Archiv für Mai 2008

Musik-Industrie: Sinnentleertes Generve

Sean McMillan – Der Musikindustrie geht’s wahrlich schlecht. Waren es gegen Ende der 1960er Jahre noch gewachsene britische Bands wie die „Spooky Tooths“, deren strafrechtliche Eskapaden wegen Drogenkonsums damals Schlagzeilen machten, aber sich heutzutage im piefigen deutschen Wikipedia nicht mehr finden lassen, die durch die Lande tourten und richtig Kasse mit ihrem Mix aus Blue, Rock und Psychedelisch machten, und am Drogenkonsum laut britischer Medien dann zerbrachen – Knastaufenthalt inklusive – sind es heutzutage die Manager der Plattenlabel, die – durch vermeintliche Höhenflüge zumeist drogenabhängig geworden – ihre Label in den Abgrund steuern und nur noch Musik publizieren, die wohl nur noch jene ertragen können, die den selben Stoff wie sie konsumiert haben. Sie wurden mutmaßlich noch nicht von Polizei und Staatsanwälten durchsucht. Eine große Nachlässigkeit der ermittelnden Behörden! Aber welcher von der Musikindustrie abhängiger Musiker möchte da lauthals singen?

Es ist derzeit nur sinnentleertes Generve im Angebot, was als Musik verkauft werden soll. Nur wegen der Promotion und der aufputschenden Propaganda, gezielt auf unbedarfte Teenies ausgelegt, der menschenverachtenden NS-Ideologie nicht weit entfernt, unterstützt in Deutschland durch Privat-TV und abgesattelte Kottergäule, werden die Music-Tracks im Web illegal vertreiben und getauscht.

Kaum einem fällt ins Ohr, dass es absoluter Mist ist, der da als „Musik“ verkauft werden soll und angeblich wie blöd geklaut wird. Und es kommt eh nur das an der blasierten TV-Jury vorbei, was irgendwie den teutonischen „Mallorca-Sound“ modernistisch ausbrabbeln kann und wo die St.Pauli-Loddel-Schnauze eines bekannten deutschen Musikproduzenten nichts mehr dran zu mäkeln hat; der selbst als Kandidat in einer kompetenteren Jury kläglich versagen würde, wie ich meine.

Das Rezept für diesen Betrug seitens der Musikindustrie ist simpel: Erkläre einen frisch ausgeschissenen Kuhfladen als Hit. Um das bewerkstelligen zu können, schniffen sie alle, die in der Musikindustrie über Leben und Sterben bestimmen. Und obendrein wird die Scheisse auch noch mittels Kopierschutz unhörbar gemacht. Nicht ohne Grund gibt es im Internet verfügbare Datenbanken, die eine Abfrage über die Hörbarkeit der Scheiben ermöglichen. Die Abfrage nämlich, ob man nur viel Geld für eine stumme, schietige Scheibe Plastik ausgegeben hat, die nett in Regenbogenfarben irrlichtert.

Sie glauben mir nicht? Nun, in Deutschland ist die Musikindustrie nur ein alberner Abklatsch des internationalen Marktes, aber was in den USA und in UK geboten wird, ist nicht weit vom deutschen Dilettantismus entfernt.

Unweit meines Wohnortes waltet und schaltet Brian F. G.* in London als R & B Manager. Er ist das bestimmende Arschloch jenes Plattenlabels, für das er tätig ist. Er entscheidet noch über den gewöhnlichen Music Manager, der ihm lediglich, so war es einst, die Master-Produktionen der Musik-Produzenten anbot.

Legendäre Music Manager waren u.a. Brian Samuel Epstein, der die Beatles vermarktete und ihnen zu ihrem Ruhm verhalf. Er krepierte an einer Überdosis Tabuletten. Über ihn schreibt das deutsche Wikipedia: „Sein Einfluss auf die künstlerische Arbeit der Beatles war allerdings nie sehr groß und seit die Gruppe nicht mehr auf Tournee ging, gab es auch organisatorisch nicht mehr viel für ihn zu tun.“

Sein Drogenmissbrauch scheint sich als „Vorbild“ in der Branche unwillentlich eingebürgert zu haben.

Brian F. G. sagte mir vor ca. 4 Monaten, als ich ihn in Portugal versehentlich traf, die Orientierung dessen, was sich als „Musik“ vermarkten ließe, sei nicht mehr eine Frage des Geschmacks und des Konsumverhaltens Jugendlicher, über den Absatz bestimme letztendlich nur eine Kaste Drogensüchtiger, die ähnlich organisiert sei wie die Mafia in Italien. Als Lobby aber ginge sie unkontrolliert an der Polizei vorbei. Und der Drogenkonsum der Manager wie auch der Musiker regelt das Geschäft.

Die Tatsache, dass Musik kaum noch gekauft wird, liegt nicht im Medium des Datenträgers selbst begründet. Ich glaube nicht, dass sich jemand eine Tonne voller USB-Stücks mit schrottiger Musik aufbewahrt und so hegt und pflegt wie einst Schallplatten und CDs.

Wäre das Musikangebot qualitativ besser, so könnte sich die CD und auch die DVD als erweitertes Format kultig behaupten. Aber Qualität scheitert eben am drogenbedingten Hirnschaden der neueren Musikmanager und R & B’s. Qualität wird seitens der drogenabhängigen Gangster innerhalb der Musik-Industrie verhindert.

Übersetzung aus dem Englischen: Harald Haack

* Name redaktionell geändert

Best cialis price
Phentermine 37.5 mg
Valium and xanax
Women using viagra
Midodrine
Toprol
Benzthiazide
Noctec
Drug laws ohio diet phentermine
Isotretinoin
Order xanax paying cod
Cod overnight tramadol
Cycrimine
Micronase
Buy cheap phentermine free fedex
Mephentermine
Allowed cialis tag viagra xhtml
Buy ambien
Phentermine drug information
Divalproex
Viagra pills
Viagra and levivia
Xanax in early pregnancy
Guanfacine
Crystal meth and xanax
Xanax weight loss
Side effect of viagra
37 effects phentermine side
Online phentermine prescription
Ambien overnight
Anxiety disorder xanax xr to wean off effexor xr
Hydrocodone overnight
Buy viagra internet
Cialis levitra better
Piroxicam
Viagra side affects
Viagra for sale
Mebanazine
Oseltamivir
Cheap phentermine free shipping
Cialis generic india
Tocainide
Pilocarpine
Phentermine in florida
Vinorelbine
Luvox
Canada generic viagra
Fast delivery phentermine
Hydroxyurea
Griseofulvin
Indapamide
Phentermine worldwide shipment
Viagra price compare
Viagra prescription medication
Generic xanax photo
Amaryl
Viagra lowest price
Hydrocodone apap
Trimethadione
Phentermine free prescription
Online pharmacy phentermine cod
Phentermine picture
Phentermine shipped to ky
Aerobid
Phentermine next day
Tegretol
Glycerin
Piroxicam
Cheap hydrocodone
Promazine
Fentanyl
Effects of xanax on pregnancy
Buy phentermine at amide pharmaceutical
Viagra supplier
Mometasone
Good morning viagra commercial
Prozac and xanax induced mood disorder
Octreotide
Phentermine prozac
Divalproex
Mannitol
Flagyl
High cortisol level phentermine
Phentermine 37.5 free shipping
How much weight will you lose on phentermine
Erythromycin
Lexapro and xanax
Order xanax overnight
Buy phentermine online cheap
Amiloride
Chlorpropamide
Buy viagra pill
Doxorubicin
Buy hydrocodone where
Woman using viagra
Xanax in pregnancy
Viagra overnight shipping
Trimethaphan
Decadron
Viagra on line
Diltiazem
Tessalon
Tramadol without a prescription
Oxycontin xanax bars per casettes and lortabs
Information on phentermine
Xanax long term effects
Alphaprodine
Naratriptan
Drug tests for xanax
Cialis generic
Phentermine price comparison
Add link phentermine purchase
Loracarbef
Cheap phentermine no prescription
Wholesale pfizer viagra
Phentermine on line w
Fioricet
Adipex diet phentermine pill
Ritalin
Can xanax cause frontal lobe dementia
Marijuana
Phentermine $70 no prescription
Viagra
Cheap tramadol prescriptions online
Diet ky phentermine pill ship that
Sulfasalazine
Saccharin
Buy Valium
Phentermine and fast shipping
What is xanax used for
Tramadol effects
Where can i buy viagra
Climara
Fenoterol
Neostigmine
Order viagra buying viagra uk
Order phentermine by cod
Buy phentermine shipped usps
How long does phentermine stay in your system
Cialis comparison viagra
Lanoxin
Buy consultation free hydrocodone online tramadol
Viagra ingredients
Phentermine and glucophage
Ampicilin
Cefadroxil
Procarbazine
Tramadol heath solutions network
Viagra cialis levitra dose comparison
Viagra cialis levivia comparison

Die Schwobbler kommen

Diese Satire wurde erstmalig 2004 in dem Berner Kulturmagazin „ensuite“ innerhalb der dreiteiligen Serie „Den Sphinx zu verjagen“ veröffentlicht. Diese Publikation geschieht nun aus Anlaß der erfolgreichen Landung der NASA-Sonde „Phoenix“ auf dem Mars. Die Illustrationen dazu lieferte jetzt exklusiv Teo Vadersen.

Harald Haack – Am 210. Marstag seiner Mission erreichte der Mars-Erkundungsrover „Spirit“ am 5. August 2004 in der Region um den Gusev-Krater eine Felsformation, die von der NASA auf „Longhorn“ getauft wurde.

Wie auch anderswo auf dem Mars gab es hier viel Staub, scheinbar gefriergetrockneten Schlamm und unendlich viele zerbrochene Felsbrocken. Erstmals zeigten die Bilder der ferngesteuerten Vehikel eine eindrucksvolle Gebirgswelt auf dem Mars.

Einst sei dies alles Teil einer Unterwasserlandschaft gewesen, ein Meeresboden, erkannten Wissenschaftler wenige Marstage später. Dessen waren sich die Experten einig.

Mit den Erfolgen ihrer baugleichen Rover „Spirit“ und „Opportunity“ hatten sie Geschichte geschrieben. Die ersten Farbfotos des Mars-Rovers „Spirit“ verblüfften nicht nur die NASA-Wissenschaftler. Aber mit der mysteriösen lehmähnlichen Substanz, ein seltsam zusammenhaftendes Material mit fremdartiger Struktur, das zwischen den Felsbrocken und Steinen klebte, kamen die Marskundler lange Zeit nicht klar.

„Es sieht aus wie Schlamm, aber es kann kein Schlamm sein“, sagte der NASA-Wissenschaftler Steve Squyres von der Cornell University. Die Abdrücke, welche das Landemodul von „Spirit“ im Marsboden verursacht hatte, seien seltsam. „Ich verstehe das nicht und kenne auch niemand in meinem Team, der sich das erklären kann.“ Dennoch fand er selbst sehr schnell eine Erklärung. Squyres sagte, möglicherweise sei Feuchtigkeit aus tieferen Schichten aufgestiegen und habe Mineralien zurückgelassen, die sich dann wie Zement verhalten hätten. Das Material wurde zusammengedrückt und hat eine Konsistenz, als wäre es feucht.

Bald schon aber schienen die beiden Rover der NASA zu Sorgenkindern zu werden.

Die Missionen waren in Gefahr vorzeitig beendet zu sein. Software-Probleme hatten „Spirit“ aus dem Verkehr gezogen, und dann zeigten sich auch bei der Schwestersonde „Opportunity“ erste Schwächen. Ein Energieverlust machte dem Roboter zunehmend zu schaffen. Ursache war ein Heizelement, das sich nachts angeblich von allein einschaltete und Energie verbrauchte. Die Techniker rechneten mit mehreren Wochen, bis beide Rover wieder vollständig funktionierten, wenn es denn gelänge sie wieder flott zu machen.

Für „Spirit“ hatte kaum einer noch Hoffnung. Die genauen Ursachen für seine Probleme mit dem Flash-Speicher für Bilddaten waren nach wie vor unklar. Die zuständige NASA-Technikerin Jennifer Trosper erklärte, „Spirit“ habe auf seiner Reise zum Mars wohlmöglich zu viele Informationen in den Speicher geladen, die jetzt die gesamte Software blockierte.

Trosper räumte ein, dass das Dateisystem von „Spirit“ auf der Erde zwar getestet wurde, allerdings nur für einen Zeitraum von maximal neun Tagen. Bis der lädierte Rover wieder einsatzbereit sei, könnten mehrere Wochen vergehen. Möglich sei allerdings auch, dass „Spirit“ nie mehr seine volle Leistungsfähigkeit erreiche.

Doch zur Freude aller kam es anders. Bald schon rollten beide Rover munter über den Marsboden und entfernten sich immer mehr von ihren Landestellen, die, im Vergleich zu dem was ihnen noch begegnen sollte, fade wirkten. Sie machten viele Entdeckungen, bohrten Löcher in Felsen, analysierten deren Beschaffenheit und lieferten den Erdbewohnern atemberaubende Bilder.

Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Mannigfaltig hat sich die Erde verändert. Wir schreiben das Jahr 2032. Die Vereinigten Staaten von Amerika zerfielen in Größenwahn und Terror-Hysterie. CIA und NSA sowie die Homeland-Security existieren nur noch in billigen Horrorgeschichten. Die NASA ist aufgelöst. Nun gibt es die Free International Space Agency (FISA). Deren Astronauten pendeln zwischen Erde, Mond und Mars. Unweit des von der NASA ausgeschalteten Rovers „Spirit“ fanden sie vor drei Jahren am 18. Januar 2029 höheres Leben. Auf der Erde war die Überraschung groß gewesen, obwohl „Spirit“ schon 2004 die Viecher auf Fotos recht deutlich gezeigt hatte. Doch kein US-Wissenschaftler wollte sie als lebendig erkennen. Treu der Bush-Administration ergeben, waren sie erblindet. Über die Jahre hinweg hielten sie die Wesen für ordinäre staubige Felsbrocken.



Es sind für Menschen augenscheinlich ungefährliche, wenn auch reichlich dumme Tiere. Aber dennoch scheint von ihnen ein nicht länger zu leugnender Wandel auszugehen.
© 2008 Illustrationen zu „Die Schwobbler kommen“ von Teo Vadersen

Der aus Bern stammende FISA-Astronaut Frödi Burre, der die Mischwesen aus Fisch, Schnecke und Pfeilschwanzkrebs entdeckte, hatte aufgeregt zur Erde gefunkt: „Um mich herum schwobbelt und krobbelt es. Der ganze Boden lebt.“ Mediziner attestierten ihm daraufhin schwere Bewusstseinsstörungen, ausgelöst durch hochenergetische Sonnenstrahlung. Einige bescheinigten ihm pures Wunschdenken. Die kollektive Blindheit der finsteren Zeit des Globalismus steckte noch in den Köpfen.

Aber dann platzte die Bombe, als sich aus den von Frödi Burre auf dem Mars eingesammelten Sedimenten im Genfer Labor des Eidgenössischen Geologischen Institut (EGI) die „Schwobbler“, wie man die Viecher fortan nannte, entwickelten. Zunächst wirkten sie unter dem Mikroskop wie winzige Fliegenmaden und es gab Streit wegen einer Verunreinigung der kostbaren Fracht vom Mars mit irdischem Material. Ja, möglicherweise stammte der „Dreck“, wie die Medien argwöhnten, aus Burres bäuerlichem Privat-Garten in Wohlen. Der mit der Untersuchung betraute Genfer Wissenschaftler sah sich veranlasst, die Arbeiten abzubrechen, als Burre unter dem Druck der Öffentlichkeit zugab etwas Heimaterde als Glücksbringer zum Mars mitgenommen zu haben. Daraufhin machte der Genfer Wissenschaftler einen entscheidenden Fehler: Verärgert schüttete er die vermeintliche Wohler Gartenerde aus dem Fenster im 11. Stock des Instituts. Vom heißen Sommerwind auseinander gerissen verteilten sich die Partikel mit den Maden weitläufig in Genf, rieselten auf benachbarte glühend heiße Dächer und auf den nicht minder heißen Beton der Straße.

Das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Klimawandels auf der Erde hatte seit der Landung der Rover „Spirit“ und „Opportunity“ im Jahre 2004 auf dem Mars alle natürlichen Klimaschwankungen der letzten 1000 Jahre weit übertroffen. In der Gluthitze der Genfer Straßenschluchten entwickelten sich die Schwobbler vom Mars rasant. Aber auch auf den Dächern vermehrten sie sich prächtig und wuchsen zu erstaunlicher Größe heran. Alarmierte Kammerjäger gaben bald auf. Gegen die Schwobbler gab es kein Gift.

Doch es gab in Bern einen kleinen fettsträhnigen Hongkong-Chinesen, Tsien Lee Tschang, dem es mit Hilfe der Schwobbler und seiner raffinierten, wenn auch etwas abartig anmutenden Kochkunst gelang, die Viecher in schmackhafte Speisen zu verwandeln.

Eidgenossen labten sich daran und wurden bald so fett wie die deutschen Politiker. Wie schon erwähnt, schreiben wir jetzt das Jahr 2032. Tschangs Rezepte zur Zubereitung der Schwobbler sind längst Allgemeingut geworden und das Ernährungsproblem der Weltbevölkerung scheint gelöst. Dennoch vermehren sich die Schwobbler immer noch wie verrückt und werden größer und fetter als ihre auf dem Mars in eisiger Kälte lebenden Artgenossen, da sie auf der Erde alles vorfinden was sie zum Leben brauchen und das sind vor allem Sand und Wasser und Hitze.

Es sind für Menschen augenscheinlich ungefährliche, wenn auch reichlich dumme Tiere. Aber dennoch scheint von ihnen ein nicht länger zu leugnender Wandel auszugehen.



© 2008 Illustrationen zu „Die Schwobbler kommen“ von Teo Vadersen

Längst haben sie nämlich die Strände von Mallorca sowie der Kanarischen Inseln leer gefressen und vom Sand vollständig befreit. Überall schwabbeln die Schwobbler und fressen sich durch die Sedimente Europas, Afrikas, Amerikas und Asiens. Ausscheidungen haben sie offenbar keine. Keinem Wissenschaftler war es je gelungen die Schwobbler bei ihrem „Geschäft“ zu studieren. Doch wo sie auftauchten, gab es bald eine mysteriöse lehmähnliche Substanz. Die Schwobbler hatten alle rigoros enteignet, die Gesetze dem Wind anvertraut, schneller noch als es reformsüchtige Politiker je vermocht hätten.

Sie fressen, wachsen, vermehren sich und sterben und zerfallen zu ätzendem Staub, der dann wieder Mörtel und Beton von Gebäuden zersetzt und den darin befindlichen Sand freigibt, der von den lebenden Schwobblern wiederum vertilgt wird.

So verschwinden jetzt täglich ganze Städte. Von Bern existieren nur noch die Grundmauern des Bundeshauses, eine Parkuhr und das von den Schwobblern verschmähte Papier der eidgenössischen Bürokratie. Tausendfach flattern die mit Verordnungen und Erlassen, Anträgen und Abstimmungen bedruckten Blätter wie herbstliches Laub über die verbliebenen alten Straßenpflaster der nunmehr legendären Stadt an der Aare. Nun war sie endlich da, die erträumte Chancengleichheit der Schweizer.

Kinderschänder unter Blauhelmen

Harald Haack – Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet über etwas, was UN-Generalsekretär Ban Ki Moon „tief besorgt“. Die Rede ist von UN-Friedenstruppen und Hilfsorganisationen, deren Mitarbeiter sich nach Angaben der britischen Hilfsorganisation „Save the Children“ in Krisengebieten wie Haiti, dem Sudan und der Elfenbeinküste an Kindern vergehen. Die Kinder sollen manchmal auch erst sechs Jahre alt sein.

„Save the Children“ will darüber Bescheid wissen, sagt aber nicht, woher deren Erkenntnis stammt. Nur so viel: Es gab eine „Studie“. So bleibt viel Raum für Mutmaßungen, demnach Mitarbeiter dieser Hilfsorganisation als Kinderschänder auffielen, und „Save the Children“ bestätigt dies sogar: Neben Angehörigen der UN-Friedenstruppen seien Mitglieder vieler regierungsunabhängiger Organisationen in die Vorfälle verwickelt, darunter auch „Save the Children“ selbst.

Die stellvertretende UN-Menschenrechtskommissarin Kang Kyung Wha warnte jedoch vor vorschnellen Verurteilungen: Viele der aufgelisteten Fälle seien bereits bekannt.

Der Missbrauch soll ein „bedeutendes Ausmaß“ erreicht haben. Laut „Save the Children“ zwingen Mitarbeiter der UN und Hilfsorganisationen Kinder zu sexuellen Handlungen im Austausch gegen Lebensmittel, Seife oder Mobiltelefone. Save-the-Children-Chefin Jasmine Whitbread sagt: „Die Studie offenbart die abscheulichen Handlungen einer kleinen Zahl von Tätern, welche die verletzlichsten Kinder der Welt missbrauchen, statt sie zu beschützen.“

Die Angst der Betroffenen vor Vergeltung oder einer Einstellung der Hilfen führe dazu, dass die Fälle nur selten ans Licht kämen. Die Organisation forderte international koordinierte Maßnahmen zur Überwachung und Aufdeckung des Missbrauchs.

Seitens der UN wird derzeit versucht die Fakten zu relativieren und man schwelgt in Redewendungen.

Der Missbrauch von Kindern durch UN-Blauhelme sei ein „schmerzliches Thema“, das die Friedensmissionen „aufrichtig und umfassend angehen“, soll der UN-Generalsekretär erklärt haben. „Selbst ein einziger Vorfall ist einer zu viel“.

Das ist nichts Neues und hinterher wird das häufig dann gesagt, um sich rein zu waschen.

UN-Vize-Menschenrechtskommissarin Kang stellt sich offenbar vor die Täter und sorgt sich um deren „Ehre“. Sie forderte konkrete Ermittlungen und weitere „glaubwürdige Hinweise und Beweise“. Ein großer Teil der von „Save the Children“ genannten Fälle basiere auf Informationen, die bereits in früheren Berichten des UN-Generalsekretärs veröffentlicht worden seien, sagte sie auf einer Pressekonferenz in Abidjan. Sexueller Missbrauch könne auf keinen Fall hingenommen werden. Doch auf der anderen Seite „müssen wir die Ehre und Integrität der UN-Mitarbeiter schützen, die auch Opfer falscher Beschuldigungen und Gerüchte sein könnten““. Und so geschah mutmaßlich nichts, weil die Leitenden der UN den Skandal registrierten und die Berichte treudoof nur abhefteten. Papier kann ja so geduldig sein…

Die dunkle Macht

Icca Noor - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble träumt öffentlicht von einem eigenständigen Ministerium nach amerikanischem Vorbild, der NSA. Dass er damit in Deutschland ausgerechnet wieder eine Totalüberwachung installiert, die der Stasi der ehemaligen DDR entspricht, stört ihn mutmaßlich nicht, und dass er dafür viele Horch- und Guckwillige braucht, wohl ebenso nicht. Icca Noor schlägt für „die dunkle Macht“ schon einmal einen ersten Werbespot zur Anwerbung neuer Mitarbeiter vor.

© 2008 Icca Noor, Stockholm

Ziehung der Terrorverdaechtigen

ICCA NOOR – Es soll Menschen, nein: Terroristen geben, die keinen Computer in ihrer Wohnung herumstehen haben. Folglich werden sie von zu Hause aus auch keine Online-Kommunikation pflegen. Diejenigen „Armleuchter“ aber, die den Fahndern des BKA bisher in die Hände fielen, weil sie übers Internet und Telefon Terroranschläge vereinbarten und dilettantisch konstruierte Bomben einsetzten, scheinen nur vorgeschobene Opfer der Terrororganisationen gewesen zu sein, billigst angeworbene leichtgläubige Fanatiker, um von den eigentlichen, geheimen Terroraktionen abzulenken.

Das ist naheliegend und plausibel, doch Sicherheitsfanatiker unter dem Diktat von Schäuble und Beckstein jubelten unlängst über die eigenartigen Erfolge des BKA und plauderten in ihrem Jubel den Terror-Strategen geradezu wie blöd ins Nähkästchen. Um Terror zu bekämpfen, ein ausgesprochen unprofessionelles Verhalten!

Genau diese Unprofessionalität, die eine Terrorbekämpfung schon im Ansatz negiert, wurde nun wieder beim so genannten „BKA-Gesetz“ offenbar, Kritiker nennen es „öffentliche Peepshow“. Aber diese Unprofessionalität, fern jeder seriösen Forensik, ist es, welche die Sicherheit und die Rechte aller in Deutschland lebender Menschen – nicht nur von Terroristen, sondern auch von unbescholtenen Bürgern – erheblich einschränkt. Alle müssen jetzt damit rechnen, dass BKA-Fahnder in ihre Wohnung einbrechen, um Mini-Kameras zu installieren. Laut der dpa heißt es in Paragraf 20h des neuen Gesetzes:

„In Wohnungen anderer Personen ist die Maßnahme nur zulässig, wenn aufgrund bestimmter Tatsachen anzunehmen ist, dass 1. sich eine … (verdächtige) Person dort aufhält und 2. die Maßnahmen in der Wohnung einer … (verdächtigen) Person allein nicht zur Abwehr der Gefahr … führen wird.“

Mit welchen Konsequenzen jemand zu rechnen hat, der in seiner Wohnung solche heimlich installierten Kameras entdeckt und diese von Steuergeldern gekauften Geräte vernichtet, darüber wurde noch nichts öffentlich bekannt.

Aktueller Abzählreim:
„Beckstein, Beckstein, alle müssen versteckt sein!“

Vier Wochen lang sollen Bespitzelungen nach Stasi-Manier künftig dauern. Vier Wochen lang als unfreiwillige und unbezahlte Darsteller für mutmaßlich unbefriedigte BKA- Maraton-Glotzer. Vier Wochen Schlafen und Sex der Observierten nur unter dem Bett. Und niemand weiß genau, wer der nächste „Star“ sein wird. Ob man sich künftig bewerben darf, um auch einmal ins „Fernsehen“ zu kommen, darüber hat wahrscheinlich keiner der Politiker nachgedacht, die so straff hinter dem BKA-Gesetz stehen. Jedenfalls lässt die Masse der Casting-Shows im TV, die argwöhnen lassen, es könnte sich um staatlich gelenkte Umerziehungsmaßnahmen handeln, darauf schließen, dass bald auch jenes möglich sein wird: „Werde Observierungsstar!“

Am besten wird sein, man schottet sich ab, lässt niemanden mehr in die Wohnung; keine Besuche von Freunden, Verwandten und Bekannten, keine Besuche auch bei denen, um nicht zum Ziel von Schäubles und Becksteins Terroridiotie zu werden. Möglicherweise werden wir uns darauf einstellen müssen, dass Terroristen sich in aller Öffentlichkeit austauschen, wahrscheinlich mit Megaphone und auf Bierkisten vor Discounter-Filialen stehend. Die größte Gefahr dabei: Terrorbekämpfer werden es nicht mitkriegen, weil sie auf die Überwachungsmonitore der Kameras überwachter Wohnungen starren, wo vielleicht nur motorisch betriebene, aufblasbare Puppen prall werden, um sogleich wieder in sich zusammen zu sacken.

Möglicherweise geht es den Bundes- und Landes-“Sicherheitsstategen“ gar nicht mehr um Terrorbekämpfung. Das war vielleicht nur ein Vorwand, um den Stasi-Staat neu zu installieren.

Was uns, wenn auch wieder über Computer geschnüffelt werden soll, im deutschen Fernsehen demnächst erwarten könnte, zeigt die Video-Satire von Icca Noor.



Vollmeises Klopfer – Ziehung der Terrorverdächtigen

© 2008 Icca Noor, Stockholm




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de