soll sogar Menschen geben, bei denen der Metabolismus von Myristcin keinen Rausch auslöst. Diese Personen leiden dann lediglich unter starken Nebenwirkungen, aber da Myristcin ein MAO-Hemmer ist, kann es bei den Betreffenden nicht nur zu schweren Vergiftungserscheinungen sondern auch zu Herz-Kreislaufproblemen, möglicherweise mit Todesfolge, kommen.

Mehr als 4 Gramm Muskatnuss gelten als „ungesund“. Erste Symptome einer Vergiftung können Kopfschmerzen, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen sein. Für Kleinkinder ist diese Menge jedoch schon absolut zu viel, wirkt lebensgefährlich. Größere Mengen, 20 Gramm und mehr, im schwedischen Backrezept wurden 20 ganze Muskatnüsse angegeben, werden zweifellos zu schweren Delirien führen. Die Betroffenen werden darunter mehrere Tage leiden – wenn sie nicht sterben. Wer diese schweren Tage überlebt, kann mit einer Lebervergrößerung und möglicher Bildung von Lebertumoren rechnen.

Auch als Gewürz hat Muskat eine intensive Wirkung auf die Geschmacksnerven. Deshalb ist in Rezepten, und niemanden sollte das nun noch erstaunen, die Rede von nur „einer Brise“. Die angegebenen 20 Muskatnüsse dürften somit vergleichbar mit einer Apokalypse sein.

Mit Osama Bin Laden reden oder die Medien maßregeln.

Will sich die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey nur das auf den „Terrorfürsten“ ausgesetzte Kopfgeld verdienen? Oder ist sie wirklich so naiv, dass sie glaubt, Osama Bin Laden ließe sich mit ihr ein? Jedenfalls warfen ihr gestern Schweizer Medien vor, sie breche mit ihrem Wunsch „ein diplomatisches Tabu“. Wo sie den alten Sack finden will, um mit ihm zu schwafeln, soll sie für sich behalten haben. Doch kaum war ihre mutmaßliche PR-Show, mit der sie sich in die Schlagzeilen gebeamt hatte, in den Schweizer Bergen verhalt, da dröhnt es von Norwegens Oslo zurück.

Marcel Franz-Paulé – Norwegen: Es gibt da das Klischee vom echten Nordmann, der stets beide Extreme in sich vereint, beispielsweise Heiß und Kalt, ähnlich wie die norwegische Fahne oder die hohen Berge und die tiefen Fjorde, und das zeigt sich bei den sympathischen Bewohnern des großartigen Landes häufig in eine Art Wankelmütigkeit: ein Ja das von einem Nein gefolgt wird, das also kein „Jein“ sein kann. Und dann gibt es da auch noch die angebliche Neidliebe der Norweger zu nahezu allem was die Schweiz zu bieten hat – ebenfalls ein Klischee, das nicht erst von Hitler-Fan Knut Hamsun verbreitet wurde.

Nein, er habe keinen Bock mit Osama Bin Laden zu talken, weder mit ihm noch mit einem anderen Kerl des Terror-Netzwerkes Al-Kaida, hat nun der stellvertretende Außenminister Norwegens, Raymond Johansen, laut der Zeitung „Aftenposten“ als Richtigstellung verbreiten lassen, weil er befürchtete falsch verstanden zu werden.

Am Mittwoch hatte Aftenposten noch berichtet, Norwegen sei zu einem Gespräch mit Osama Bin Laden bereit, es habe sich wie die Schweiz für solche Gespräche geöffnet. Dies bedeute jedoch nicht, so soll er gesagt haben, Norwegen werde nun weich im Kampf gegen den Terrorismus.

Am Donnerstag aber hakte er nach und erklärte, er habe am Mittwoch der Osler Zeitung „Dagsavisen“ lediglich unmissverständlich mitgeteilt: „Mache keinen Frieden mit Deinen Freuden aber mit Deinen Feinden.“ Gleichzeitig habe er behauptet, er habe „keine Illusion“ mit Bin Laden an den Verhandlungstisch zu kommen.

Tja, wie konnte man ihn in Norwegen nur so missverstehen?

Johansen und seine Beamten im Außenministerium schoben nun noch eiligst in ihrer Pressemitteilung nach, Johansens Bemerkungen bedeuteten nicht, Norwegen wolle einen Dialog mit Bin Laden oder Al-Kaida.

Auch das Schweizer Außenministerium verbreitete gleich eine „Richtigstellung“ der vorausgegangen Äußerungen von Außenministerin Micheline Calmy-Rey: Sie wolle keinen Dialog mit Osama Bin Laden. In ihrer Rede sei sie von der französischen Zeitung „Le Monde“ nicht korrekt zitiert worden. Sie habe lediglich „von einem Dialog als Instrument der Außenpolitik“ gesprochen. Ihr Einwurf zu einem Dialog mit Bin Laden sei eine rhetorische Frage gewesen und keine Möglichkeit oder ein Vorschlag, dies tun zu wollen.

Ach so! So einfach… Und wie konnte man sie in der dreisprachigen Schweiz nur so missverstehen?

IZVESTIA kontra DER SPIEGEL – Schelte über die „Amerikanisty“

Die in Berlin tätigen Korrespondenten der russischen Tageszeitung IZVESTIA, Natalia Antipova und Alexander Sobina, schreiben in der heutigen Ausgabe, DER SPIEGEL habe sich geweigert Fotos des Fotografen Paul Cassin, die das Leid in Tshinvala zeigen, zu veröffentlichen.

Harald Haack – Paul Cassin, der mit dem „SPIEGEL“ seit 1990 zusammenarbeiten soll, will bis jetzt keine Probleme mit der Redaktion gehabt haben, um dort seine Fotos zu veröffentlichen. In den letzten Wochen erhielten er und ein deutscher Kollege den Auftrag nach Süd-Ossetien zu reisen. Der Job war bald getan, doch in der aktuellen Ausgabe des „SPIEGELS“, für die die Bilder vorgesehen waren, fehlten sie.

Nun gehört dies zum Geschäft eines Foto-Reporters, dass dessen Fotos auch mal zugunsten anderer, aktueller Ereignisse nicht verwendet werden. Doch in diesem Fall befürchtet der Fotograf, dass seine Fotos einer einseitigen ideologischen Propaganda folgend zurück gehalten werden. Nach seiner persönlichen Meinung habe die Redaktion eine pro-amerikanische Haltung eingenommen. Dafür spreche, dass das Nachrichtenmagazin in den letzten drei Ausgaben den Krieg im Kaukasus zum Hauptthema hatte, und dass alle darin verwendeten Materialien recht ausladend das georgische Volk als furchtsame Märtyrer darstellten; die Situation sei dagegen in Süd-Ossetien nur knapp beleuchtet worden.

Für den Fotografen sei diese Redaktionspolitik kein Zufall. In diesem Jahr ist der bisherige Chefredakteur Stefan Aust abgesägt worden; er wurde, wie der Fotograf der Zeitung IZVESTIA sagte, ersetzt durch „Amerikanisty“.


IZVESTIA-WebSeite mit der Schelte über den SPIEGEL und einem Foto von Paul Cassin.

Das nachfolgende Foto aber wurde von Harald Haack vor einigen Wochen in Glückstadt fotografiert. In der Hand des Models Stefan eine Ausgabe der IZVESTIA.


Auf der letzten Seite der russischen Zeitung war damals wieder einmal ein Foto von Rasputin zu sehen. Deshalb und besonders weil das Layout der Zeitung für westliche Augen optisch so herrlich nichtssagend war, wurde sie für das Foto verwendet.




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