Sucht CDU-Wulff sucht die Nähe der Linken?

Henrik C. Sassen – Werden Lügen wahr, wenn man sie ständig wiederholt? Für den stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Christian Wulff scheint dies keine Frage mehr zu sein, wenn es darum geht seine politischen „Freunde“ aufs Terror-Podest zu heben.

Aber er scheint noch zu wissen: Wer in Deutschland auf politischer Ebene Vergleiche macht, hat, wie es Henryk M. Broder einmal treffend sagte, „die Arschkarte gezogen“.

Deshalb vergleicht er mutmaßlich nicht, er schimpft gleich durchs Prolo-Sprachrohr, in der „Bild am Sonntag“: „Die Linke flirtet weltweit mit Extremisten der PKK, der ETA, der Hamas, der Hisbollah!“ Aber was wäre ein solcher Satz, wenn er nicht gleich mit einer dunklen Portion Patriotismus unterstrichen wird: Er fürchte um Deutschland, soll er gesagt haben, weil er wisse, „wohin die Reise mit der Linkspartei“ ginge. Der Linkspartei warf er vor einen Batzen „Straftaten“ vor: Sie arbeite mit der Organisation „Rote Hilfe“ zusammen, die Straftäter aus dem linksextremistischen Bereich unterstütze. Außerdem habe die „Linke“ während der Fußball-Europameisterschaft zur Zerstörung von Deutschlandfahnen aufgerufen. Und schließlich soll sie, so Wulff weiter, vor wenigen Tagen Gästen einer Bundeswehr-Veranstaltung in Hannover aus Pappe gefertigte „abgetrennte“ Hände und Füße unter dem Motto „Soldaten sind Mörder“ ausgehändigt haben. Sollte letzteres strafbar sein? Ja? Dann hätte die provokante Satire zumindest bei Wulff ihr Ziel nicht verfehlt.





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